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Service - Klima retten im Alltag: Mit kleinen Schritten ans Ziel!

Dass sich gewaltig etwas ändern muss, damit unsere Klimabilanz besser ausfällt, ist jedem klar. Doch anstatt sich nur auf die Politik und die Eigenverantwortung der Wirtschaft zu verlassen, kann man sich auch an die eigene Nase fassen und im Alltag verantwortungsbewusst handeln.

Beim Thema Klimawandel und CO2-Einsparung sind politische Lösungen gefragt, doch auch jeder Einzelne kann ein wenig dazu beitragen, weniger CO2 zu produzieren.

CO2-Emissionen pro Kopf
Jeder Deutsche war im Jahr 2018 im Schnitt für die Freisetzung von fast 10 Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich (Quelle: Statistisches Amt der EU).
Etwa ein Drittel (36%) dieser CO2-Emissionen entfielen laut statistischem Bundesamt in Privathaushalten aufs Wohnen (z.B. Heizung und Strom), 26,6 Prozent auf die Mobilität, 12,3 % auf die Ernährung, und ein weiteres Viertel wurde durch unseren sonstigen Konsum freigesetzt. In all diesen Bereichen lässt sich CO2 einsparen.

CO2-Einsparpotential im Haushalt
Heizung:
Ein Grad Temperaturabsenkung bei der Heizung spart 5-10 Prozent Heizkosten und bis zu 255 Kilogramm CO2 pro Jahr.

Strom:
- zu Ökostrom wechseln:
Bei einem Standard-Stromtarif werden pro Person 520 kg CO2 pro Jahr freigesetzt, bei einem Tarif bei einem Ökostromanbieter nur 30 kg. Das ergibt 490 kg weniger C02 im Jahr.
- auf LED-Lampen umsteigen
- das Thermostat des Kühlschranks eine Stufe niedriger stellen
- Duschen statt Baden
- Keine Elektrogeräte im stand-by-Modus lassen
- Wäschewaschen bei 30 Grad statt bei 60 Grad:

Bei einer 60-Grad-Wäsche fallen 0,95 kg C02 an, bei 30 Grad nur 0,24 kg CO2.
Bei zwei Wäschen pro Woche ergibt sich eine jährliche Einsparung von rund 74 kg CO2.

CO2-Einsparpotential bei der Mobilität
Wer ab und an die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzt statt den eigenen PKW, kann auch hier Einiges sparen.

Zum Vergleich:
100 km mit Bus oder Bahn verursachen       3-4 kg CO2
mit dem Auto                                                 14 kg CO2
und per Flugzeug                                           21 kg CO2

Ein Flug von Berlin nach New York und wieder zurück beispielsweise erzeugt 3,2 Tonnen CO2.

CO2-Einsparpotential bei der Ernährung
Wer ab und an auf Fleisch verzichtet und beim Einkauf regionale und saisonale Produkte bevorzugt, kann auch hier Einiges an CO2 einsparen.

Ein paar Vergleichswerte:
1 kg Äpfel erzeugt                              250 g CO2
1 kg Tomaten  aus dem Garten          770 g CO2
1 kg Treibhaustomaten                      2,92 kg C02
1 kg Schweinefleisch                          4,15 kg CO2
1 kg Rindfleisch                                  12,29 kg CO2

CO2-Einsparpotential beim sonstigen Konsum
Das Streamen von Online-Videos verursacht pro Jahr weltweit etwa 30 Millionen Tonnen CO2. Jede Suchanfrage im Internet, jede E-Mail kostet Energie und setzt damit auch CO2 frei.
Auch hier lässt sich CO2 sparen genauso wie durch das Vermeiden von Plastikverpackungen beim Einkauf.


Beitrag von Gela Braun