Drei Wanderer unterwegs (Quelle: Colourbox)
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Service - Richtig Wandern

Wandern mit Abstand – besser als nichts. Lange durfte man außer mit Partner oder Kinder nur alleine wandern. Das ist jetzt vorbei. Seit Ende Mai ist Wandern in der Gruppe wieder möglich – für bis zu zehn Wanderer und natürlich immer noch mit den üblichen eineinhalb Metern Abstand.

Aufatmen für Fans geführter Wanderungen: Der Märkische Wanderbund und alle anderen Regionalverbände des Deutschen Wanderbunds starten wieder mit ihrem Jahresprogramm.

Während des Corona-Lockdowns mussten auch die Wanderfreunde mit ihren Touren pausieren. Zertifizierte Wanderführer wie Brita Hannemann aus Jüterbog haben diese Zeit zum Testen neuer Routen genutzt. Die mehr als 2.000 Kilometer ausgeschilderten Wanderwege in Brandenburg und rund 600 Kilometer in Berlin sind ihr nicht genug. Sie wandert am liebsten auf noch unentdeckten Pfaden. Ihr Tipp: sich bei älteren Familienmitgliedern nach den geheimen Orten erkundigen. Und: einfach drauf los wandern. Allerdings geht sie nie alleine auf Tour.

Feste Wanderwege und -routen gibt’s zum Beispiel auf Wanderkarten, die im Buchhandel oder direkt bei den Naturparkverwaltungen erhältlich sind. Auch die Internetseiten des Deutschen Wanderbundes und des Reiselands Brandenburg sind eine gute Fundgrube.

Keine teure Ausrüstung

Wer auf eigene Faust wandert, sollte einen Kompass dabei haben. So findet man auch ohne Handyempfang immer nach Hause. Anfänger brauchen zum Wandern ansonsten keine teure Ausrüstung. Empfohlen wird:

- feste, nicht ganz neue Schuhe
- Regenjacke oder Cape
- Rucksack oder Bauchtasche
- Kompass
- Erste-Hilfe-Set
- evtl. Wanderstöcke

Außerdem dabei: Toilettenpapier. Papiertaschentücher verrotten nicht, Toilettenpapier kann man liegen lassen. Und: Traubenzucker. Mitunter die Rettung, gerade wenn eine Tour länger dauert als geplant.

Vor Stürzen schützen

Wichtig ist aber für Anfänger vor allem die Sturzsicherheit. Wer noch nie gewandert oder bei wem es schon etwas länger her ist, sollte am besten zuhause mit der Mobilisation beginnen. Also öfter mal die Füße kreisen oder in die Hocke gehen. Für den Anfang eine kurze Route aussuchen, um die 10 Kilometer, möglichst auf Wald- und Feldwegen. Bei Unsicherheit lieber Stöcke nutzen.

Die Alternative: das sogenannte Gesundheitswandern – geführte Touren, kombiniert mit Mobilisationstraining. Auch diese Touren gibt es im Wanderkalender der Regionalverbände des Deutschen Wanderbundes.

Beitrag von Christine Knospe