Service - Nervige Mails: 40 Jahre Spam sind genug!

Spam- oder Junk-Mails sind nicht angeforderte und unerwünschte Nachrichten. Die Urheber verwenden dazu so genannte Spambots oder E-Mail-Harvester, die das Internet systematisch nach E-Mail-Adressen durchforsten. Wir zeigen was man dagegen tun kann und sprechen wir über neue, aktuelle Spam-Formen wie Kettenbriefe über WhatsApp.

Werbemails, Kettenbriefe, unseriöse Angebote - täglich schummeln sich
Dutzende von unerwünschten Nachrichten ins E-Mail-Postfach. Sven Oswald,
Multimedia-Experte beim rbb, erklärt im Gespräch, wie man sich vor der
Spam-Flut schützen kann.

Am Anfang war der Spam
Der amerikanische Computerverkäufer Gary Thuerk war der Erste, der eine
Mail dieser Art im Mai 1978 tippte und über das Arpanet, einen Vorläufer
des Internets, verschickte. Um einen neuen Computer zu bewerben, nutzte
er eine Liste von 600 E-Mailadressen. Obwohl das System nur 300
Nachrichten zustellen konnte, war die Werbemail ein voller Erfolg.

Vom Schinken zur Werbemail
Spam ist eigentlich der Markenname für Dosenfleisch, das die
amerikanischen Firma Hormel Foods 1937 auf den Markt brachte. Vermutlich
ist der Name eine Abkürzung für „Spiced Ham“ – gepökeltes, zerkleinertes
und gewürztes Schweinefleisch, auch Frühstücksfleisch genannt.

Der Spam-Sketch
Anfang der 1970er Jahre taucht das Dosenfleisch in einem Sketch der
britischen Comedy-Combo Monty Python auf. Mehr als 130 Mal kommt das
Wort "Spam" im Sketch und dem dazugehörigen Lied vor - kein Wunder, dass
Monty-Python-Fans es später als Synonym für die Müllschwemme im
E-Mail-Postfach einführten.

Spam per WhatsApp
Nicht nur per E-Mail gehen Spam-Versendern ihren Mitmenschen auf die
Nerven. Auch über WhatsApp verbreiten sich Nachrichten von
vermeintlichen Gewinnen und wichtigen Informationen zum Weiterleiten.
Wer davon die Nase voll hat, sollte den Absender bitten, den Spam nicht
weiterzuverbreiten und selbst das einzig Richtige tun: Einfach löschen.

Beitrag von Alena Hecker