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Service - Nicht immer nur Geld: Spenden mal anders

Für viele Berliner und Brandenburger gehört Spenden vor Weihnachten dazu. Doch es muss nicht immer Geld sein. Auch über Sachspenden wie Möbel, Bücher oder Kleidung freuen sich andere. Wie und wohin man sinnvoll Sachen spendet, zeigen wir im heutigen Service.

Wer kennt das nicht? Das ganze Jahr über hat sich wieder so vieles angesammelt, was man eigentlich gar nicht mehr braucht. Nur wohin damit? Zum Wegwerfen ist das meiste doch viel zu schade.
Auf der Internet- Seite „Wohindamit.org“ kann man nachsehen, welche wohltätige Einrichtung in der Nähe Spenden annimmt.  Geordnet nach Kategorien wie Möbel, Hausrat, Kleidung oder Spielzeug kann man auswählen, was man spenden möchte und in welcher Stadt. Und schon  bekommt man Vorschläge, welche soziale Einrichtung in der Nähe sich darüber freuen würde. Die Kontaktdaten gibt es gleich mit dazu. Große Spenden wie Möbel holen die Einrichtungen oft kostenlos ab.
Auch auf der Seite der Berliner Stadtreinigung findet man, nach Bezirken geordnet, viele karitative Abnehmer von Sachspenden. Hier ist genau aufgelistet, welche Art von Spenden die gemeinnützigen Organisationen annehmen.

Möbel & Hausrat
Sofas, Tische, Geschirr, Elektrogeräte, CDs und Co. kann man zum Beispiel an Sozialkaufhäuser spenden, von denen es in Berlin und Brandenburg mehrere gibt. Die gespendeten Sachen werden zu einem geringen Preis an Menschen mit kleinem Budget weiterverkauft. Der Erlös dient sozialen Projekten. Oftmals holen die Mitarbeiter große Möbelspenden kostenlos ab.

Bücher
Ob Kinderbuch, Krimi, Sach- oder Kochbuch: Gut erhaltene Exemplare  finden im Berliner Büchertisch in Kreuzberg ein neues Zuhause.
Die Bücher, Brettspiele, CDs und DVDs werden zu Flohmarktpreisen im Laden oder im Online-Shop verkauft und an Gefängnisse, Hospize oder Flüchtlingsunterkünfte verschenkt. Ab einer Menge von einhundert Exemplaren werden die Bücher innerhalb Berlins kostenlos abgeholt.
Auch über die Buchspenden-Plattform „buchspende.org“  kann man Bücher spenden und sie entweder per Post verschicken. Ab einer Spende von 35 Büchern werden die Bücher auch innerhalb Berlins abgeholt. Die Buchspenden-Plattform ist ein Projekt der „SinneWerk gemeinnützige GmbH – Integrationsbetrieb für Menschen mit Behinderung“ in Berlin. Durch den Erlös der verkauften Bücher finden Menschen mit und ohne Behinderung Festanstellung in vielen Bereichen des Betriebes.

Kleidung

Annahmestellen für Altkleider gibt es in Berlin und Brandenburg viele. Neben den Kleiderkammern des DRK, der Caritas, des Malteser Hilfsdienstes oder der Arbeiterwohlfahrt freuen sich auch die Bahnhofsmissionen über gut erhaltene, saubere Kleidung und Schuhe.
Man kann die Sachen entweder persönlich vorbeibringen oder in einen der vielen Altkleidercontainer werfen. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass der Container wirklich zu einer anerkannten Hilfsorganisation gehört. Orientierung bietet dabei auch das Siegel  „Fair-Wertung“.  Es gehört zu einem  bundesweiten Netzwerk von gemeinnützigen Organisationen, die Altkleider zu Gunsten sozialer Projekte sammeln und nicht zu rein kommerziellen Zwecken.
Denn der Handel mit Altkleidern ist mittlerweile ein milliardenschweres Geschäft.
Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa eine Million Tonnen Altkleider gespendet. Viel mehr, als die Sozialverbände aufnehmen können. Den Großteil verkaufen sie  daher an Verwerter, die die Textilien dann zum Beispiel nach Afrika exportieren. Ob das den Menschen vor Ort schadet oder nützt, wird seit Jahren kontrovers diskutiert. Somit ist eine Kleiderspende oft eher eine indirekte Geldspende. Doch das ist in jedem Fall besser, als nicht benötigte Sachen wegzuwerfen.

Beitrag von Sina Krambeck