Service - Stadtwerkstatt: Wie es Einwohnern gelingt, mit zu planen

Das Herz der Hauptstadt, die Mitte zwischen Rathausplatz, Molkenmarkt und dem Humboldtforum, soll sich verändern. Mit Beteiligung von Bürgerinitiativen und Anwohnern – nicht an den Bürgern vorbei, sondern mit den Menschen, die den Raum künftig nutzen.

Die „Stadtwerkstatt“ – ein Projekt des Berliner Senates, bezieht seit September Bürgerinitiativen, Vereine und Anwohner in die Stadtentwicklung ein. Ideen gibt es viele: Verkehrsberuhigung und Ruhezonen auf den Grünflächen, ein Flussbad in der Spree, die Geschichte der Berliner Mitte soll vor Ort mit Apps und Infotafeln wieder lebendig werden, vor dem Roten Rathaus könnte ein Forum für Dialoge zwischen Bürgern und Politikern entstehen. Um diese Ideen zu besprechen und weiter zu entwickeln, stellt der Senat den Bürgern einen Raum direkt am Rathausplatz zur Verfügung.

"Schild mit der Aufschrift 'Freies Ufer – Griebnitzsee für alle'"; © rbb
Bild: rbb

Bürgerbeteiligung in Brandenburg

Auch in Brandenburg werden Bürger einbezogen, wenn Veränderungen anstehen. Cottbus oder Frankfurt (Oder) bieten Online-Bürgerbeteiligung an, in Königswusterhausen werden die Bürger regelmäßig eingeladen und zur Stadtentwicklung befragt. Der Bahnhof in Königswusterhausen wurde nach Vorschlägen der Anwohner umgestaltet und modernisiert. Auch Stadtverordnetenversammlungen in den Brandenburger Rathäusern stehen allen offen, die sich dort einbringen möchten.

Bessere Lebensqualität

Die Lebensqualität in Städten und Gemeinden wächst, wenn die Menschen die dort leben, sich mit ihren Bedürfnissen und Ideen einbringen. Das kostet Zeit und Engagement – doch auf diese Weise entwickeln sich möglicherweise auch lebenswertere Städte.

Beitrag von Dagmar Kniffki