Hundegrab auf dem Tierfriedhof Steglitz (Quelle: rbb/Friederike Steinberg)
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Bild: rbb/Friederike Steinberg

Service - Tierbestattungen: Wenn das Haustier stirbt

Rund 34 Millionen Haustiere leben in Deutschland, davon die meisten Hunde und Katzen. Doch was tun, wenn Wauzi und Maunzi sterben? Wer keinen Garten hat, für den führt normalerweise kein Weg an der Tierkörperverwertungsanlage vorbei. Doch immer mehr Tierfreunde suchen nach Alternativen.

1,3 Millionen Hunde und Katzen versterben pro Jahr. Etwa die Hälfte wird auf Privatgrundstücken beerdigt. Und das ist auch offiziell erlaubt. Voraussetzung ist, dass sich die Grabstelle nicht in einem Trinkwasserschutzgebiet befindet, ein Abstand von drei Metern zu öffentlichen Wegen eingehalten wird und über dem toten Tier mindestens 50 Zentimeter
Erde aufgeschüttet wird.

Kosten für Tierbestattung

Doch nicht jeder verfügt über einen Garten. Was also tun? Eine Möglichkeit sind Tierfriedhöfe. Für ein 60 x 100 cm großes Grab kommen etwa 125 Euro für die Beisetzung und etwa 75 Euro jährliche Pflegekosten auf den Tierfreund zu. Alternative: die Einäscherung in einem Tierkrematorium. Dies kostet um die 200 bis 300 Euro, je nach Gewicht des Tieres.

Für die Urne kommen noch weitere 80 bis 1.000 Euro hinzu, je nach Geschmack.Tierkrematorien bieten auch die Abholung des Tieres und Lieferung der Urne an – gegen Aufpreis natürlich. Manche Kunden bringen ihr verstorbenes Haustier allerdings auch selbst vorbei. Bei der Sofortkremierung warten sie nur ein bis eineinhalb Stunden vor Ort und
können die Urne dann mitnehmen. Um sicherzustellen, dass es sich bei der Asche auch wirklich um die sterblichen Überreste des eigenen Tieres handelt, wird ein nummerierter Schamottstein beigelegt. Dieser ist nicht verbrennbar und kommt nach der Einäscherung auch mit in die Urne.

Weniger Regeln für Tierbestattung
Im Gegensatz zur Humanbestattung sind bei der Tierbestattung der Fantasie der Kunden – und der Anbieter – keine Grenzen gesetzt. Vom Medaillon, in das Asche eingefüllt wird und das der Tierfreund um den Hals trägt, über die Skulptur mit Aschebehälter bis hin zum geschliffenen Brillanten aus der Asche des Tieres ist alles möglich. Alles Geschmacks- und
Geldsache.
Wem die Kosten für eine individuelle Bestattung oder Einäscherung zu hoch sind, sein Tier aber trotzdem nicht der Tierverwertung übergeben möchte, für den gibt es auch die preiswertere Gemeinschaftskremierung mit anderen Tieren zusammen. Die Asche wird dann anonym auf einer Wiese verstreut.

Beitrag von Christine Knospe