Junge auf dem Trampolin (Quelle: Colourbox)
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Service - Spaß mit Risiko: Trampoline im Test

Man sieht sie in vielen Gärten in Berlin und Brandenburg: Die Trampoline. Sie sind beliebt, weil das Trampolinspringen einen Riesenspaß macht sowie die Konzentrationsfähigkeit, die Körperbeherrschung und den Muskelaufbau fördert. Doch leider gibt es immer wieder schwere Unfälle damit.

Durch die Beschleunigung wirken selbst bei Leichtgewichten hohe Kräfte, die die Konstruktion abfangen muss. Umso wichtiger ist es, ein sicheres Trampolin zu finden.

Trampoline sind voll im Trend. Das Springen macht Spaß und fordert den ganzen Körper. Doch es birgt auch Risiken: Wer die Sicherheitsregeln missachtet, kann sich ernsthaft verletzen.

Trampoline sind voll im Trend. Das Springen macht Spaß und fordert den ganzen Körper. Doch es birgt auch Risiken: Wer die Sicherheitsregeln missachtet, kann sich ernsthaft verletzen. Manche Trampoline haben auch Konstruktionsmängel, die die Risiken unnötig erhöhen. Durch die Beschleunigung wirken selbst bei Leichtgewichten hohe Kräfte, die die Konstruktion abfangen muss.

Im Test: 10 Gartentrampoline zu Preisen von 150 bis 1300 Euro.

Ist das „Springfree“ für 1300 Euro besser, als das „Etan“ für 730 Euro oder das „Hudora“ für 380 Euro? Ist das „Berg“ für 890 Euro sicherer, als das „Decathlon“ für 190 Euro, oder das „Izzy“ für 180 Euro?

Durch den Boom der Trampoline beobachten Ärzte der Charité eine deutliche Zunahme damit verbundener Unfallverletzungen. Für das vergangene Jahr sind es geschätzte 40.000 Fälle.

Kriterium1: Unfallsicherheit

Für die Warentester ist die Unfallsicherheit der Trampoline die wichtigste Kategorie im Test. Standsicherheit der Konstruktion, Festigkeit von Netzen und Abdeckungen, Belastbarkeit der Sprungmatte - alle wichtigen Teile werden gründlich geprüft. Besonders im Fokus: die Stabilität der Netzbefestigung - im Ernstfall soll das Netz den Springer halten.

Bei dem preiswerten "Izzy" erweist sich die Befestigung der Netzpfosten als schwächlich. Bei dem 700 Euro-Trampolin von "Etan" sind Netz und Haltepfosten stabil - aber der Abstand der Schnallen am Eingang ist ungünstig. Ein schlanker Kinderkörper passt durch die Öffnung - der breitere Kopf bleibt stecken. Auch die Sprungmatte des teuren "Etan" ist problematisch. Im Belastungstest biegt sie sich sehr weit durch. Sie berührt schon fast den Boden - ein unnötiges Unfallrisiko. Schwachstelle bei dem 900 Euro Edel-Trampolin von "Berg": die billigen Schnallen der unteren Netzbefestigung. Bei falscher Montage gehen sie von alleine auf - ein Kind kann unter dem Netz hindurchrutschen.

Kriterium 2: Montage

Die Montageanleitung vom Trampolin von "Berg" ist leider sehr missverständlich. Die meisten anderen Montageanleitungen sind besser. Bei bis zu 180 Einzelteilen hat es der Aufbau dennoch in sich: Je nach Modell dauert das Ganze zu zweit bis zu vier Stunden. Für den Winter muss dann zumindest das Fangnetz wieder abgebaut werden. Ganz schön mühselig.

Kriterium 3: Haltbarkeit

Bei der Haltbarkeit der Trampoline gibt es dagegen wenig zu meckern - nur die Teile des "Izzy" rosten deutlich.

Die Ergebnisse

Am Ende der Tests landet das "Etan" für 730 Euro auf dem letzten Platz. Kleinkinder sind hier ernsthaft gefährdet. Testurteil daher: mangelhaft.

Das preiswerte "Izzy" und das teure "Berg" sind gerade noch befriedigend.

Besser: Das preiswerte "Decathlon". Leider ist es ein Auslaufmodell. Auch gut: das "Hudora".

Testsieger: Das teure aber auch besonders sichere "Springfree".

Achtung: auch auf guten Trampolinen müssen die Sicherheitsregeln beachtet werden. Man sollte alleine auf dem Trampolin springen, also nicht mehrere Kinder parallel und auch gefährliche Kunststücke sollten vermieden werden, damit beim Trampolinspringen nichts schiefgeht.

Beitrag von Jörg Förster