Menschliche Figuren stehen auf Geldscheinen (Foto: imago/Christian Ohde)
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Service - Zahlungsaufschub in der Corona-Krise

Die Corona-Krise sorgt bei vielen Menschen für finanzielle Einbußen. Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen gibt Tipps für welche Verträge und Versicherungen man Zahlungen aufschieben darf und für welche nicht, z.Bsp. die bei den privaten Krankenversicherungen.

Trotz der Krise fallen die Kosten wie Miete, Strom und Wasser trotzdem an. Beiträge für Versicherungen und Kredite belasten die Geldbörse zusätzlich.

Finanztip

Ab 1. April dürfen Sie sich für drei Monate weigern, die Abschläge und Rechnungen für Strom, Gas, Fernwärme, Wasser und Abwasser sowie die monatlichen Rechnungen für Telefon- und Internetanschlüsse zu zahlen – ohne dass Sie von der Energieversorgung oder der Telefonleitung abgeklemmt werden dürfen (Art. 240 § 1 EGBGB).

Auch andere Verträge kommen in Betracht, wenn die vereinbarte Leistung zu einer „angemessenen Daseinsvorsorge“ gehört und es sich um Dauerschuldverhältnisse handelt – also Verträge, die eine bestimmte Zeit laufen und mit regelmäßigen Leistungen und Zahlungen verbunden sind. In der Gesetzesbegründung sind Pflichtversicherungen genannt. Zu diesen zählen die private Krankenvollversicherung und die private Pflegepflichtversicherung.

Die Kfz-Versicherung gehört unter Umständen auch zu Pflichtversicherungen im Rahmen der Daseinsvorsorge – etwa, wenn Sie auf dem Land leben und ohne Auto nicht einkaufen, zur Arbeit gehen oder Ihren Arzt aufsuchen können. Ausgeschlossen sind dagegen Darlehensverträge, Miet- und Pachtverträge sowie Arbeitsverträge.

Darüber hinaus gewähren manche Versicherungen auch bei anderen Verträgen eine zinsfreie Stundung der Beiträge, sogar teilweise über drei Monate hinaus, wenn Sie einen formlosen Antrag schreiben.

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