Beamer im Test
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Preisspanne von 430 bis 2900 Euro - Beamer im Test

In vier Tagen geht's los für Jogis Jungs, dann ist das erste Deutschlandspiel. Millionen fiebern wieder mit - am liebsten in netter Runde und mit extragroßem Bild. Doch wie steht es um die Bild- und Tonqualität von Beamern? Die Stiftung Warentest hat aktuell 15 Geräte  geprüft.

Schon vor zwei Jahren prüfte die Stiftung Warentest Beamer. Im Vergleich dazu hat sich technisch einiges getan. Das betrifft besonders die Lichtquelle. 2016 waren noch Beamer mit LED im Einsatz. Jetzt setzen die Hersteller kaum noch auf diese energieeffiziente Technik. Die Beamer im aktuellen Test arbeiten fast alle mit einer Quecksilberdampf-Hochdrucklampe. Und es gibt Geräte mit Laser, durch den das Bild viel heller auf der Leinwand strahlt. Das macht die Laserbeamer etwas tauglicher für Räume, die nicht komplett abgedunkelt werden können. Sie sind aber sehr viel teurer als die anderen und auch sie schaffen es nicht, bei strahlendem Sonnenschein ein kontrastreiches Bild auf die Leinwand zu zaubern. Nachmittagsspiele sollte man sich daher besser in einem abgedunkelten Zimmer ansehen, draußen auf einer Leinwand wird man in der Regel nur wenig erkennen.

Gewinner und Verlierer

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Von den 15 getesteten Beamern bekommen zehn das Urteil "gut". Gleich zwei Geräte von Epson liegen knapp vorn: Für 735 beziehungsweise 920 Euro bieten sie eine gute Bildqualität und überzeugen auch bei der Handhabung. Der günstigste Gute im Test ist von Viewsonic und kostet 430 Euro.

Ausgerechnet der teuerste Beamer im Test ist das Schlusslicht. Das Gerät von Sony für 2900 Euro verbraucht viel Strom, das gibt Punktabzug. Daher reicht es am Ende nur für ein "ausreichend".

Fernseher oder Beamer?

Beide Geräte haben Vor- und Nachteile. Beamer verfügen über eine riesige Bilddiagonale. Sie sind leicht und daher flexibel an verschiedenen Orten aufzustellen. Für einen guten Ton benötigen sie aber Extraboxen. Die sind beim Fernseher schon eingebaut. Außerdem haben Fernseher einen geringeren Stromverbrauch.

Wen es nicht stört, die Nachmittagsspiele im abgedunkelten Zimmer zu verfolgen und eine Leinwand aufzubauen, kann mit einem Beamer viel Spaß haben. Der Nachteil von Fernsehern ist, dass sie oft schwer oder fest an der Wand montiert sind, so dass man sie nicht so einfach auf die Terrasse oder den Garten schleppen kann.

Lang - versus Kurzdistanz

Die meisten der untersuchten Beamer sind "Langdistanz"-Beamer, die circa 2 Meter Abstand zur Wand brauchen. Aber es gibt auch "Kurzdistanz"-Beamer, die man ganz nah an die Wand stellen kann. Im Test schnitt allerdings  keiner von denen gut ab. Stehen Beamer und Wand nicht genau senkrecht zueinander oder ist die Wand uneben, wird das Bild bei den Kurzdistanz-Beamern schnell unscharf und verzerrt.

Ein Beitrag von Sina Krambeck