Marvin auf der Cebit, Conferencier und Fremdsprachenlehrer, Quelle: imago

Service - Trends auf der CeBit 2017

Singende Roboter, fliegende Drohnen und autonom fahrende Busse ohne Lenker. Das und mehr können Besucher noch bis heute auf der Cebit in Hannover erleben, der weltweit größten Messe für Informationstechnik. 

Die wichtigste Botschaft in diesem Jahr: Reale und virtuelle Welt wachsen immer mehr zusammen, die Digitalisierung dringt in alle Bereiche des Lebens. „Smart Mobility“  ist ein großes Thema der Messe. Dazu gehören zum Beispiel Systeme, die im dichten Großstadtverkehr den einen freien Parkplatz finden. Oder E-Busse, die autonom fahren und untereinander vernetzt sind.

Partnerland der Cebit ist dieses Jahr Japan. Einer der weltweit führenden Exporteure für Hightech-Produkte präsentiert unter anderem intelligente Roboter, die den Alltag vieler Japaner bereits vereinfachen. Das Thema Künstliche Intelligenz ist im Land der aufgehenden Sonne allgegenwärtig und auch bei uns wird diese Technik immer wichtiger und hält Einzug in immer mehr Bereiche. Ein Beispiel:  Waschmaschinen, die sich von allein einschalten, mit der gesamten Hauselektronik gekoppelt sind und Störungen melden.

Autos könnten in wenigen Jahren autonom fahren. Die Software erkennt selbständig die Umgebung und entscheidet, was gefährlich ist und was nicht. Deutsche Unternehmen haben in diesem Bereich weltweit die meisten Patente angemeldet.

In Japan sind kleine Roboter aus vielen Hotel-Rezeptionen nicht mehr wegzudenken. Sie übernehmen Zimmerreservierungen, kümmern sich um das Gepäck und checken die Gäste aus. In manchen Hotels wird auf diese Weise bis zu 30 Prozent des Personals eingespart. Intelligente Roboter werden aber  auch in anderen Bereichen eingesetzt, zum Beispiel in der Altenpflege. Oder als Seelentröster gegen das Alleinsein. Der Kult geht in Japan sogar so weit, dass Roboter beerdigt werden, wenn ihre Zeit abgelaufen ist.

Ein weiterer Trend, der immer wichtiger wird: Drohnen. Die kleinen Flieger können vielzählige Aufgaben wie z.B.  die Wartung von Anlagen oder Kurierdienste übernehmen. Auf der Cebit zeigen 30 Hersteller kleine Fluggeräte für die professionelle Nutzung. Ein Anbieter schlägt dabei sogar die Überwachung sensibler Bereiche in Städten per Flugroboter vor.

Text von Sina Krambeck