Ein Junge reinigt sein Fahrrad mit einem Hochdruckreiniger (Quelle: Imago)
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Wer kriegt den Dreck weg? - Hochdruckreiniger im Test

Grünalgen auf der Hausfassade, Dreck auf dem Gehweg – bei hartnäckigem Schmutz ist der Gartenschlauch oft keine große Hilfe. Wer auf Chemie verzichten will, greift gern zum Hochdruckreiniger. Doch welche Geräte sind gut? Stiftung WarenTEST weiß mehr.

Er ist das Lieblingsputzgerät vieler Männer: Der Hochdruckreiniger. Damit lassen sich Gartenmöbel, Terrassenfliesen oder Fassaden im Nu von hartnäckigem Schmutz befreien.

Doch nicht alle Geräte halten, was sie versprechen. Die Stiftung Warentest hat aktuell 13 Hochdruckreiniger untersucht. Einige der Möchtegern-Kraftprotze schwächeln in der Praxis und versagen im Dauertest.  

"Kärchern" steht sogar im Duden als Verb für "mit dem Hochdruckreiniger reinigen". Doch hat der Marktführer wirklich die Nase vorn? Die Stiftung Warentest hat im aktuellen Test drei verschiedene Modelle von Kärcher mit dabei. Eins davon schnitt mangelhaft ab, weil es schon nach weniger als der Hälfte des Dauertestes schlapp machte.

Die anderen beiden bekamen das Urteil "gut". Insgesamt gab es diesmal vier "gute" Hochdruckreiniger:

Kärcher K 5 Premium (ca. 370 Euro)
Nilfisk E 160.1-10 H (ca. 405 Euro)
Kärcher K 4 Compact (ca. 214 Euro)
Globus-Baumarkt Primaster (ca. 249 Euro)

Laut Stiftung Warentest durchaus zu empfehlen ist auch der befriedigende Bosch Universal Aquatak 125 für 160 Euro. Spar-Tipp: Wer nur 1-2 Mal im Jahr einen Hochdruckreiniger braucht, sollte überlegen, sich den z.B. vom Baumarkt zu leihen. Das kostet ca. 25 -40 Euro am Tag.

Die beiden günstigsten Modelle im Test schnitten am schlechtesten ab. Beide versagten im Dauertest. "Mangelhaft" lautet daher das Urteil der Prüfer.

"Mangelhafte" Hochdruckreiniger:
Nilfisk C 110.7-5 PC (ca. 99 Euro)
Kärcher K 2 Full Control Home (ca. 112 Euro)

Wer schon mal mit einem Hochdruckreiniger gearbeitet hat, kennt das: Man reinigt mit dem Strahl z.B. den Terrassenboden und hinterher ist der Boden blitzeblank, aber dafür klebt der Dreck dann an der Hauswand.

Um das verhindern, gibt es spezielle Aufsätze, die entweder schon im Set dabei sind oder dazu gekauft werden können. Diese sogenannten Flächenreiniger verhindern, dass Dreckklumpen umher schleudern.

Bei den meisten Verschmutzungen reicht allein die Kraft des Wasserstrahls, um sie zu entfernen. Chemische Zusätze kann man sich meistens sparen. Höchstens wenn der Untergrund mit Fetten oder Ölen beschmutzt ist, kann ein tensidhaltiges Mittel hilfreich sein.

Damit der Reiniger möglichst lange hält, sollte man ihn im Winter möglichst frostfrei lagern. Im Herbst am besten komplett entleeren. Sonst sprengt das zu Eis gefrorene Wasser in der Pumpe den Reiniger.

Beitrag von Sina Krambeck