Zwei Aussteller schauen sich am 04.09.2019, dem ersten Medientag der Technik-Messe IFA, den Standaufbau an (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
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Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Service - Die neuen Technik-Trends auf der IFA

Schärfer, schneller, smarter: Auf der Internationalen Funkausstellung zeigen über 1800 Aussteller, was es Neues gibt auf dem Gebiet der Unterhaltungselektronik und der Haushaltsgeräte. Die Fernseher werden größer, ihr Bild schärfer sein. Endlich gibt es Endgeräte fürs schnelle 5G Internet. Und unser zu Hause wird noch ein Stück smarter, also intelligenter und vernetzter werden. Ein paar Trends stellen wir mit Multimedia Experten Sven Oswald vor.

Smart Home
Ist immer noch der Trend, vernetzte und sprachgesteuerte Geräte sollen uns das Leben leichter machen. Nicht nur Beleuchtung und Heizung, auch Trockner, Waschmaschine oder Ofen lassen sich mittlerweile über apps steuern. Google Nest und AVM sind zwei Systeme, mit denen sich das Smart Home steuern lässt. Google Nest hat ein Display und kann sprachgesteuert werden. AVM läuft über den FritzBox Anschluß. Nicht nur Haushaltsgeräte, auch das Thema Sicherheit spielt beim Smart Home eine Rolle, so gibt es z.B. auch einen Google Nest Rauchmelder, der Gefahr ans Smartphone meldet.

TV Neuheiten
Ein großes Thema auf der IFA sind natürlich Fernseher, die werden immer schärfer sie sind mittlerweile bei 4 K, einige sogar bei 8 K. Und sie werden  immer größer, damit entsteht ein Problem: das schwarze Loch im Wohnzimmer, wenn der Fernseher aus ist. Einige Hersteller haben sich dagegen etwas einfallen lassen und stellen ihre Innovationen auf der IFA vor.

Panasonic präsentiert den neuen Prototyp des transparenten OLED-Bildschirms. Im ausgeschalteten Zustand erscheint er wie eine Vitrine – aus Holz gefertigt mit einer eingelassenen Glasscheibe. Die Technik ist  geschickt im Holzrahmen verborgen.

LG hat einen ausrollbaren OLED Bildschirm entwickelt.   Der LG SIGNATURE OLED TV R 9 bietet voll ausgefahren mit 65 Zoll ein großformatiges Fernseherlebnis, danach verschwindet der Bildschirm komplett in seiner Basis. Im Line Modus kann der Benutzer Funktionen wie Uhr, Fotos oder Wetter wählen.

Das Wohnzimmer wird zur Kunstgalerie -   das ist die Idee von Samsungs The Frame. Ist der Fernsehmodus ausgeschaltet, verwandelt sich der QLED Bildschirm in ein digitales Kunstwerk. Per Fernbedienung schaltet man  um in den Art Modus. Dabei passt er Helligkeit und Farben des Motivs an das Umgebungslicht an, sodass ein realistischer Bildeindruck entsteht. Um Energie zu sparen, schaltet sich der Bildschirm mithilfe eines Bewegungssensors automatisch aus, wenn niemand mehr im Raum ist. Über 100 Kunstwerke sind beim Kauf von The Frame bereits enthalten. Es ist auch möglich, eigene Fotos und Bilder auf The Frame anzuzeigen.

Digitales Radio
Auch der Radioempfang wird zunehmend digital.  In Berlin und Brandenburg wurde bereits das analoge Radio abgeschaltet. Wie kann man Digitalradio empfangen?  Wenn man seine liebgewonnene Stereoanlage weiter nutzen will, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste: Man kauft einen externen digitalen Radiotuner, den gibt es ab 40,- EUR. Und den schließt man als externe Audioquellen an die Stereoanlage an. Eine andere Möglichkeit ist, den Fernseher als Radioempfänger zu nutzen. Denn jeder Fernseher, der digitales Kabelfernsehen empfängt, empfängt auch digitales Kabelradio. Oder man greift zur alten Antenne und empfängt Radio über UKW. Außerdem kann man Digitalradio auch über Smartspeaker empfangen. Und auf der IFA gibt es  viele neue digitale Radios, der Witz: oft im Retrostyle, drinnen aber Hightech.

Smarte Geräte für die Gesundheit
Auch das ist ein Thema: Smarte Geräte, die bei der Gesunderhaltung und Fitness unterstützen. Zum Beispiel der PC 100 PostureControl  von Beurer. Das ist ein Haltungscoach für eine bessere Rückengesundheit. Er wird  im Nackenbereich mittig am Kragen des Kleidungsstücks befestigt und lässt sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Mittels Körperscanning erfasst der Clip automatisch Mikrobewegungen, Aufrechtphasen, Positionswechsel und aktive Pausen. Bei zu langer eintöniger Sitzhaltung gibt der Sensor eine sanfte Vibration ab, die den Nutzer dazu auffordert, die Sitzposition zu verändern. Die Daten lassen sich mithilfe der kostenfreien „8sense“ App abrufen und auswerten.

Beitrag von Susanne Stein