Luftreiniger (Quelle: imago)
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Service - Gesund durchatmen: Luftreiniger im Test

Der Mensch atmet etwa 16.000 Liter Luft pro Tag ein. Sie enthält Stoffe, die bei Millionen Menschen zu Allergien oder Asthma führen können. Moderne Luftreiniger versprechen dagegen Hilfe. Wir haben Sie getestet.

16.000 Liter Luft atmet der Mensch pro Tag ein. Sie enthält Stoffe, die bei Millionen Menschen zu Allergien oder Asthma führen können. Moderne Luftreiniger versprechen dagegen Hilfe. Sie sollen feinste Partikel und Allergene aus der Luft filtern, darunter Tierhaare, Pollen, Hausstaub und Gerüche. Aber halten die Geräte, was sie versprechen? Die Stiftung Warentest hat sieben überprüft.

Problem 1: Pollen
Beim Lüften gelangen Pollen auch in die Wohnung - eine Qual für Betroffene. Für den Pollen-Test lassen die Prüfer eine genau definierte Menge an Pollen mit Druckluft verwirbeln und leiten sie in einer Versuchskammer ein. Mit gutem Ergebnis: Sechs von sieben Luftreinigern beseitigen innerhalb von zehn Minuten 90 Prozent aller Pollen oder mehr aus einem 16 Quadratmeter großen Raum.

Problem 2: Zigarettenrauch
Der Geruch von kaltem Rauch kann unangenehm sein. Auch bei diesem Problemversprechen Luftreiniger Abhilfe. In der Prüfkammer messen Sensoren, wie viel Rauch von kontrolliert abgebrannten Zigaretten im Raum verbleibt. Sind die Filter neu, kommen vier der sieben Geräte gut gegen den Rauch von 100 Zigaretten an. Gebrauchte Filter schaffen das nicht mehr.

Problem 3: Formaldehyd
Der Schadstoff kann aus Lacken oder Möbeln ausdampfen und gilt als krebserzeugend. Im Prüflabor wird er in kleinen Mengen verdampft. Die anschließenden Messungen zeigen: Gegen die Chemikalie können nur drei Luftreiniger etwas ausrichten, zwei Geräte versagen in diesem Test.

Problem 4: Tierhaare und andere Allergene
Manche Luftfilter versprechen auch umherwirbelnde Tierhaare oder Milbenstaub im Raum zu beseitigen. Die Stiftung Warentest hat diese Leistung nicht extra überprüft. Nach Meinung der Experten sind Luftreiniger hierfür nicht die richtige Lösung. Stattdessen sollte regelmäßig Staub gesaugt und gelüftet werden.

Fazit: Zwei Luftreiniger sind gut

Zwei Luftreiniger kann die Stiftung Warentest empfehlen: Der Luftreiniger von Philipps kann als einziger im Test auch mit gebrauchtem Filter noch Zigarettenrauch aus der Luft filtern, beim Beseitigen von Formaldehyd schneidet Soehnle besser ab. Das Gerät von Soehnle ist mit einem Anschaffungspreis von 249 Euro und Ersatzfiltern für 39 Euro zudem der
günstigste im Test.

Beitrag von Alena Hecker