Quelle: Colourbox
Quelle: Colourbox
Bild: Quelle: Colourbox

Service - Mobilfunk im Ausland: Der Kostencheck!

Auch im Urlaub telefonieren, Bilder verschicken, Filmchen schauen – das kann immer noch teuer werden: In der EU sind die Roaming-Gebühren zwar abgeschafft und auch Gespräche ins EU-Ausland seit kurzem gedeckelt, aber im Rest der Welt sind die Kosten teilweise sehr hoch – und je nach Tarif sowie Urlaubsland ganz unterschiedlich.

EU-Ausland:
Mit dem Handy zu telefonieren wurde für Urlauber innerhalb der EU zunehmend verbraucherfreundlich geregelt: Bereits 2017 wurden die Roaming-Gebühren abgeschafft, so dass jeder problemlos zum Beispiel  aus Spanien ohne Zusatzkosten seine Freunde in Deutschland anrufen oder in Griechenland per Handy online navigieren kann. Zum 15. Mai 2019 hat das EU-Parlament erwirkt, dass auch die Kosten für Telefonate von einem EU-Land in ein anderes gedeckelt sind: Eine Gesprächsminute im Mobilfunk und im Festnetz kostet jetzt höchstens 23 Cent, eine SMS maximal sieben Cent.

Reisen im Rest der Welt:
Schon ein Urlaub in der Schweiz oder der Türkei kann für Handynutzer teuer werden: Reisende sollten sich unbedingt über die genauen Kosten bei ihrem Handyvertrag informieren. So kann eine SMS aus der Türkei je nach Handyvertrag 19 oder 84 Cent kosten, ein Megabyte Datenvolumen in Marokko zwischen 99 Cent und mehr als 34 Euro! Prepaid-Kunden zahlen meist mehr als Kunden mit Laufzeitverträgen, in einigen Ländern sind sie außerdem für ausgehende Telefonate gesperrt.

Sonderregeln auf Schiffen:
Bereits vor der Küste von EU-Ländernkann es teuer werden, denn hier gelten die Regelungen für die EU nicht: Das Handy wählt sich meist automatisch ins stärkste Netz ein, das ist zum Beispiel bei einer Kreuzfahrt oder auf Fähren in der Regel ein teures Satellitennetz. Also an Bord am besten Flugmodus wählen, zumindest die automatische Netzwahl deaktivieren - oder: Handy aus und einfach mal Urlaub machen!

Tipps:
Wer in Hotels oder Urlaubscafés - oft sogar kostenloses - WLAN nutzen darf, kann dann natürlich Videos streamen, E-Mails bearbeiten und mit Messengerdiensten wie Whatsapp, Telegram oder Skype telefonieren. Aber Achtung: diese Netze sind oft ungesichert und daher gefährlich, besser keine sensiblen Daten austauschen und zum Beispiel auf Bankgeschäfteverzichten. Auch angenommene Anrufe oder eine Mailbox-Abfrage können teuer werden, da einige ausländische Mobilfunkanbieter schlagen hier sogar noch extra Verbindungsgebühren auf die eigentlichen Minutenpreise drauf.

Beitrag von Corinna Meyer