Ein Mann fährt mit einem Lastenrad auf dem Tempelhofer Feld in Berlin (Quelle: dpa/Fischer)
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Service - Die bringen was weg: Lastenfahrräder

Transport-Fahrräder gehören immer mehr zum Stadtbild. Kein Wunder, denn sie sind praktisch, umweltfreundlich und eine echte Alternative zum PKW. Selbst Unternehmen setzen immer mehr auf das Lastenrad statt aufs Auto. Im Sommergarten klären wir, für wen sich welches Lastenrad eignet, was sie kosten und wie sie sich fahren.

Kinder, Kisten, Einkaufskrempel – wer flexibel, ohne Parkplatzsuche oder Stauprobleme unterwegs sein möchte, nutzt zunehmend ein Lastenrad. Doch welches eignet sich für wen, was kosten und nutzen die Cargo-Räder? Michael Schönstedt und sein Team von Pedalpower in Berlin-Lichtenberg bauen schon seit 20 Jahren Lastenräder nach Wunsch – sie geben Tipps für Einsteiger und Vielradler.

Denn ein Lastenrad wird immer mehr eine Transport- und Reisemöglichkeit für alle: Gerade viele kleinere Betriebe liefern ihre Produkte inzwischen per Rad aus, manche Handwerker nutzen ein Lastenrad, weil die Parkplatzsuche entfällt und zum Beispiel ein Baumarbeiter auch damit direkt zu seinem Arbeitsort fahren kann.

Seit Juni liefern in einem Pankower Modellprojekt  fünf Zustelldienste ihre Pakete mit Lastenrädern aus; der ADFC verleiht seit Anfang dieses Jahres eine kleine Flotte von Lastenrädern –  kostenlos für bis zu drei Tage.

Tüftler bauen an superstabilen Lastenrädern, die 160 Kilogramm Ladung transportieren können. Ansonsten gibt es zwei Grund-Varianten: Einspurige Cargo-Bikes sind wendiger und schmaler. Bei zweispurigen heißt es: gern erst in Ruhe aufsteigen, dann losfahren. Diese Dreiräder erscheinen vielen sicherer und es passt mehr hinein. Sportlich oder geräumig – und vielleicht doch mit Akkuunterstützung?! Jeder Lastenradinteressierte sollte in Ruhe testen und entscheiden.

Ein Lastenrad kostet ab etwa 1500 Euro, mit Motor schon mehr als 2000 Euro. Anfang Juli startete eine Förderung für Lastenräder: Ein Drittel des Kaufpreises hat der Senat dazubezahlt, bis zu 1000 Euro pro Rad. Die insgesamt 200 000 Euro waren direkt am ersten Tag weg. Wenn Sie Interesse haben: Am 1. Januar schnell wieder einen Antrag stellen, 2019 gibt es vermutlich 500 000 Euro Fördergeld.

Beitrag von Corinna Meyer