Service - So pflegt man Parkett richtig

Parkett ist einer der beliebtesten und langlebigsten Bodenbeläge. Wir stellen Parkett-Trends vor und geben Tipps zum richtigen Verlegen und zur Pflege. Außerdem geben wir Hinweise für die richtige Auswahl - denn Tropenhölzer, die unter dubiosen Bedingungen gewonnen werden, sind inzwischen nur noch selten die beste Wahl.

Holz unter den Füßen – das wünschen sich viele Berliner und Brandenburger für ihr Zuhause. Und so ist Parkett einer der beliebtesten und langlebigsten Bodenbeläge. Doch nur, wenn es überlegt ausgewählt, richtig verlegt und gepflegt wird.

Zwischen 30 bis über 200 Euro pro Quadratmeter kostet ein Parkettfußboden – da sollte die Investition wohlüberlegt sein. Von gehobelt über gebürstet bis hin zu lackiert, die Auswahl ist riesig. Doch was zählt, ist nicht nur der Geschmack. Wer etwa eine Fußbodenheizung einbauen lassen möchte, sollte sich statt für Massivholz, lieber für Mehrschichtparkett entscheiden. Denn Holz arbeitet, bei starken Temperaturunterschieden kann es sich wölben oder es entstehen Fugen. Die obere sogenannte Nutzschicht beträgt meist um die vier Millimeter. Das bedeutet, der Fußboden kann zwei Mal abgeschliffen werden. Etwa alle 15 Jahre, je nach Abnutzung, wird das Schleifen fällig. Ein solches Parkett hat also eine Lebensdauer von rund 45 Jahren.

Hart, härter, Eiche
Doch nicht nur die Dicke der Nutzschicht ist entscheidend für die Haltbarkeit, auch die Art des Holzes an sich. Fichte und Kiefer sind weiche Hölzer, Kirsche und Ahorn liegen im Mittelfeld, Eiche ist unter den einheimischen Hölzern eins der härtesten und demnach besonders beliebt. Angegeben wird die sogenannte Brinellhärte. Dabei wird eine Metallkugel durch ein Rohr auf das Holz fallen gelassen – die entstandene Delle wird gemessen und ergibt die Brinellhärte in Newton pro Quadratmillimeter.

Wer Parkett selbst verlegen will, wird das meist schwimmend tun, das heißt, die Bretter werden lose auf eine Dämmschicht aufgebracht. Der Vorteil: Zieht man um, kann man sein Parkett mitnehmen. Allerdings sitzt der Fußboden bei dieser Variante nicht ganz so perfekt. Profis verkleben deshalb in der Regel, das heißt, die Bretter werden auf den Estrich geklebt. Wichtig ist dabei aber, absolut genau zu arbeiten. Dafür hält der Boden aber auch bombenfest.

Pflege ist das A und O
Je besser die Pflege, desto langlebiger das Parkett. Zuerst staubsaugen, dann mit einem Intensivreiniger nicht zu nass wischen. Mindestens 24 Stunden trocknen lassen, damit sich die Holzfasern aufstellen. Diese dann abschleifen. Zum Schluss ölen, am besten mit einem Pflegeöl des Parkett-Herstellers. Kleinere Schäden lassen sich selbst reparieren. Tipp: Mit einer Walnuss über kleinere Kratzer reiben, sie sind dann kaum mehr zu sehen. Im Handel gibt es außerdem verschiedene Produkte, um kleine Dellen und größere Kratzer zu reparieren. Geeignet sind vor allem Harze, die erhitzt und dann in das Loch gefüllt werden.

Beitrag von Christine Knospe