Dani Levy (Quelle: imago images/Future Image)
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Zu Gast - Regisseur Dani Levy bei zibb

Der Regisseur Dani Levy liebt Experimente: Einen Tatort hat er ohne Schnitte in einer einzigen Kamerafahrt gedreht. Auch in seiner neuen Komödie "Die Känguru-Chroniken" hat er wieder alles anders gemacht.

Der Schweizer Filmemacher Dani Levy kam vor 40 Jahren nach Berlin und begann, Filme zu drehen. Sein erster Kinofilm "Du mich auch" wurde ein Überraschungserfolg.

1991 entstand "I was on Mars“. In der Hauptrolle Maria Schrader, seine damalige Lebenspartnerin. 1996 schaffte es Levy mit "Stille Nacht" in den Wettbewerb der Berlinale.

Levy erzählt am liebsten von dem, was ihn beschäftigt, worüber er nachdenkt, von dem was ihn ausmacht. Dazu gehören auch seine jüdischen Wurzeln.

Mit "Alles auf Zucker" gelang ihm 2005 die erste deutsch-jüdische Filmkomödie. Der Film gewann den deutschen Filmpreis. Es folgten die Hitler-Parodie "Mein Führer" mit Helge Schneider und immer wieder Arbeiten fürs Fernsehen. 2019 dann die Komödie "Der Liebling des Himmels" mit Mario Adorf und Axel Milberg.

Außerdem ist Levy Filmproduzent: er ist einer der vier Gründer von X-Filme. Wenn in den vergangenen 25 Jahren deutsche Filme ein großes Publikum begeisterten, dann hatten die X-Filmer ziemlich häufig damit zu tun, wie zum Beispiel bei "Lola rennt" oder auch "Babylon Berlin".

Der 63-jährige Levy lebt mit Frau und zwei Kindern in Schöneberg. Jetzt hat er eine neue Komödie gedreht: "Die Känguru-Chroniken" nach den Büchern von Marc-Uwe Kling.

Beitrag von Christine Wiedergrün & Peter Schloegl