Kontraste Archiv

  • Zeiten zurücksetzen
    Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
    rbb/Claudius Pflug

    - Kontraste vom 16.07.2020

    Urlaub in Corona-Zeiten: Feiern, als ob es keinen Virus gäbe? +++ Corona-Langzeitfolgen: Genesen heißt nicht gesund +++ Viel Geld für neue Intensivbetten: Doch wo sind sie? +++ Moderation: Eva-Maria Lemke
     
     

    Bulgarien: Schaumparty am Goldstrand. Foto: Kontraste
    Kontraste

    Urlaub in Corona-Zeiten - Feiern, als ob es keinen Virus gäbe?

    Kontraste-Reporter waren am vergangenen Wochenende in vielen Urlaubsorten in Europa unterwegs – sie wollten wissen: wie klappt Urlaub in Zeiten der Pandemie? Im Corona-Hotspot Ischgl trafen sie auf Tourismus-Manager, die nicht über Verantwortung reden wollen und jetzt mit 100 Prozent sorgenfreiem Urlaub und kostenlosen Corona-Tests werben. Sie trafen Abiturienten, die am Goldstrand in Bulgarien sorglos feiern, als gäbe es kein Corona, Briten, die in Brighton am vollen Strand nur Sorgen um ihre Jobs haben und türkische Hotelmanager, die sich über die deutsche Reisewarnung ärgern. An der deutschen Ostseeküste hingegen ist alles durchorganisiert – doch wo bleibt die Erholung, wenn der ganze Tag durch Zeitfenster zum Baden und Essen bestimmt wird?

    Covid-19-Patientin. Foto: Kontraste
    Kontraste

    Corona-Langzeitfolgen - Genesen heißt nicht gesund

    Gedächtnis- und Sprechstörungen, Lähmungen, Lungen-, Herz- und Nierenschäden – wer eine Covid-19 Erkrankung hinter sich hat, muss vielleicht lebenslang mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen. Kontraste-Reporter haben Genesene getroffen, die trotzdem nicht gesund sind. In der Reha konnten sie den zähen Kampf zurück ins Leben beobachten und mit führenden Forschern über die neuesten Erkenntnisse zum COVID-19-Virus sprechen.

    Bild: Kontraste
    Kontraste

    Kampf gegen Corona - Viel Geld für neue Intensivbetten: Doch wo sind sie?

    Milliarden hat der Bund im Zuge der Coronakrise bisher an Kliniken überwiesen. Doch nach Kontraste-Recherchen fehlt es an Kontrolle und Transparenz. Laut einem internen Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums fehlen etwa 7.300 Intensivbetten, für die der Bund bereits rund 360 Millionen Euro bezahlt hat. Wurden hier Intensivbetten abgerechnet, die es gar nicht gibt? Auch die Auszahlung der Corona-Tagespauschale für jedes freie Krankenhausbett, bleibt bisher eine Blackbox. So wurden bis Ende Juni - trotz ausbleibender Corona-Fälle Gelder quasi mit der Gießkanne ausgegossen - insgesamt 6,3 Milliarden Euro. In den Genuss des Geldsegens kommt so auch eine Klinik, die sowieso geschlossen wird und offenbar keine Patienten mehr versorgen kann.