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    Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
    rbb/Claudius Pflug

    - Kontraste vom 14.10.2021

    +++ Die CDU nach Laschets Niederlage - Quo vadis? +++ Strom, Sprit und Gas - droht uns eine Energiepreiskrise? +++ "Berliner Erpressung" - wie das Auswärtige Amt Familiennachzug erschwert +++ Moderation: Eva-Maria Lemke +++

    Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Foto: dpa / Michael Kappeler
    dpa / Michael Kappeler

    Quo vadis? - Die CDU nach Laschets Niederlage

    Nach ihrem Wahldebakel ist die CDU zutiefst verunsichert. Und auch wenn es noch eine kleine Jamaika-Chance für Laschet gibt: bei den Christdemokraten ist der Kampf um seine Nachfolge und den künftigen Kurs in vollem Gange. Spahn, Merz, Röttgen, Brinkhaus – sie alle bringen sich in Stellung. Doch wohin steuert die CDU? Braucht sie einen Sebastian Kurz, muss sie konservativer werden oder doch eher progressiver? Kontraste-Reporter haben sich an der Basis umgehört, scheidende Mandatsträger begleitet und mit Beobachtern, Funktionären und Parteigranden gesprochen – entstanden ist das Bild einer Volkspartei im Umbruch, deren Zukunft sich jetzt entscheidet.

    Topf wird auf einem Gasherd erhitzt, Foto: imago images / Rainer Weisflog
    imago images / Rainer Weisflog

    Strom, Sprit und Gas - Droht uns eine Energiepreiskrise?

    Fünf Euro kostete eine Megawattstunde Erdgas vor einem Jahr im Großhandel – inzwischen liegt der Preis bei rund 80 Euro. Ein Fass Erdöl kostet so viel wie seit sieben Jahren nicht mehr und der Strompreis dürfte schon bald von 32 auf 37 Cent pro Kilowattstunde steigen. Klar ist: Verbraucher und Wirtschaft müssen sich auf stark steigende Kosten im Winter einstellen. Doch warum ist das so? Und ist in ein paar Monaten schon wieder alles vorbei oder steht uns eine Epoche der hohen Energiepreise bevor? Und was bedeuten die hohen Preise für unser Land? Kontraste-Reporter haben sich auf Spurensuche begeben, sie haben mit Experten gesprochen, Verbraucherinnen getroffen und sich von einem Insolvenzverwalter einen Industriebetrieb zeigen lassen, der vor den Gaspreisen kapitulieren musste.

    Bundesadler und Schriftzug "Auswärtiges Amt" an einem Zugang zum deutschen Außenministerium, aufgenommen am 09.04.2020. (Quelle: dpa/Matthias Tödt)
    dpa/Matthias Tödt

    "Berliner Erpressung" - Wie das Auswärtige Amt Familiennachzug erschwert

    Wer als Asylberechtigter in Deutschland lebt hat unter bestimmten Bedingungen Anrecht auch Familiennachzug, so auch Tesfay Haile aus Eritrea. Doch es dauerte allein 2 Jahre, bis seine Familie einen Termin in der deutschen Botschaft bekommt und dann ein weiteres Jahr bis der Antrag der Familie abgelehnt wird. Erst als Tesfay Haile das Auswärtige Amt verklagt bietet man das Visum an – wenn er die Klage zurückzieht und damit sämtliche Kosten trägt. Bei rund 95 Prozent der fast 6000 Familien, die sich seit 2007 auf juristischem Wege das Recht auf Familienzusammenführung erstritten haben verlief es so oder ähnlich - das belegt eine interne Statistik des Auswärtigen Amts, die Kontraste, Ippen Investigativ und FragDenStaat vorliegt. Der sogenannte "Berliner Vergleich" wird von beteiligten Anwälten auch "Berliner Erpressung" genannt. Der Vorwurf: Geflüchtete werden unter Druck gesetzt, während das Auswärtige Amt damit Kosten spart und juristische Niederlagen vermeidet, die Präzedenzwirkung haben könnten.