Kontraste vom 04.08.2022

Kontraste vom 04.08.2022

+++ Wie gut ist Deutschland auf den Corona-Herbst vorbereitet? +++ Putins Diktatur: Das imperialistische Weltbild des Kremls +++ Prügel und Willkür – Opfer des SED-Regimes werden im Stich gelassen +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

Beitrag vom 04.08.2022

Kampf gegen die Pandemie - Wie gut ist Deutschland auf den Corona-Herbst vorbereitet?

Immer mehr Corona-Patienten, die Krankenhäuser sind wieder einmal überlastet und das Personal wird knapp. Hinzu kommt: Experten befürchten, dass bald eine neue Coronavirus-Variante grassieren könnte, die ansteckender und womöglich gefährlicher ist. Nun hat die Bundesregierung ein neues Infektionsschutzgesetz vorgelegt, das das Land auf den Corona-Herbst und Winter vorbereiten soll. Es ist ein Kompromiss zwischen „Team Vorsicht“ und „Team Freiheit“. Reichen diese Maßnahmen aus? Oder schlittern wir wieder einmal ungebremst ins Ungewisse?

Weitere Beiträge vom 04.08.2022

Putins Diktatur - Das imperialistische Weltbild des Kremls

Unter Putins Regime führt Russland seit Monaten einen erbarmungslosen Krieg gegen die Ukraine und sendet dabei regelmäßig Allmachtsphantasien und Drohgebärden gen Westen. Doch welche Ideologie steckt hinter Putins Herrschaft und seinem Angriffskrieg? Kann man gar von einem russischen Faschismus sprechen, wie es etwa die Historikerin Anne Applebaum macht? Jedenfalls beruft sich Putin selbst bei seinem Handeln auf den faschistischen Denker und Philosophen Iwan Iljin. Und das russische Staatsfernsehen verbreitet offen Vernichtungsphantasien, nicht nur gegen die Ukraine, sondern den Westen und dessen liberale Werte. Zudem verbreiten prominente Politiker wüste Verschwörungserzählungen, wonach das russische Imperium einst große Teile der Welt beherrschte, der Westen diese glorreiche Vergangenheit aber aus den Geschichtsbüchern gestrichen habe. Das Ziel: ein eurasischer Großraum unter russischer Führung?

Prügel und Willkür - Opfer des SED-Regimes werden im Stich gelassen

Ralf Weber leidet bis heute unter den körperlichen und psychischen Folgen der DDR-Willkür: Er durchlief neun Kinder- und Spezialkinderheime, wo er gequält und vernachlässigt wurde. Als Jugendlicher musste er in einem der berüchtigten Jugendwerkhöfe schuften, wo Heranwachsende zu sogenannten „sozialistischen Persönlichkeiten“ umerzogen werden sollten. Trotz allem verweigern ihm die Behörden bis heute eine angemessene Entschädigung. Auch über 30 Jahre nach dem Ende der DDR kämpft er um die Anerkennung seiner gesundheitlichen Schäden und einen Rentenausgleich für die Zwangsarbeit. Wie er müssen sich tausende Opfer mit den Behörden regelrechte Abwehrschlachten liefern. Seit Jahren verspricht die Politik Besserung, doch auch die neue Bundesregierung sieht nach Kontraste-Recherchen keinen Handlungsbedarf.

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Kontraste Archiv (Quelle: rbb)
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Über den Tag hinaus

Ausgewählte Beiträge des ARD-Politikmagazins Kontraste mit zeitgeschichtlicher Bedeutung.

Kontraste Archiv

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
    rbb/Claudius Pflug

    Kontraste vom 07.07.2022

    +++ Deutschland vor dem Gas-Notstand +++ Fake-Klitschko: Videos im Auftrag des Kreml? +++ Stopp Ramstein: Fragwürdiges Friedensbündnis +++ Moderation: Eva-Maria Lemke +++

    Symbolbild: Steigende Energiekosten für Gas, Foto: colourbox
    colourbox

    Spar-Appelle an Privathaushalte - Deutschland vor dem Gas-Notstand

    Putin dreht den Gashahn ab – und Deutschland droht ein harter Winter. Darauf schwört uns Wirtschaftsminister Habeck seit Wochen ein. Nach Berechnungen der Bundesnetzagentur könnten schon Anfang nächsten Jahres die Gasspeicher komplett leer laufen. Dann müsste Gas rationiert werden. Für ganze Branchen wie die chemische Industrie drohen Produktionsausfälle und der Zusammenbruch von Lieferketten – mit dramatischen Folgen für die deutsche Volkswirtschaft. Einsparungen im privaten Bereich könnten das zumindest dämpfen. Bislang aber scheut die Bundesregierung davor zurück, die Haushalte in die Pflicht zu nehmen und zu verordnen, wer wann wie heiß duschen oder heizen darf. Sie setzt stattdessen auf Appelle und eine Aufklärungskampagne, die bislang kaum wahrgenommen wird.

    Ein von der Senatskanzlei in Berlin zur Verfügung gestelltes Foto zeigt das Fake Videotelefonat zwischen einem vorgeblichen Vitali Klitschko mit Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD); Quelle: icture alliance/dpa/Senatskanzlei Berlin
    icture alliance/dpa/Senatskanzlei Berlin

    Fake-Klitschko - Videos im Auftrag des Kreml?

    Seit Kontraste aufgedeckt hat, dass ein russisches Comedy-Duo für die Fake-Klitschko-Anrufe bei europäischen Politikern verantwortlich ist, geht es um die Frage: Wer steckt wirklich dahinter? Die Aktionen richteten sich vermehrt gegen Personen, die Russland kritisieren. Berlins Regierende Bürgermeisterin etwa, die auch auf das Duo reinfiel, spricht dementsprechend von 2moderner Kriegsführung" gegen Partner der Ukraine. Klar ist: Auch wenn sich die Komiker "Vovan" und "Lexus" seit Jahren als harmlose Spaßvögel verkaufen, sind ihre falschen Video-Anrufe stets im Sinne von Putins Propaganda. Dass sie von einem staatlichen Akteur finanziert werden, haben sie bislang immer bestritten. Im Kontraste-Interview geben sie nun erstmals zu, wer sie finanziert.

    Mann mit Weste "Stopp Ramstein" auf Fahrraddemo Friedenscamp Ramstein 2022 (Bild: MAGO / U. J. Alexander)
    MAGO / U. J. Alexander

    Stopp Ramstein - Fragwürdiges Friedensbündnis

    Bei der Friedensbewegung denkt man eigentlich an linksorientiere Menschen, die mit weißen Tauben auf blauen Fahnen demonstrieren. Doch seit Putin die Ukraine angegriffen hat, gerät die Bewegung zunehmend ins Wanken. Während manche Pazifisten inzwischen sogar für das Recht auf bewaffneten Widerstand der Ukrainer plädieren, radikalisieren sich andere Teile der Bewegung. Diese schmieden fragwürdige Allianzen mit Putin-Freunden, Querdenkern und Rechtsradikalen. Auf dem jährlichen Treffen beim Luftwaffenstützpunkt der NATO in Ramstein kamen sie kürzlich zusammen, um gegen die USA zu demonstrieren – der in ihren Augen "eigentliche Aggressor" in diesem Krieg.

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
    rbb/Claudius Pflug

    Kontraste vom 16.06.2022

    Exklusiv: Unterwegs mit ukrainischen Ermittlern +++ Tankrabatt - wie die Bundesregierung ihre eigenen Klimaziele torpediert +++ Alles auf Abstand – wie die Länder die Energiewende ausbremsen +++ Arme Quartiere: Der Wohnort entscheidet über das Leben +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Ein Mann zeigt Ermittlern ein Grab mit zivilen Opfern des Krieges in der Nähe von Charkiw. Bild: SERGEY BOBOK/AFP
    AFP

    Exklusiv - Unterwegs mit ukrainischen Ermittlern

    Seit Wochen ermitteln Beamte der ukrainischen Nationalpolizei zu zahlreichen Kriegsverbrechen in den ehemals besetzten Gebieten nördlich von Kyjiw. Zerstörte Wohnhäuser, Folter, Mord und Vergewaltigungen – vielerorts offenbart sich den Ermittlern ein Bild des Grauens. Kontraste begleitete die Polizisten bei ihren Ermittlungen in einem Wohnkomplex in Irpin - zwei Tage bevor Bundeskanzler Scholz sich nun genau dort erstmals ein Bild der Lage gemacht hat. Irpin ist so wie Butscha und Borodjanka zum Symbol der Gräueltaten und Kriegsverbrechen geworden.

    Ein Mann betankt an einer Tankstelle sein Auto. Bild: Daniel Reinhardt/dpa
    dpa

    Tankrabatt - Wie die Bundesregierung ihre eigenen Klimaziele torpediert

    Trotz heftiger Kritik bleibt Finanzminister Lindner dabei: Der Tankrabatt ist eine gute Sache. Doch selbst sein Kabinettskollege Habeck will nun das Kartellamt mit „Klauen und Zähnen“ ausstatten, weil er davon ausgeht, dass die Konzerne Milliardenprofite auf Kosten der Verbraucher einstreichen. Bei diesem Streit wird kaum beachtet, dass der Tankrabatt ein fatales klimapolitisches Signal setzt: Er senkt die Preise und das führt zu mehr Nachfrage. Bereits jetzt berichten Tankstellenbetreiber von satten Umsatzzuwächsen. Die Folge: mehr CO2-Verbrauch. Damit führt die Bundesregierung ihre eigenen Klimaziele ad absurdum.

    Bau einer Windkraftanlage. Bild: Jochen Tack via www.imago-images
    www.imago-images.de

    Alles auf Abstand - Wie die Länder die Energiewende ausbremsen

    Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. So hat es noch die alte Bundesregierung beschlossen. Damit das gelingen kann, braucht es einen schnellen und massiven Ausbau der Windkraft: 2 Prozent der Bundesfläche müssten künftig für Windräder zur Verfügung stehen, heute sind es gerade einmal 0,5 Prozent. Doch viele Länder halten an starren Abstandsregeln zur Wohnbebauung fest oder setzen diese sogar neu in Kraft – so wie Sachsen. Eigentlich hatte die Ampel-Koalition vor, solche starren Abstandsregeln zur Wohnbebauung ganz abzuschaffen – doch die FDP verhindert das bislang. Streit ist programmiert – und weitere wertvolle Zeit droht verloren zu gehen.

    Bild: rbb/Kontraste
    rbb/Kontraste

    Arme Quartiere - Der Wohnort entscheidet über das Leben

    65 Prozent arme Kinder in einem Wohnviertel – in der Berliner Rollbergesiedlung (Reinickendorf) ist das seit Jahren Realität. Experten sprechen von einem "gekippten Quartier". Es sind einfach zu viele Kinder mit Sprach- und Lerndefiziten, die Lehrer an den Schulen können das nicht mehr auffangen. Die Politik könnte gegensteuern, doch in der Hauptstadt wurde zu lange zugesehen, wie dieses und andere Viertel abgestürzt sind. Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick ins hessische Offenbach. Dort wurde viel Geld in soziale Projekte investiert – und auf teure Theater oder Opernhäuser verzichtet.

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
    rbb/Claudius Pflug

    Kontraste vom 19.05.2022

    +++ Gefährliche Homöopathie und die Rolle der Apotheker +++ Orban, die Konrad-Adenauer-Stiftung und rechte Netzwerke +++ Kriegsverbrechen - Putin auf der Anklagebank? +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Apotheken-Schild. Bild: Christoph Hardt/Geisler-Fotopres
    Geisler-Fotopress

    Gesundheit - Gefährliche Homöopathie und die Rolle der Apotheker

    Gute Beratung und wirksame Produkte - das erwarten Kunden von ihrer Apotheke. Doch verdeckte Kontraste-Recherchen zeigen: sogar bei schweren Erkrankungen wie Corona oder Krebs raten manche Apotheken zu unwirksamen homöopathischen Produkten. Das ist kein Zufall: in Fortbildungsseminaren der Apothekerkammern wird die längst als unwissenschaftlich entlarvte Homöopathie angepriesen.

    Ermittlungen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen. Bild: SERGEI SUPINSKY/AFP
    AFP

    Kriegsverbrechen - Putin auf der Anklagebank?

    Die Hinweise auf Kriegsverbrechen durch russische Truppen in der Ukraine reißen nicht ab: Opfer und Behörden berichten Kontraste über Vergewaltigungen, willkürliche Erschießungen, Misshandlungen und Deportationen in sogenannten Filtrationscamps. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft ermittelt mittlerweile in mehr als 10.000 Fällen wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen, auch der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat ein Verfahren eröffnet. Expertinnen und Experten sind überzeugt: Angesichts des systematischen Charakters der Verbrechen könnte auch Russlands Oberbefehlshaber und Präsident Wladimir Putin auf der Anklagebank landen.

    Victor Orban, Premierminister Ungarn. Bild: Beata Zawrzel/NurPhoto
    NurPhoto

    Mathias Corvinus Collegium - Orban, die Konrad-Adenauer-Stiftung und rechte Netzwerke

    Die Ausbildung einer patriotischen Elite: das ist das Ziel des Mathias Corvinus Collegiums in Budapest. Das Bildungsinstitut soll über ein Milliardenvermögen zum Teil aus ungarischen Staatsgeldern verfügen und unterstützt damit eine Konferenz christlicher Nationalisten aus aller Welt in Brüssel. Ist diese Eliteschmiede eher Propaganda- statt Denkfabrik? Kontraste-Recherchen zeigen: Das Institut arbeitet eng mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zusammen.

  • Olga und ihr Sohn (Bild: rbb/ Kontraste)
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    Plötzlich Krieg - Das Schicksal einer ukrainischen Familie

    Es ist die größte Fluchtbewegung seit Ende des Zweiten Weltkriegs: Zehn Millionen Menschen suchen Schutz vor Putins Bomben. So wie der neunjährige Sascha und seine Mutter Olga. Während der Vater in der umkämpften Ukraine bleiben muss, sind sie erstmal in Sicherheit – haben eine Wohnung in Leipzig bekommen. Doch wie ist es, von heute auf morgen Flüchtling zu sein? Und wie verkraftet ein Kind die Schrecken des Krieges?

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
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    Kontraste vom 31.03.2022

    +++ Querdenker für Putin +++ Deutschland bremst EU-Sanktionen aus +++ Gefangen in Afghanistan +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Rettungskräfte in den Trümmern. Bild: rbb/Kontraste
    rbb/Kontraste

    Verschwörungstheorien in Deutschland - Querdenker für Putin

    Putin wolle in der Ukraine nur Biowaffen-Labore zerstören. Und die Bilder von toten Zivilisten seien von westlichen Geheimdiensten manipuliert. Es sind krude Verschwörungsideologen und Falschinformationen, die sich in der Querdenker-Szene breit machen. Auf Demonstrationen werden nun russische Fahnen geschwenkt. Eine Begeisterung für Russland, die bereits 2014 mit dem Ukraine-Konflikt und den so genannten „Mahnwachen für den Frieden“ begann. Ein Bündnis, dem sich auch Antisemiten und Rechtsextreme anschlossen. Viele Akteure, die heute im Querdenker-Milieu eine Rolle spielen, mischten damals schon mit – etwa Jürgen Elsässer, rechtsradikaler Vordenker und Chefredakteur des „Compact“-Magazins. Welche Rolle spielt dabei russische Desinformation?

    Videoansprache des Praesidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj im Vorfeld der 21. Sitzung des Deutschen Bundestag in Berlin. Bild: Jens Krick/Flashpic
    Flashpic

    Öl, Gas und andere Rohstoffe - Deutschland bremst EU-Sanktionen aus

    Schon vor Kriegsbeginn hatte die Ampel angekündigt: Deutschland sei bereit, einen hohen Preis zu zahlen für scharfe Wirtschafts-Sanktionen gegen Russland. Tatsächlich aber bremst die Bundesregierung derzeit andere EU-Länder aus, nicht nur was ein mögliches Embargo von Öl und Gas aus Russland angeht. Nach Kontraste-Recherchen hat die Bundesregierung aktiv verhindert, dass die EU Sanktionen gegen zahlreiche Metalle erlässt, die aus Russland importiert und die vor allem von der deutschen Auto-Industrie benötigt werden. So rollt der Rubel weiter, während die Ukraine buchstäblich ums Überleben kämpft.

    Frauen mit Burka in der afghanischen Ortschaft Balkh bei Mazar-i-Sharif. Bild: MOHD RASFAN/AFP
    AFP

    Situation der Frauen - Gefangen in Afghanistan

    „Bitte vergesst uns nicht“, „Bitte rettet uns“ – solche Sprachnachrichten bekommt die Journalistin Natalie Amiri tagtäglich von Mädchen aus Afghanistan. Sie richten sich auch an die deutsche Bundesregierung, die versprochen hatte, so viele Menschen wie möglich rauszuholen. Seit vielen Monaten versucht Amiri Frauen bei ihrer Flucht nach Deutschland zu unterstützen. Auch die zwei Schwestern Zahra und Manizha Abbasi: Zahra darf nicht mehr zur Schule gehen, Manizha – eine bekannte TV-Moderatorin – nicht mehr arbeiten. Sie beide haben Angst vor den Taliban, vor Zwangsheirat und Vergewaltigung. Seitdem der Westen ihre Heimat im Stich gelassen hat, ist ihr Leben ein Albtraum. Die neuen Machthaber treten die Rechte von Frauen immer mehr mit Füßen. Im Schatten des Krieges in der Ukraine setzen sie ihr strenges Regime rigoros durch.

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
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    Kontraste vom 10.03.2022

    Die Schrecken des Krieges +++ Putins Panzer-Produzent – Warum sanktioniert die EU nicht Oleg Deripaska? +++ AfD-Abgeordneter Schmidt – Putins Propagandist im Bundestag +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Rettungskräfte durchsuchen die Trümmer in einem Gebäude. Bild: Kontraste
    Kontraste

    Angriff auf die Ukraine - Die Schrecken des Krieges

    Sie hängen sich an Panzer oder stellen sich russischen Soldaten in den Weg. Es sind Helden-Bilder, die um die Welt gehen und den Mut der Ukrainer zeigen. Der 29-jährige Journalist Yurii etwa sitzt nun mit seinen Kameraden im Schützengraben. Die Großmutter Elena harrt in der stark zerstörten Stadt Charkiw im Bunker aus - oben schlagen die Bomben ein. Und während die einen verzweifelt um ihre Heimat kämpfen, suchen andere verzweifelt den Weg raus aus der Kriegshölle. Vor allem Müttern mit Kindern quetschen sich in die letzten Züge und lassen ihre Männer im Krieg zurück. Kontraste-ReporterInnen haben Menschen in der Ukraine gesprochen und andere auf der letzten Etappe ihrer Flucht begleitet. Eine Reportage zwischen Mut, Kriegsverbrechen und einer humanitären Katastrophe.

    Oleg Deripaska. Bild: Andrei Samsonov/TASS
    TASS

    Putins Panzer-Produzent - Warum sanktioniert die EU nicht Oleg Deripaska?

    Mit aller Härte will die Europäische Union nun gegen den Kreml nahestehende, russische Oligarchen vorgehen. Ihre teuren Yachten, Villen und Vermögen sollen eingefroren werden. Doch in der Praxis erweist sich das als schwierig, weil die Eigentumsverhältnisse oft hinter verschachtelten Firmenkonstrukten versteckt sind. Der gewünschte Druck auf Putins Oligarchenriege droht zu verpuffen. Hinzu kommt: So manchen zentralen Akteur sucht man auf der Sanktionsliste vergeblich. Mit Oleg Deripaska fehlt ausgerechnet ein Milliardär, der bestens im Kreml vernetzt ist und dessen Unternehmen Teil der russischen Kriegsmaschinerie ist.

    Eugen Schmidt, AfD-Bundestagsabgeordneter, spricht bei der Sitzung des Bundestags zu den Abgeordneten.. Bild: Kay Nietfeld/dpa
    dpa

    AfD-Abgeordneter Schmidt - Putins Propagandist im Bundestag

    Der AfD-Bundestagsabgeordnete Eugen Schmidt wettert seit Tagen öffentlich gegen die Russland-Sanktionen. Doch dass er sich mitten in dem brutalen Krieg ganz persönlich in die Propaganda-Schlacht Putins einbinden lässt, ist bislang unbekannt. So gibt er nach Kontraste-Recherchen russischen Propaganda-Medien Interviews, in denen er über Deutschland unter anderem behauptet: Es gebe hier gar keine Demokratie und andere Meinungen würden durch die „regierende Elite“ in Medien, im Internet und sogar durch körperliche Gewalt unterdrückt. Es sind Aussagen, die der Putin-Propaganda wertvolles Futter liefern.

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
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    Kontraste vom 17.02.2022

    +++ Ukraine-Krise: Zwischen Blutbad und Truppenabzug +++ Vergewaltigungs-Skandal: Neue Vorwürfe gegen Klinik-Leitung +++ Das Bauministerium – Ein zahnloser Tiger +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    A military instructor teaches civilians holding wooden replicas of Kalashnikov rifles, as they take part in a training session at an abandoned factory in the Ukrainian capital of Kyiv on February 6, 2022. Bild: SERGEI SUPINSKY/AFP
    AFP

    Ukraine-Krise - Zwischen Blutbad und Truppenabzug

    Putins Truppen könnten jederzeit losschlagen – oder sich doch zurückziehen. Mit diesem Machtspiel zwingt der russische Präsident die ukrainische Bevölkerung seit Wochen in eine Habacht-Stellung. Und während der Westen seine Bürger auffordert, das Land zu verlassen, müssen die Ukrainer sich im Ernstfall selbst verteidigen. Mit Holz- und Plastikgewehren bereiten sich Banker, Models und Hausfrauen auf den nächsten Krieg vor. Der Ex-Boxweltmeister und Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko trainiert regelmäßig an echten Waffen. Im Kontraste-Interview befürchtet Klitschko ein Blutbad und fordert mehr politischen Druck von Deutschland gegenüber Putin. Kontraste-Reporter waren in der Ukraine unterwegs. Eine Reportage aus einem Land, das sich seit Jahren im Krieg befindet.

    Hauptverwaltung, Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Königsweg, Bielefeld, Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Bild: Bildagentur-online/Schoening
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    Vergewaltigungs-Skandal - Neue Vorwürfe gegen Klinik-Leitung

    Es ist eine der größten Vergewaltigungsserien Deutschlands: An einer Bielefelder Klinik konnte ein Assistenzarzt über mindestens zwei Jahre mehr als 30 Frauen betäuben und vergewaltigen. Nachdem er sich in der U-Haft das Leben nimmt, werden die Ermittlungen eingestellt. Und die Ermittler entscheiden: Die Frauen werden nicht informiert, als Zeuginnen fallen sie somit aus. Bis heute ist unklar: Wurden Hinweise von Patientinnen ernst genug genommen? Wie viel wusste die Klinik? Und: Hätte der Vergewaltiger früher gestoppt werden können? Wohl auch deshalb greift das NRW-Justizministerium nach einem Kontraste-Bericht zu einem ungewöhnlichen Mittel. Es weist eine andere Staatsanwaltschaft an, die Akten wieder zu öffnen. Inzwischen wissen viele weitere Frauen, dass sie vergewaltigt wurden. Im Gespräch mit Kontraste erheben einige von ihnen schwere Vorwürfe gegenüber der Klinik. Die Kontraste-Recherchen zeigen: Manche dieser Taten hätten wohl verhindert werden können, wenn man Hinweisen frühzeitig nachgegangen wäre.

    Kräne auf einer Baustelle. Bild: Harald Schneider/www.picturedesk.com
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    Das Bauministerium - Ein zahnloser Tiger

    Ein Motto der neuen Bundesregierung: bauen, bauen, bauen. Das zumindest verspricht Scholz' neue Bauministerin Klara Geywitz. Sie muss eines der drängendsten Probleme der Zeit angehen: Wohnungsmangel und immer weiter steigende Mieten. Das Problem: Sie will viermal mehr Sozialwohnungen bauen als ihr Vorgänger Horst Seehofer, hat aber nicht mehr Geld zur Verfügung. Im Kontraste-Interview räumt sie ein, dass das nicht reichen wird. Nimmt man ihr neues Ministerium unter die Lupe, zeigt sich, wie wenig Handlungsspielraum sie selbst hat: Kaum ein Regierungsmitglied ist so auf den Koalitionsfrieden angewiesen wie die neue Bauministerin. Die Koalitionäre haben zwar das Bauen als Thema mit einem eigenen Ministerium nach 23 Jahren wieder aufgewertet. Die Kompetenzen, um die Ziele des Koalitionsvertrags umzusetzen, sind jedoch auf vier Ministerien und alle drei Ampel-Parteien verteilt. Und dann hängt ihr Hauptziel, 100.000 Sozialwohnungen jährlich zu bauen, auch noch maßgeblich von den Ländern ab.

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
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    Kontraste vom 27.01.2022

    +++ Zwischen Anbiedern und Einknicken: Wie die sächsische Politik mit den Coronaprotesten umgeht +++ Warum wir noch nicht lockern können - Die Tyrannei der ungeimpften Älteren +++ Völkischer Wehrsport: Die Spuren einer Gruppe rechtsradikaler Reservisten +++ Wasserwunder für den Tesla-Standort? +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Plakat auf einer Corona-Demo in Frankenberg. Bild: rbb/Kontraste
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    Zwischen Anbiedern und Einknicken - Wie die sächsische Politik mit den Coronaprotesten umgeht

    Ein CDU-Landrat, der auf einer Corona-Demonstration ankündigt, die Impfpflicht für Pflegepersonal missachten zu wollen. Ein Oberbürgermeister, der sich mit Querdenkern solidarisiert. Ein Ministerpräsident, der auf die zugeht, die ihn regelmäßig attackieren und ihn am liebsten verhaften und vor Gericht stellen lassen möchten. Alltag in Sachsen. Die Coronaprotestbewegung treibt die Politik vor sich her. An der Spitze: Die so genannten „Freien Sachsen“ - mitbegründet und angeführt von einem NPD-Mann.

    People dance in close proximity at Paradiso pop venue, club and cultural center, in Amsterdam. Bild: Peter Dejong/AP
    AP

    Warum wir noch nicht lockern können - Die Tyrannei der ungeimpften Älteren

    Bald werden wir uns alle mit Omikron infiziert haben. Und danach ist ein Ende der Pandemie in Europa möglich, sagt die WHO. Warum also nicht die Maßnahmen jetzt schon aufheben und zurück zur Normalität? Eine Frage, die derzeit viele umtreibt. Die Antwort ist simpel: Weil noch immer zu viele Ältere Menschen in Deutschland ungeimpft und damit gefährdet sind. Knapp 3 Millionen der über 50-Jährigen verweigern bis heute die Impfung. Eine Minderheit, die damit über das Leben der Mehrheit bestimmt. In Spanien, wo bald 100 Prozent der Älteren geimpft sind, bereiten sie schon das Ende der Pandemie vor. Und bei uns zahlen, bis auf weiteres, Kinder und Jugendliche den höchsten Preis: sie müssen auch nach zwei Jahren Pandemie immer wieder raus aus der Schule und auf Partys und Freunde verzichten.

    Mitglied einer Wehrsportgruppe in Niedersachsen. Bild: rbb/Kontraste
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    Völkischer Wehrsport - Die Spuren einer Gruppe rechtsradikaler Reservisten

    Ein Ex-Soldat aus Niedersachsen soll eine Wehrsportgruppe aus rechtsradikalen Reservisten aufgebaut haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Oberstleutnant und neun weitere Personen, bei Hausdurchsuchungen haben die Ermittler zahlreiche Waffen gefunden. Kontraste und das ARD-Hauptstadtstudio folgen den Spuren der Beschuldigten, die tief in die völkische Szene führen und sich über Jahrzehnte nachvollziehen lassen. Mehrere der Männer fielen immer wieder im Umfeld von Rechtsextremisten auf, trotzdem machten Sie Karriere bei der Bundeswehr-Reserve. Der Oberstleutnant führte gar eine Kompanie an und bildete andere an der Waffe aus. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert, auch weil die Gruppe offenbar über ein erstaunlich weit verzweigtes Netzwerk verfügt.

    Elon Musk, Tesla-Chef, steht zum Tag der offenen Tür auf eine Bühne der Tesla Gigafactory. Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild
    dpa-Zentralbild

    Giga-Factory in Grünheide - Wasserwunder für den Tesla-Standort?

    Um das Wasser für Teslas Gigafactory am Stadtrand von Berlin ist ein heftiger Streit entbrannt. Noch immer könnte das gesamte Projekt an der Frage scheitern, ob es ausreichend Trinkwasser gibt. Nun hat sich beim Bürgermeister von Grünheide eine Firma vorgestellt, die behauptet, das Problem der weltweiten Wasserknappheit gelöst zu haben – und damit natürlich auch das Wasserproblem am Tesla-Standort. Das Ass im Ärmel: Geräte, die Wasser aus der Luft filtern und daraus täglich Millionen Liter Trinkwasser produzieren sollen. Während Experten darüber den Kopf schütteln, ist der Bürgermeister von der Idee angetan. Die Firma erklärt öffentlich, dass eine Installation ihrer Anlagen in Grünheide bereits in Gange sei. Man habe zudem Millionen Dollar an Investoren-Gelder eingesammelt und sich die weltweiten Patentrechte gesichert. Kontraste-Recherchen zeigen: statt Wasser wird hier bislang vor allem heiße Luft produziert.

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
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    Kontraste vom 16.12.2021

    +++ Fehlender Impfstoff, fehlende Daten: Ist die Impfpflicht in Gefahr? +++ Der Kampf um die „Freiheit“ +++ Arbeitsalltag am Theater: Schlaflosigkeit, Dauerstress, Gewichtsverlust +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Impf-Befürworterin in München. Bild: Sachelle Babbar/ZUMA Wire
    ZUMA Wire

    Fehlender Impfstoff, fehlende Daten - Ist die Impfpflicht in Gefahr?

    Deutschland bekommt die Corona-Pandemie nicht in den Griff – vor allem weil immer noch zu viele Bürgerinnen und Bürger ungeimpft sind. Jetzt will die Regierung mit einem Tabu brechen: Spätestens Anfang März soll es eine allgemeine Impfpflicht geben, so hat es Bundeskanzler Olaf Scholz in Aussicht gestellt. Doch was nach energischem Durchgreifen klingt, entpuppt sich als Projekt mit vielen Fragezeichen. Weil es in Deutschland – anders als in Österreich – kein zentrales Impfregister gibt, weiß niemand, wer die Ungeimpften eigentlich sind. Wie eine Impfpflicht auf dieser Basis kontrolliert und durchgesetzt werden soll, ist völlig unklar. Zudem droht eine akute Impfstoffknappheit. Vieles spricht dafür: Vor dem nächsten Pandemie-Winter wird die Impfpflicht wohl keine Wirkung entfalten. Und das in einer Zeit, in der mit Omikron eine neue Mutante grassiert.

    Demonstranten tragen ein zweigeteiltes Plakat mit der Aufschrift "Freiheit". Bild: ZB
    ZB

    Corona-Pandemie - Der Kampf um die „Freiheit“

    Ein Staat, der einem vorschreibt, wohin man reisen und mit wem man sich treffen darf. Der einen verpflichtet zuhause zu bleiben. Ein Staat, der die Freiheit seiner Bürger einschränkt. All das nimmt der Großteil der Menschen seit fast zwei Jahren in Kauf, um frei von Krankheit zu bleiben. Doch es werden auch immer mehr Stimmen lauter, die sich im Corona-Deutschland unfrei fühlen. Sie gehen mit Querdenkern und Verschwörungsideologen auf die Straße oder fordern das Ende aller Maßnahmen anderswo lautstark ein. Auch die FDP hat mit ihren Rufen nach einem Freedom Day Wahlkampf gemacht. Doch so manches liberales Urgestein erkennt darin seine eigene Partei nicht mehr wieder, die sich den Kampf für die Freiheit seit jeher auf die Fahnen schreibt. Ist „Freiheit“ in der Pandemie zu einem politischen Kampfbegriff verlottert, der nur eine Freiheit im Blick hat?

    Der Intendant von dem Berliner Festspiele Thomas Oberender mit Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien und Landesvorsitzende der CDU Berlin bei der Eröffnung des Theatertreffen 2017 im Haus der Berliner Festspiele, Berlin, am 06.05.2017. Bild: imago/stock&people
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    Arbeitsalltag am Theater - Schlaflosigkeit, Dauerstress, Gewichtsverlust

    Sobald es um Machtmissbrauch geht, denken viele an körperliche Gewalt. Doch gerade im Kulturbetrieb geht es meist um psychische und verbale Übergriffe, häufig ausgeübt durch den Intendanten. Vieles davon bleibt im Verborgenen. Und so hieß es auch im Juni, als der Intendant der Berliner Festspiele überraschend seinen Rückzug antrat, lediglich: dieser wolle sich neu orientieren. Doch eine monatelange Recherche von Kontraste, rbb24 Recherche und rbb Kultur zeichnet ein anderes Bild: Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprechen von erniedrigendem Führungsverhalten. Sie werfen ihm unter anderem psychischen Druck, verbale Abwertung und Drohgebaren vor. Offenbar konnte dieser über Jahre seinen Führungsstil aufrechterhalten und die Politik schaute nicht richtig hin. Der Intendant weist die Vorwürfe als falsch zurück.

  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
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    Kontraste vom 25.11.2021

    +++ Bayerns letzter Weihnachtsmarkt: Wut auf die Ungeimpften +++ Vierte Welle – Deutschland vor der Impfpflicht und dem nächsten Lockdown? +++ Fußball – wie Kinder zu Profis gemacht werden sollen - und was dabei schieflaufen kann +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Der Weihnachtsmarkt im Hof von Schloss Thurn und Taxis. Der Weihnachtsmarkt im Innenhof von Schloss Thurn und Taxis in Regensburg. Bild: Armin Weigel/dpa
    dpa

    Bayerns letzter Weihnachtsmarkt - Wut auf die Ungeimpften

    Auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Thurn und Taxis in Regensburg durfte bis vor Kurzem noch Glühwein getrunken werden. Nur von Geimpften und Genesenen. Aber entgegen der Ansage von Markus Söder. Doch nun ist auch hier Schluss. Nicht etwa, weil man hier nachlässig ist, sondern weil die Politik versagt hat.

    Josephin Kampmann, Gesundheits- und Krankenpflegerin, steht auf dem Gang der Corona-Intensivstation des Universitätsklinikums Essen und zieht Schutzkleidung an. Bild: Fabian Strauch/dpa
    dpa

    Vierte Welle - Deutschland vor der Impfpflicht und dem nächsten Lockdown?

    Kliniken am Limit, unzureichende Impfquote und eine landesweite Inzidenz über 400: Mit voller Wucht erlebt Deutschland seine Vierte Corona-Welle. Heftiger als je zuvor. Während zu Beginn der Pandemie alle neidisch auf die Deutschen waren, warnen die USA nun sogar vor Reisen nach Corona-Deutschland. Bis in den späten Herbst hinein ignorierte die Politik die steigenden Inzidenzen weitgehend. Politiker versprachen im Wahlkampf lieber Freedom Days. Auch die künftige Ampel-Koalition schreckt noch vor harten Maßnahmen zurück. Viel zu spät einigte man sich auf eine berufsbezogene Impfpflicht und 3G am Arbeitsplatz. So stehen wir, nach bald fast zwei Jahren Pandemie, vor einem Desaster: Wie konnte uns das passieren? Und was muss jetzt geschehen, dass die Republik nicht in ein schlimmes Weihnachtsfest und in die fünfte Welle schlittert? Kommen wir überhaupt noch vorbei an der Impfpflicht und einem neuen Lockdown? Kontraste Reporter waren unterwegs - auf Covid-Intensivstationen, im Bundestag, auf Weihnachtsmärkten und beim nun Vorzeige-Nachbarn Frankreich.

    1. Bundesliga, 1. BL Saison 2018/2019 HSV Hamburg Hamburger SV, Testspiel, Test, Freundschaftsspiel, Vorbereitungsspiel gegen FCB FC Bayern München Muenchen. Bild: augenklick/firo Sportphoto
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    Fußball - Wie Kinder zu Profis gemacht werden sollen - und was dabei schieflaufen kann

    Kürzlich brüstete sich der Fußballclub Arsenal London, einen Vierjährigen für den Verein gewonnen zu haben. Die Talente werden immer jünger und der Kampf um einen Platz bei den Top-Vereinen mitunter härter. Oft werden die Kinder aus der Schule und ihren Familien genommen, um in Sportinternaten für ihren Traum zu kämpfen. Mehrere Eltern ehemaliger Nachwuchstalente erheben nun Vorwürfe gegen den Fußball-Bundesligisten Union Berlin. Recherchen von Kontraste und Ippen Investigativ zeigen, dass der Verein 12-jährige Jungs in einer WG aufnahm und sie dort nicht immer altersgerecht versorgen konnte. Die Betreuung dort sei zeitweise "katastrophal" gewesen, sagen die Eltern – Union bezeichnet das als "unglaubwürdig". Eine neue Studie zeigt zudem: zu frühe Förderung schadet – den Kindern und dem Erfolg.

Newsletter abonnieren, Junge Frau liegend auf Steg (Quelle: imago images/Westend61)
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