Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug

Kontraste am 06.08.2020

+ Drohungen und Beleidigungen – Wie die Corona-Leugner-Szene sich radikalisiert

+ Psychisch belastet – So leiden Kinder unter den Corona-Beschränkungen

+ Sonderrechte für Berliner Linksradikale – Wie Rot-Rot-Grün die Polizei ausbremst

Moderation: Eva-Maria Lemke

Kontraste vom 16.07.2020

Der neue Auftritt von "Kontraste" ist kompromisslos klar, schnörkellos, funktional und innovativ. (Bild: rbb/Claudius Pflug)
rbb/Claudius Pflug

Kontraste vom 16.07.2020

Urlaub in Corona-Zeiten: Feiern, als ob es keinen Virus gäbe? +++ Corona-Langzeitfolgen: Genesen heißt nicht gesund +++ Viel Geld für neue Intensivbetten: Doch wo sind sie? +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

 

Beitrag vom 16.07.2020

Weitere Beiträge vom 16.07.2020

Covid-19-Patientin. Foto: Kontraste
Kontraste

Corona-Langzeitfolgen - Genesen heißt nicht gesund

Gedächtnis- und Sprechstörungen, Lähmungen, Lungen-, Herz- und Nierenschäden – wer eine Covid-19 Erkrankung hinter sich hat, muss vielleicht lebenslang mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen. Kontraste-Reporter haben Genesene getroffen, die trotzdem nicht gesund sind. In der Reha konnten sie den zähen Kampf zurück ins Leben beobachten und mit führenden Forschern über die neuesten Erkenntnisse zum COVID-19-Virus sprechen.

Bild: Kontraste
Kontraste

Kampf gegen Corona - Viel Geld für neue Intensivbetten: Doch wo sind sie?

Milliarden hat der Bund im Zuge der Coronakrise bisher an Kliniken überwiesen. Doch nach Kontraste-Recherchen fehlt es an Kontrolle und Transparenz. Laut einem internen Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums fehlen etwa 7.300 Intensivbetten, für die der Bund bereits rund 360 Millionen Euro bezahlt hat. Wurden hier Intensivbetten abgerechnet, die es gar nicht gibt? Auch die Auszahlung der Corona-Tagespauschale für jedes freie Krankenhausbett, bleibt bisher eine Blackbox. So wurden bis Ende Juni - trotz ausbleibender Corona-Fälle Gelder quasi mit der Gießkanne ausgegossen - insgesamt 6,3 Milliarden Euro. In den Genuss des Geldsegens kommt so auch eine Klinik, die sowieso geschlossen wird und offenbar keine Patienten mehr versorgen kann.

Eva-Maria Lemke und Matthias Deiß im neuen Studio (Bild: rbb/Claudius Pflug)
rbb/Claudius Pflug

Zwischenbilanz 2020: "Kontraste" erfolgreichstes Politikmagazin im deutschen Fernsehen

"Kontraste" ist nach den ersten sieben Monaten im Jahr 2020 Spitzenreiter unter den Politikmagazinen im deutschen Fernsehen: Unser Investigativ-Format im Ersten steigerte sich mit der Juli-Ausgabe auf durchschnittlich 12,0 Prozent Marktanteil (2019 gesamt: 9,0 Prozent). Im Schnitt sahen 3,3 Millionen Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer die Sendung (2019 gesamt: 2,3 Mio. Sehbeteiligung).

ZB

Wahre Helden - Intensivpfleger unter Druck

Für Pfleger und Ärzte ist Corona eine besondere Herausforderung. Sie haben es mit einer tückischen, hochansteckenden Krankheit zu tun. Trotzdem müssen sie selbst teilweise mit fehlender oder mangelhafter Schutzausrüstung auskommen. In ihrer Arbeit dienen sie den Patienten und, wenn einer von diesen stirbt, versuchen sie trotz Besuchsverbot den Angehörigen einen würdigen Abschied zu gewährleisten. Ein Porträt über die wahren Helden des medizinischen Alltags.

Titelbild: Ibside Intensivstation
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Inside Intensivstation - Intensivpfleger Bernd Rütten im Kontraste Live-Interview

Wie geht er mit dem Tod von Patienten um? Wie mit Angehörigen? Wie sicher ist die Schutzkleidung? Wir sprechen mit dem Intensivpfleger Bernd Rütten über die Herausforderungen in der Corona-Krise, gerade für die Intensivstation.

75 Jahre Auschwitz

Treblinka: Täter und Opfer erzählen

Das Vernichtungslager Treblinka: In 13 Monaten sind hier mindestens 870.000 Menschen von den Nazis ermordet worden. Nur etwa 80 Opfer haben überlebt. Kontraste zeigt zum Teil noch nie im Fernsehen gesendete Bilder des französischen Dokumentarfilmers Claude Lanzmann.

Kontraste - Die Reporter | rbb Fernsehen

Kind in Krankenbett (Quelle: imago images / Westend61)
imago images / Westend61

Kein Bett für kranke Kinder - Pflegenotstand in Berlin

Der Mangel von Pflegepersonal an Kinderkliniken hat immer dramatischere Konsequenzen. Am Beispiel der Kinderklinik der Berliner Charité zeigt die Reportage, welche Folgen der Pflegemangel hat. 

Polizeibeamter im Görlitzer Park (Bild: imago-images stock&people)
imago-images stock&people

Der Deal mit den Dealern

Exklusiv konnten Kontraste-Reporter die Brennpunkstreife der Berliner Polizei im Bereich des Görlitzer Parks begleiten. Die Reportage zeigt eindrücklich, wie die Polizei von der Politik allein gelassen wird, wenn sie gegen Drogendealer vorgeht.

Kontraste Live

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Archiv

Kontraste Archiv (Quelle: rbb)
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Über den Tag hinaus

Ausgewählte Beiträge des ARD-Politikmagazins Kontraste mit zeitgeschichtlicher Bedeutung.

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  • Moderatorin Eva-Maria Lemke im neuen Studio © rbb/Claudius Pflug
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    Kontraste vom 16.07.2020

    Urlaub in Corona-Zeiten: Feiern, als ob es keinen Virus gäbe? +++ Corona-Langzeitfolgen: Genesen heißt nicht gesund +++ Viel Geld für neue Intensivbetten: Doch wo sind sie? +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

     

    Bulgarien: Schaumparty am Goldstrand. Foto: Kontraste
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    Urlaub in Corona-Zeiten - Feiern, als ob es keinen Virus gäbe?

    Kontraste-Reporter waren am vergangenen Wochenende in vielen Urlaubsorten in Europa unterwegs – sie wollten wissen: wie klappt Urlaub in Zeiten der Pandemie? Im Corona-Hotspot Ischgl trafen sie auf Tourismus-Manager, die nicht über Verantwortung reden wollen und jetzt mit 100 Prozent sorgenfreiem Urlaub und kostenlosen Corona-Tests werben. Sie trafen Abiturienten, die am Goldstrand in Bulgarien sorglos feiern, als gäbe es kein Corona, Briten, die in Brighton am vollen Strand nur Sorgen um ihre Jobs haben und türkische Hotelmanager, die sich über die deutsche Reisewarnung ärgern. An der deutschen Ostseeküste hingegen ist alles durchorganisiert – doch wo bleibt die Erholung, wenn der ganze Tag durch Zeitfenster zum Baden und Essen bestimmt wird?

    Covid-19-Patientin. Foto: Kontraste
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    Corona-Langzeitfolgen - Genesen heißt nicht gesund

    Gedächtnis- und Sprechstörungen, Lähmungen, Lungen-, Herz- und Nierenschäden – wer eine Covid-19 Erkrankung hinter sich hat, muss vielleicht lebenslang mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen. Kontraste-Reporter haben Genesene getroffen, die trotzdem nicht gesund sind. In der Reha konnten sie den zähen Kampf zurück ins Leben beobachten und mit führenden Forschern über die neuesten Erkenntnisse zum COVID-19-Virus sprechen.

    Bild: Kontraste
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    Kampf gegen Corona - Viel Geld für neue Intensivbetten: Doch wo sind sie?

    Milliarden hat der Bund im Zuge der Coronakrise bisher an Kliniken überwiesen. Doch nach Kontraste-Recherchen fehlt es an Kontrolle und Transparenz. Laut einem internen Schreiben des Bundesgesundheitsministeriums fehlen etwa 7.300 Intensivbetten, für die der Bund bereits rund 360 Millionen Euro bezahlt hat. Wurden hier Intensivbetten abgerechnet, die es gar nicht gibt? Auch die Auszahlung der Corona-Tagespauschale für jedes freie Krankenhausbett, bleibt bisher eine Blackbox. So wurden bis Ende Juni - trotz ausbleibender Corona-Fälle Gelder quasi mit der Gießkanne ausgegossen - insgesamt 6,3 Milliarden Euro. In den Genuss des Geldsegens kommt so auch eine Klinik, die sowieso geschlossen wird und offenbar keine Patienten mehr versorgen kann.

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    Kontraste vom 25.06.2020

    Bad Boy Germany: Trumps Truppenabzug als Wahlkampfmanöver +++ Corona Warn-App: Ziemlich teuer +++ Corona-Soforthilfen in Berlin: Betrug leicht gemacht +++ Krim-Reise des AfD-Abgeordneten Oehme: Von Russland bezahlte Propaganda? +++ Moderation: Matthias Deiß

    Angela Merkel und Donald Trump bei einem Treffen im Dezember 2019. Foto: Michael Kappeler/dpa
    dpa

    Bad Boy Germany - Trumps Truppenabzug als Wahlkampfmanöver

    Es knirscht in den deutsch-amerikanischen Beziehungen, denn der US-Präsident will die Militärpräsenz in Deutschland um rund ein Drittel reduzieren. Als Strafe dafür, dass die Bundesrepublik zu wenig für die eigene Verteidigung ausgibt. Sogar seine eigenen Militärexperten halten das Manöver für schädlich, denn die Truppenstützpunkte in Deutschland sind für die US-Armee von zentraler Bedeutung. Doch wegen der vielen Corona-Fälle unter Druck, braucht Trump für seinen Wahlkampf einen Bad Boy. Und scheint in ihn Deutschland gefunden zu haben.

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    Corona Warn-App: Ziemlich teuer

    Die Corona-Warn-App der Bundesregierung läuft gut. Die Entwickler sind ebenso stolz wie die Kosten: 20 Millionen Euro zahlt der Staat an Telekom und SAP für die App. Zehnmal mehr, als Österreich, Norwegen und die Schweiz für ihre Corona-Apps ausgegeben haben. Muss das sein?

    www.imago-images.de

    Corona-Soforthilfen in Berlin - Betrug leicht gemacht

    890 Millionen Euro hat die Investitionsbank Berlin in 48 Stunden an Selbständige und Kleinunternehmer ausgezahlt und das ohne Prüfung, ob die Antragsteller überhaupt existieren. Am Ende waren es mehr als 1,7 Milliarden Euro Bundesmittel, die das Land Berlin ausschüttete. Wo politisch der gute Wille regierte, schnell zu helfen, gesellte sich schnell kriminelle Energie hinzu: Staatsanwaltschaft und Polizei in der Hauptstadt ermitteln in bald 1.000 Fällen wegen Subventionsbetrug.

    Krim-Reise des AfD-Abgeordneten Oehme - Von Russland bezahlte Propaganda?

    Als Wahlbeobachter reiste Ulrich Oehme 2018 auf die von Russland besetzte Krim – gesponsert vom russischen Staat, wie Recherchen von Kontraste und Spiegel zeigen. Oehme leugnete die Bezahlung durch Russland zunächst und räumt sie nun doch ein. Mit seiner Reise legitimierte Oehme den Völkerrechtsbruch Russlands – für Menschenrechtspolitiker ist das von Russland bezahlte Propaganda. Auch die Reisen anderer AfD-Politiker werfen Fragen auf.

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    Kontraste vom 04.06.2020

    +++ Heim an den Herd: Wie die Corona-Krise uns bei der Gleichberechtigung zurückwirft +++ Kurzarbeit: Belastung für Arbeitnehmer, Gewinn für Unternehmen +++ Spaltthema Hygiene-Demos: Wie Corona-Verschwörungstheorien langjährige Freundeskreise entzweien +++ Elektromobilität: Warum die Politik beim Ausbau der Landestationen versagt +++ Moderation: Matthias Deiß

    Frau mit Kindern im Homeoffice, Foto: Kontraste
    Kontraste

    Heim an den Herd - Wie die Corona-Krise uns bei der Gleichberechtigung zurückwirft

    Homeoffice, Haushalt und Kinder hüten – Frauen tragen die ungleich größere Last in der Corona-Krise. Manche von ihnen reduzieren ihre Jobs oder steigen ganz aus dem Erwerbsleben aus – mit langfristigen Folgen für die Karriere und die Altersversorgung. Kontraste-Reporterinnen haben ganz unterschiedliche Frauen getroffen, die von der Krise hart getroffen wurden und teilweise aus guten Jobs zurück an den Herd mussten. Die Soziologin Jutta Allmendinger befürchtet, dass wir bei der Gleichberechtigung um bis zu drei Jahrzehnte zurückgeworfen werden.

    Auch diese Frau ist von Kurzarbeit betroffen. Foto: Kontraste
    Kontraste

    Kurzarbeit - Belastung für Arbeitnehmer, Gewinn für Unternehmen

    Mehr als 10 Millionen Menschen wurden für Kurzarbeit angemeldet – doch nicht alle arbeiten deshalb auch tatsächlich weniger. Kontraste-Reporter zeigen, wie Unternehmen ihren Mitarbeitern das gleiche Arbeitspensum bei viel weniger Stunden aufdrücken und die Arbeit von Betriebsräten erschweren.

    Schild auf einer Demo. Foto: Sachelle Babbar/imago images
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    Spaltthema Hygiene-Demos - Wie Corona-Verschwörungstheorien langjährige Freundeskreise entzweien

    Es ist eine Protestbewegung, die unter dem Schlagwort „Hygiene-Demos“ bekannt geworden ist und ganz unterschiedliche Gruppen anzieht, darunter verunsicherte Bürger, aber auch Esoteriker, Verschwörungstheoretiker und Rechtsradikale. Sie alle eint ihre tiefe Skepsis gegenüber den politischen Institutionen, den öffentlich-rechtlichen Medien und den führenden Virologen. Kontraste-Reporter gehen den Fragen nach: Was steckt hinter der „Corona-Wut?“ Wer sind die Initiatoren der Proteste? Sind diese Menschen noch für einen Dialog erreichbar? 

    Verkehrsminister Andreas Scheuer. Foto: picture alliance / Sven Simon
    SVEN SIMON

    Elektromobilität - Warum die Politik beim Ausbau der Ladestationen versagt

    Eine Million Ladepunkte in zehn Jahren! Das ist das Ziel der Bundesregierung, wenn es um die Ladeinfrastruktur für Elektroautos geht. Kontraste prüfte, wie es voran geht. Das Ergebnis ist ernüchternd. Das Bundesverkehrsministerium mit ihrer für den Ausbau zuständigen Agentur scheint mehr zu bremsen als zu fördern. Die Hintergründe des Versagens.

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    Kontraste vom 07.05.2020

    +++ Deutschland im Lockerungs-Modus +++ Wer kann besser Kanzler: Mr. Exit-Laschet oder Lockdown-Söder? +++ Corona und die Umwelt: Mythen, Halbwahrheiten und mittendrin Verkehrsminister Scheuer +++ Moderation: Matthias Deiß

    NurPhoto

    Deutschland im Lockerungs-Modus

    Corona-Kontaktverbot und Maskenpflicht haben die Republik verändert. Während die einen bemüht sind, den Abstand zu ihren Mitmenschen einzuhalten, drängen sich andere dicht beim Feiern in Kreuzberg oder in wiedereröffneten Möbelhäusern. Während Virologen nach wie vor warnen, bemühen sich Politiker, möglichst schnell Schulen und Geschäfte zu eröffnen. Diese widersprüchliche Lage sorgt für Verunsicherung und ist ein fruchtbarer Boden auch für Verschwörungserzählungen. Kontraste-Reporter haben Deutschland in Zeiten der Lockerung bereist.

    Achim Laschet und Dr. Markus Soeder im Dialog. Foto: Jens Krick/flashpic
    Flashpic

    Wer kann besser Kanzler - Mr. Exit-Laschet oder Lockdown-Söder?

    Der Bayerische Ministerpräsident hat seit Beginn der Corona-Krise den Verfechter eines strengen Lockdowns gegeben. Damit konnte Söder nicht nur in Bayern, sondern bundesweit Beliebtheitspunkte sammeln. Dagegen eckte NRW-Landesvater Armin Laschet mit seinem frühen Lockerungskurs erstmal an – vor allem bei den anderen Länder-Chefs. Kräftig befeuert wurde das Ganze von Söders zahlreichen Giftspritzen Richtung Laschet: Lieber „Bayerische Vorsicht“ als „überstolpertes Vorgehen“ und „keine Experimente mit unserer Gesundheit“. Doch der Wind dreht sich langsam. Denn: Auch in Laschets Land nehmen die Zahlen der Neu-Infizierten ab. Und auch Söders Ruf nach Lockerungen wird lauter. Die Corona-Krise als Stresstest für die Kanzlerschaft?

    Fahrzeuge des Volkswagen Konzerns stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit. Foto: Jörg Sarbach/dpa
    dpa

    Corona und die Umwelt - Mythen, Halbwahrheiten und mittendrin Verkehrsminister Scheuer

    Mythen, Irrtümer und Falschnachrichten sind in der Corona-Krise Alltag - und manchmal werden sie sogar direkt aus der Bundesregierung gestreut. Obwohl viel weniger Diesel unterwegs seien, sei die Stickstoffdioxidbelastung in deutschen Städten gleichgeblieben oder sogar gestiegen, behauptet Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Wahr daran ist nur: Die Belastung mit Luftschadstoffen kann wetterbedingt an einzelnen Orten erheblich schwanken. Eine exklusive Kontraste-Umfrage unter allen Bundesländern aber ergibt ein eindeutiges Bild: Die Stickstoffdioxidwerte sind auf breiter Front im Sinkflug. Und auch um das Klima rankt sich in diesen Tagen ein großer Mythos: Es ist der Glaube, die Corona-Krise helfe uns beim Klimaschutz.

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    Kontraste vom 16.04.2020

    Corona-Deutschland? Keine Reisen, keine Demonstrationen, keine Partys - oder doch?  +++ Falsche Helden: Wie Russland versucht, mit Corona die EU zu spalten +++ Wahre Helden: Intensivpfleger unter Druck +++ Strafverfolgung schwer gemacht: Sicherheitslücken in der Kriminaltechnik +++ Moderation: Matthias Deiß

    Polizeikontrolle. Quelle: Jan Huebner/imago images
    www.imago-images.de

    Corona-Deutschland? - Keine Reisen, keine Demonstrationen, keine Partys - oder doch?

    Deutschland bleibt im Lockdown, doch der Bewegungsdrang der Bürger nimmt messbar zu. Kontraste trifft auf Reisende, die an Einreisesperren im eignen Land scheitern, auf uneinsichtige Partygäste und auf Demonstranten, deren Versammlung die Polizei gewaltsam beendet, obwohl sie alle Abstandsregeln einhalten. Unterdessen fahnden nicht nur Polizeibeamte nach Corona-Verstößen, sondern immer mehr Bürger, die Zahl der Anzeigen steigt.  Gleichzeitig können Jugendhelfer und Kinderschutz-Experten wegen der Kontaktsperre Fällen mutmaßlicher Kindesmisshandlung nicht persönlich nachgehen: der Infektionsschutz geht hier zulasten des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit.

    Russische Hilfslieferung für Italien. Quelle: Russian Defence Ministry/Alexey Ereshko/via REUTERS
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    Falsche Helden - Wie Russland versucht, mit Corona die EU zu spalten

    Es sind martialische Bilder: russische Militärkonvois fahren durch halb Italien. Soldaten in chemischer Schutzausrüstung besprühen Gehwege und Straßen öffentlichkeitswirksam mit Desinfektionsmitteln. Russland liefert Italien Hunderte Beatmungsgeräte, aber zugleich auch Hilfen, die vor allem einem dienen: der Propaganda. Das Ziel: die Italiener davon zu überzeugen, dass Russland ihnen nähersteht als die EU.

    ZB

    Wahre Helden - Intensivpfleger unter Druck

    Für Pfleger und Ärzte ist Corona eine besondere Herausforderung. Sie haben es mit einer tückischen, hochansteckenden Krankheit zu tun. Trotzdem müssen sie selbst teilweise mit fehlender oder mangelhafter Schutzausrüstung auskommen. In ihrer Arbeit dienen sie den Patienten und, wenn einer von diesen stirbt, versuchen sie trotz Besuchsverbot den Angehörigen einen würdigen Abschied zu gewährleisten. Ein Porträt über die wahren Helden des medizinischen Alltags.

    Strafverfolgung schwer gemacht - Sicherheitslücken in der Kriminaltechnik

    Während Corona weiten Teile der Gesellschaft einen Digitalisierungsschub versetzt, ist die Kriminaltechnik der Polizeien in Deutschland teilweise noch in der Steinzeit. „Kontraste“ hat bundesweit investigativ recherchiert und konnte LKA-Insider sprechen. Sie berichten, dass Beweismittel abhandenkommen, weil sie in offenen Pappkartons gelagert werden, statt sie digital zu registrieren. Cybercrime-Ermittler brauchen Stunden, bis sie ins Internet kommen, weil ihre Computer noch auf Windows 7 laufen. Der Chef des Brandenburger LKA, das besonders schlecht abschneidet, erklärt dazu lediglich, eine Untersuchung dieser Zustände sei „nicht notwendig“.

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    Kontraste vom 19.03.2020

    Das Corona-Tagebuch der Karoline Preisler +++ Corona wütet in Italien – Deutsche Krankenhäuser rüsten auf +++ Wie Corona Deutschland verändert +++ Windige Geschäfte mit Desinfektionsmitteln und Masken +++ Moderation: Matthias Deiß

    Quelle: picture alliance/ZUMA Press
    picture alliance/ZUMA Press

    Das Corona-Tagebuch der Karoline Preisler

    Sie ist Mutter, Politikerin und einer der Corona-Fälle, die bereits auf einer Isolierstation behandelt werden müssen. Karoline Preisler hat - exklusiv für Kontraste – ein Videotagebuch geführt und berichtet über ihre Angst, die Zustände im Krankenhaus und das Leben mit Corona. 

    Quelle: picture alliance / Photoshot
    picture alliance / Photoshot

    Corona wütet in Italien - Deutsche Krankenhäuser rüsten auf

    Massenbeerdigungen in Bergamo, italienische Kliniken, die Patienten abweisen und nicht mehr behandeln können. Deutsche Kliniken scheinen besser vorbereitet, doch gut genug? Angesichts der Zustände in Italien und immer mehr Corona-Infizierter rüsten die Krankenhäuser hierzulande unter Hochdruck auf. Exklusive Einblicke auf eine Intensivstation in Nordrhein-Westfalen, wo es deutschlandweit die meisten Corona-Fälle gibt. 

    Quelle: imago images / Ralph Peters
    imago images / Ralph Peters

    Wie Corona Deutschland verändert

    Wir berichten aus verschiedenen Regionen in Deutschland: Ein Dorf unter Quarantäne in Brandenburg, eine Messebauerin aus Nürnberg, deren Firma bedroht ist, Schüler an ihrem letzten Schultag. Und schließlich – wie die Krise die Ärmsten der Armen trifft.

    Quelle: picture alliance / NurPhoto
    picture alliance / NurPhoto

    Windige Geschäfte mit Desinfektionsmitteln und Masken

    Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken sind in Deutschland für den Normalbürger kaum noch erhältlich. Sie sollen dem Gesundheitssystem vorbehalten bleiben. Im Internet dagegen blüht der Handel zu horrenden Preisen. Kontraste hat sich auf die Spur eines windigen Online-Händlers begeben – bis ins Corona-Krisengebiet Tirol.

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    Kontraste vom 27.02.2020

    Mängel beim Datenschutz - Immer mehr Hackerangriffe gegen Behörden und Justiz +++ FDP in der Krise – rechts blinken, liberal scheinen? +++ Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen? – Organisation Uniter auf den Philippinen +++ Anschlag in Hanau – Rassismus, rechte Filterblasen und ein psychisch kranker Täter +++ Moderation: Matthias Deiß

    Schreibmaschine in Nahaufnahme. Quelle: Kontraste/rbb
    Kontraste/rbb

    Mängel beim Datenschutz - Immer mehr Hackerangriffe gegen Behörden und Justiz

    Seit fünf Monaten herrscht in dem wichtigsten Gericht der deutschen Hauptstadt Computerchaos. Wegen eines Hackerangriffs sind die meisten Computer vom Netz entkoppelt. Laut einem zunächst geheimen Gutachten könnten ganze Datensätze abgeflossen sein und das in einem Gericht, in dem brisante Prozesse um Organisierte Kriminalität und Terrorismus abgehalten werden. Längst haben es international operierende Banden auf öffentliche Infrastrukturen abgesehen, in einigen Fällen wurden Kommunen mit Lösegeldforderungen bedroht, um ihre Netze wieder frei zu bekommen. Der Deutsche Städtetag warnt daher jetzt Kommunen davor, Lösegeld zu zahlen.

    Wahlplakat der FDP. Quelle: Christian Charisius/dpa
    Christian Charisius/dpa

    FDP in der Krise - Rechts blinken, liberal scheinen?

    Die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten in Thüringen mit Hilfe der AfD: ein Sündenfall, aber auch ein Zufall? „Es gibt mit der FDP keine Zusammenarbeit mit der AfD“, sagt Christian Lindner und versucht so die Wogen zu glätten. Aber das stimmt nicht. In den Landesparlamenten von Berlin und Hamburg haben FDP-Abgeordnete wiederholt für AfD-Anträge gestimmt. Offenbar ganz im Sinne ihrer Wähler: Laut Umfragen wollen 75 Prozent der FDP-Anhänger eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht ausschließen. Es ist die Folge eines politischen Kurses, der sich nach rechts weit offen zeigt: Vor allem in der Flüchtlings- und der Klimapolitik haben Liberale in den vergangenen Jahren rechtspopulistische Töne angeschlagen.

    Hände eines Uniter-Mitgliedes. Quelle: Kontraste/rbb
    Kontraste/rbb

    Beihilfe zu Menschenrechtsverletzungen? - Organisation Uniter auf den Philippinen

    Uniter - unter diesem Namen sollen Elitesoldaten und Polizisten eine geheime Schattenarmee aufbauen. Gegenüber KONTRASTE räumt der Verein erstmals ein, die philippinische Nationalpolizei trainiert zu haben. Die Philippinen und die Nationalpolizei stehen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen im so genannten "Krieg gegen die Drogen" in der Kritik. Präsident Duterte lässt die Polizei im Drogenkrieg gezielt Menschen ermorden, darunter auch Minderjährige. Seit Dutertes Amtsantritt 2016 wurden bereits mehrere zehntausend Menschen ermordet, die genauen Opferzahlen sind unklar.

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    Kontraste vom 06.02.2020

    +++ Fanal im Thüringer Landtag +++ Bauernproteste – Die schwindende Macht der Agrarlobby +++ Kindermedizin – Kein Platz für kranke Kinder +++ Falscher Diplomat mit besten AfD-Kontakten +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Björn Höcke gratuliert Thomas Kemmerich. Quelle: imago images / Karina Hessland
    imago images / Karina Hessland

    Kemmerich-Wahl: Wirklich alles nur Zufall?

    Es war ein politischer Dammbruch: im dritten Wahlgang zur Ministerpräsidentenwahl im Thüringer Landtag tritt der FDP-Politiker Thomas Kemmerich an - und erreicht dank der Stimmen der CDU und der AfD die Mehrheit. Er nimmt die Wahl an und behauptet nicht geahnt zu haben, dass die AfD für ihn stimmen würde. Doch ein Brief von Björn Höcke an Thomas Kemmerich zeigt: er konnte mit der Unterstützung durch die AFD-Fraktion rechnen.

    Traktoren-Demo in Berlin. Quelle: Andersen/AFP
    Andersen/AFP

    Bauernproteste - Die schwindende Macht der Agrarlobby

    Traktorendemos in den Städten, Grüne Kreuze auf den Feldern: seit Monaten protestieren Landwirte in Deutschland. Immer schärfere Auflagen sorgen für Existenzängste unter den Bauern. Bislang konnten sie mit Unterstützung von Union und Bauernverband größere Veränderungen abwehren. Doch die langjährige Allianz zwischen CDU/CSU und konventioneller Landwirtschaft bröckelt. Kontraste über die Umbrüche im Agrarsektor.

    Charité in Berlin. Quelle: imago images / Arnulf Hettrich
    imago images / Arnulf Hettrich

    Kindermedizin - Kein Platz für kranke Kinder

    Der Pflegemangel besonders in Kinderkliniken spitzt sich zu. Wie Kontraste am Beispiel der Berliner Charité zeigt, können immer wieder selbst schwerkranke Kinder nicht stationär aufgenommen werden. Europas größtes Universitätsklinikum musste kurz vor Weihnachten einen vorübergehenden Aufnahmestopp für die Kinderkrebsstation verhängen. Eine angemessene Versorgung der kleinen Patienten ist dadurch gefährdet. Insider berichten in Kontraste über eine Kinderintensivmedizin am Limit.

    Collage - Instagram / friedel_opitz
    Collage - Instagram / friedel_opitz

    Falscher Diplomat mit besten AfD-Kontakten

    Friedel Opitz ist laut seiner Webseite Berater von AfD-Bundestagsabgeordneten, berät bei Krisenkommunikation und ist im diplomatischen Dienst. Derzeit muss er auch in eigener Sache Krisenkommunikation betreiben, denn Opitz ist angeklagt: zu Unrecht soll er sich als Diplomat für SãoTomé ausgegeben haben, auch Unterschlagung eines Luxusautos wird ihm vorgeworfen. In den Fall verwickelt ist auch ein verurteilter Betrüger, der schon Boris Becker einen Diplomatenpass besorgt haben soll. Opitz, der auf seiner Webseite einmal behauptete, er sei auch "Berater der Fraktionsvorsitzenden" betont nun, zu AfD-Frontfrau Alice Weidel lediglich freundschaftliche Beziehungen zu pflegen. Kontraste und Der Spiegel haben monatelang in einer Szene von vermeintlichen Diplomaten und fragwürdigen Geschäften recherchiert.

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    Kontraste vom 16.01.2020

    +++ Asbestgefahr: Wie Mieter alleingelassen +++ Holocaust-Überlebende: Wunsch nach Beisetzung in ehemaligen Kontrationslagern +++ Treblinka: Täter und Opfer erzählen +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Asbestgefahr: Wie Mieter alleingelassen werden

    Millionen Mieter leben in asbestbelasteten Wohnungen – häufig ohne davon zu wissen. Die EU will bis 2032 ein asbestfreies Europa, viele Staaten haben bereits konkrete Maßnahmen eingeleitet. In Deutschland, wo nach Schätzungen der Bundesregierung 25% aller Wohngebäude von Asbest belastet sind, hinkt man aber bei der Sanierung hinterher. 27 Jahre nach dem Asbestverbot sollen hier zu Lande erst demnächst Handlungsempfehlungen erstellt werden, wie man das Land und seine Mieter vom Asbest befreit. Es fehlt an Informationen, Geld und Willen, die Ziele zu erreichen. Und das, obwohl Asbest ein tödlich wirkender Gefahrenstoff ist.

    Holocaust-Überlebende - Wunsch nach Beisetzung in ehemaligen Konzentrationslagern

    75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz äußern immer wieder Überlebende des Holocaust den Wunsch, dass ihre Asche im KZ beigesetzt wird. Doch der letzte Wille dieser Menschen stößt auf Widerstand. Religiöse Juden wenden sich prinzipiell gegen die Verbrennung von Verstorbenen, auch politisch verfolgte KZ-Überlebende haben Bedenken. Sie meinen, in den Gedenkstätten sollten nur die dort Ermordeten ruhen. Zudem ist die Beisetzung der sterblichen Überreste auf dem Gelände von KZ-Gedenkstätten teils durch Friedhofsordnungen nicht gestattet. Kontraste hat gemeinsam mit dem Politikmagazin FAKT mit Überlebenden und Angehörigen gesprochen sowie den einzigen Krematoriumsbetreiber Israels interviewt. In Deutschland haben die Reporter Gedenkstellenleiter getroffen, die die Bestattungen trotz aller Widerstände erlauben.  

    Treblinka: Täter und Opfer erzählen

    Das Vernichtungslager Treblinka: In nur 13 Monaten sind hier mindestens 870.000 Menschen von den Nazis ermordet worden. Nur rund 80 Opfer haben Treblinka überlebt. Kontraste zeigt zum Teil noch nie im Fernsehen gesendete Interviewsequenzen aus der Shoa Collection, die der französische Dokumentarfilmer Claude Lanzmann in den 70er Jahren gedreht hat. Darin beschreibt der Überlebende Richard Glazar seine Erlebnisse in Treblinka. Mit versteckter Kamera interviewte Lanzmann auch einen Täter: der SS-Mann Franz Suchomel gibt Einblicke in die Organisation des Massenmordes, den systematischen Raub der Besitztümer der ermordeten Juden und den Aufstand der rund 100 Juden, die als Zwangsarbeiter in der Todesfabrik eingesetzt wurden.

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    Kontraste vom 12.12.2019

    +++ Dresden: Wie Rechte Bedürftigen helfen und damit Politik machen +++ Saskia Esken: Wer ist die neue SPD-Vorsitzende? +++ Profit geht vor Kindeswohl: Kindermedizin unter Druck +++ Dresden: Wie Rechte Bedürftigen helfen und damit Politik machen +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

    Dresden - Wie Rechte Bedürftigen helfen und damit Politik machen

    Der Verein „Dresdner Bürger helfen Dresdner Obdachlosen und Bedürftigen“ erfreut sich in der sächsischen Landeshauptstadt großer Beliebtheit. Sein alljährliches Weihnachtsessen für Bedürftige wird von zahlreichen lokalen Sponsoren und Künstlern unterstützt. Kaum jemand stört sich daran, dass der Verein bevorzugt deutschen Bedürftigen helfen will. Dabei liegen die rechtsradikalen Bezüge des Vereins offen zutage: Gegen die aus dem Pegida-Umfeld stammenden Vorstände wird wegen Volksverhetzung ermittelt, der Verein arbeitet eng mit dem Netzwerk Einprozent zusammen, das die soziale Frage von Rechts besetzen will. Kontraste über das Versagen der Dresdner Zivilgesellschaft, sich von radikalen Rechten abzugrenzen.

    Profit geht vor Kindeswohl - Kindermedizin unter Druck

    In Deutschland gibt es über 2 Millionen chronisch kranke Kinder. Immer öfter werden sie nicht mehr so versorgt, wie sie es eigentlich bräuchten – mit fatalen Folgen für die kleinen Patienten. Die Behandlung, die aufwändig und teuer is, lohnt sich für die Kliniken oftmals nicht. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uni Köln. Defizitäre Abteilungen werden abgebaut oder gleich ganz dicht gemacht  - es kommt zu Unterversorgung in ganzen Regionen.

    Saskia Esken in Kündigungsaffäre verwickelt

    Die frisch gewählte SPD-Vorsitzende gibt als Qualifikation für ihre neue Führungsposition unter anderem an, früher Vizevorsitzende des Landeselternbeirates Baden-Württemberg gewesen zu sein. Sie habe dort befriedet und demokratisiert. Doch stimmt das? Kontraste hat mit ehemaligen Kolleginnen und Kollegen Saskia Esken gesprochen. Dabei sind Vorfälle ans Licht gekommen, die an der Aussage der neuen SPD-Chefin zweifeln lassen - und an ihrer Führungsfähigkeit. Unter anderem wirft Eskens Rolle bei der versuchten Kündigung einer damals 56-jährigen Mitarbeiterin des Landeselternbeirats Fragen auf.

    Absurde Obergrenze - Warum der Mindestabstand für Windkraftanlagen ungerecht ist

    Ab 2020 wird für Windkraftanlagen ein Mindestabstand von 1000 Metern zu Siedlungen vorgeschrieben – so hat es die Groko vereinbart. Damit knickt die Regierung vor den lautstarken Protesten von Bürgern ein – mit fatalen Folgen für den Klimaschutz und die Windkraftbranche. Bei anderen Anlagen ist die Politik weniger zimperlich: Ein Großmastbetrieb mit mehr als 70.000 Hühnern darf in weniger als 300 Metern Abstand zu Wohnhäusern entstehen, trotz Gestank, Lärm und Keimen. In Datteln darf ein neues Kohlekraftwerk, das giftiges Quecksilber, Ruß und Lärm emittiert, nur wenige hundert Meter von Häusern entfernt in Betrieb gehen – eine ebenfalls geplante Windkraftanlage jedoch offenbar nicht. Kontraste zeigt, wie die Politik mit zweierlei Maß misst.