Interview | Tag der Geschwister - "Geschwister sind so unterschiedlich wie zwei zufällig auf dem Spielplatz ausgewählte Kinder"

Mi 10.04.24 | 17:23 Uhr
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Symbolbild:Zwei Kinder liegen übereinander auf dem Rasen.(Quelle:imago images/Cavan Images)
Audio: rbb|24 | 10.04.2024 | O-Ton aus dem Interview mit Nicola Schmidt | Bild: imago images/Cavan Images

Sie können nerven und Halt geben, mitunter triggern sie auch in Erwachsenen alte Kindheitsmuster: die eigenen Geschwister. Wie man dafür sorgen kann, dass man sich gut versteht, und welche Rolle die Eltern dabei spielen, erklärt eine Expertin.

rbb|24: Hallo Frau Schmidt. Könnten Sie bitte folgenden Satzanfang beenden: "Geschwister-Beziehungen sind ..."

Nicola Schmidt: ... etwas sehr Wertvolles. An ihnen dürfen wir aber tatsächlich ein Leben lang arbeiten.

Zur Person

Nicola Schmid.(Quelle:Diptica.com/E.Avargues)
Diptica.com/E.Avargues

Autorin und Wissenschaftsjournalistin - Nicola Schmidt

Nicola Schmidt ist Wissenschaftsjournalistin und Autorin. Sie hat das Buch "Geschwister als Team" verfasst. Im Rahmen ihres "Artgerecht-Projekts" schult sie Eltern und Fachpersonal zu den Themen kindliche Entwicklung, Erziehung und Nachhaltigkeit und Ökologie.

Was macht eine gelungene Geschwisterbeziehung aus? Geht es da viel um Ähnlichkeit oder eher um den Umgang miteinander?

Es geht vor allem um den Umgang miteinander. Denn Geschwister sind so unterschiedlich wie zwei zufällig auf dem Spielplatz ausgewählte Kinder. Man muss sich das klarmachen: Da zwingt man Menschen in eine WG mit jemandem, den sie sich nicht ausgesucht haben und der oder die beliebig unterschiedlich und anders geartet sein kann. Das heißt, eine gelungene Geschwisterbeziehung entsteht immer durch einen respektvollen und wertschätzenden Umgang miteinander. Meine Botschaft an Eltern ist, dass Geschwister sich nicht lieben müssen. Denn Liebe kann man nicht erzwingen. Aber Geschwister können lernen, einander zu respektieren.

Gibt es günstige oder ungünstige Konstellationen?

Ja. Allerdings anders, als man sich das so vorstellt. Die meisten Menschen denken, dass bestimmte Konstellationen - wie große Schwester mit kleinem Bruder oder umgekehrt - besonders gut funktionieren. Das lässt sich durch Studien allerdings nicht belegen. Man weiß, dass die Anfangszeit umso schwieriger wird, je näher die Kinder aneinander sind. Obwohl man oft denkt, dass man die Kinder schnell hintereinander bekommen sollte, weil sie dann gut miteinander spielen können. Das ist auch vielleicht so - wenn man die ersten drei Jahre gut übersteht.

Außerdem passen bestimmte Temperamente nicht gut zusammen. Wenn ein Kind, das viel Ruhe braucht und viel für sich sein möchte, ein sehr wildes Geschwisterkind bekommt, passt das nicht gut. Und dann wird es schwierig.

Wie viel Einfluss haben Eltern und wieviel Einfluss sollten sie überhaupt nehmen?

Eltern haben sehr großen Einfluss auf die Beziehung zwischen Geschwistern. Und sie sollten auch Einfluss darauf nehmen. Vielfach ist zu hören, die Eltern sollten sich nicht zu viel einmischen, weil die Kinder das Meiste unter sich regeln. Das ist aber tatsächlich nicht der Fall. Insbesondere, wenn die Kinder klein sind, hat man im Prinzip Schimpansen im Haus, die mit Empathie noch nicht viel am Hut haben. Sie müssen erst lernen, respektvoll, empathisch und konstruktiv miteinander umzugehen.

Gleichzeitig gibt es Dinge, die Eltern auf keinen Fall machen sollen, die sie aber leider oft machen. Eltern vergleichen ihre Kinder beispielsweise sehr viel. "Schau mal, dein Bruder hat schon seine Schuhe an", heißt es da. Oder: "Kuck mal, wie schön deine Schwester das gemalt hat". Dadurch erzeugen wir Rivalität, die wir eigentlich gar nicht gebrauchen können.

Eltern sollten wissen, dass sie unglaublich viel dazu beitragen können, dass Geschwister sich vertragen. Und dass man niemanden dazu bringen kann, einen anderen Menschen zu lieben. Man muss nicht immer nett sein, sondern man muss auch als Kind den Raum haben zu sagen, dass man seinen Bruder oder seine Schwester heute total blöd findet. Dann kann man auch zulassen, dass er oder sie an einem anderen Tag gar nicht mehr so blöd und viel besser ist. Das ist die Basis für eine lebenslange Geschwisterbeziehung. Denn auch erwachsene Geschwister können sich wirklich total doof verhalten. Wer dann als Kind gelernt hat, das Verhalten desjenigen doof zu finden und nicht den Menschen, kann eine tragfähige Geschwisterbeziehung führen.

Eltern haben sehr großen Einfluss auf die Beziehung zwischen Geschwistern. Und sie sollten auch Einfluss darauf nehmen

Nicola Schmidt

Kommen Geschwister, die sich als Kinder gut verstanden haben, erfahrungsgemäß auch als Erwachsene gut aus?

Pauschal kann man das nicht so sagen. Wer sich als Kinder um die primären Bezugspersonen gestritten hat, dem geht es als Erwachsene ja anders und sie können sich auch gut verstehen. Genauso gut kann es sein, dass man sich als Kinder gut verstanden hat, sich aber als Erwachsene so weit auseinanderentwickelt hat, dass man sich nichts mehr zu sagen hat.

Inwiefern können Erwachsene – außer in Extremsituationen bei zu pflegenden oder sterbenden Eltern – von Geschwistern profitieren?

Wenn man erwachsene Menschen mit Geschwistern befragt, ob sie lieber ein Einzelkind gewesen wären, sagen nur drei Prozent dazu ja. Die meisten fanden es also gut, Geschwister zu haben. Wir wissen, dass 37 Prozent sich vor allem bei Familienfesten sehen. Aber fast ein Viertel aller Erwachsenen, die Geschwister haben, sehen diese mindestens ein Mal pro Monat. Jeder Fünfte trifft sich sogar einmal pro Woche oder mehr. Das heißt, die meisten Erwachsenen profitieren davon, Geschwister zu haben. Was sie machen, wenn sie sich sehen? Sie helfen sich gegenseitig in Krisen und mit den alternden Eltern. Aber sie beraten sich auch und meistern die Themen des mittleren Alters miteinander, die so anstehen. Also Karriere, Wohnsituation, Kinder und Partnerschaft.

Gibt es Dinge, die man tunlichst im Umgang mit seinen Geschwistern vermeiden sollte?

Wettbewerb unter Geschwistern ist immer Gift. Es ist sehr viel sinnvoller anzuerkennen, dass man unterschiedlich ist. Man sollte auch nicht davon ausgehen, dass man dadurch, dass man ja Familie ist, es schon irgendwie funktioniert. Im Unterschied zu Freundschaften, die man pflegen muss, ist Familie natürlich tatsächlich erst einmal einfach da. Aber eine gute Familienbeziehung ist auch etwas, was man pflegen muss. Es müssen Konflikte gelöst werden. Man muss einander verzeihen und akzeptieren, dass der andere eine andere Meinung hat und einen anderen Weg geht. Und gerade wenn das in der Kindheit schon angefangen hat, muss man aufhören, sich zu vergleichen.

Was sollten erwachsene Geschwister tun, die miteinander auskommen wollen, aber immer wieder in alte Streitmuster verfallen?

Das ist ja im Prinzip dasselbe wie in jeder anderen Beziehung. Erst sollte man sich fragen, was das Muster ist, wann es auftritt und worauf man anspringt. Spannend ist auch die Frage, was darunter liegt. Also was einen so triggert, dass man nicht aus dem Streit geht, wenn man merkt, dass es losgeht. Da geht es oft um ganz alte Themen.

Wenn man sich dann bewusst macht, dass man nicht mehr fünf Jahre alt ist und es nicht mehr darum geht, wer den tolleren Geburtstagskuchen bekommt oder den Spielzeugbagger, kann man sich auch wieder wie ein erwachsener Mensch verhalten. Wir streiten uns oft, weil wir uns verhalten, als wären wir immer noch Kinder. Aber jetzt sind wir nicht mehr abhängig. Wir sind selbständig und groß. Deshalb kann man versuchen, ganz entspannt zu sagen: "Hey, darüber müssen wir nicht streiten. Lass uns das Thema mal wechseln."

Und wer das nicht schafft, geht mit seinem Bruder oder seiner Schwester zur Paartherapie?

Wenn alle dafür offen und bereit sind: na klar. Am Ende ist es aber oft so, dass wir, wenn wir uns selbst ändern, ganz viel in Beziehungen ändern können. Wenn man für sich entscheidet, nicht mehr auf einen Trigger oder ein Muster anzuspringen, läuft auch die etwaige Aggression des anderen ins Leere.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Sabine Priess.

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33 Kommentare

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  1. 33.

    Tja, dann wissen Sie es besser als Psychologen und Pädagogen.

  2. 32.

    Lesen Sie sich nochmal Ihre Antwort durch:
    "Die Empathie hat mit Mitgefühl und Verständnis für Emotionen zu tun, und nicht mit Besitz von Spielsachen etc., damit sind die Kleinen im Vorschulalter logischerweise noch überfordert." Irgendwie widersprechen Soe sich gerade selbst...
    Emphatie kann nicht angeboren sein! Das sind Verhaltenszüge/Charaktereigenschaften und keine Augenfarbe. Und meine Kinder sind definitiv nicht autistisch. Sie haben Sozialkompetenzen (darunter auch Emphatie) beim Heranwachsen erlernt, fertsch.

  3. 31.

    Fehlende Empathie bei Kleinkindern, das wäre ein typisches Merkmal von Autismus,
    Sie bringen hier Dinge durcheinander, weil Empathie ist angeboren,, und soziales Verhalten muss erlernt werden.

  4. 30.

    Blödsinn. Liebe ist die Basis für alles. Wer keine Herzensliebe für Bruder oder Schwester empfindet, da ist was krank in der Familie.

  5. 29.

    Ich weiß was Emphatie ist, jedoch ist das Ergebnis von dem Baggerklau doch das, dass das andere Kind traurig/wütend/enttäuscht ist und hätte ein Kleinkind Emphatie (wir haben ja festgestellt das es nicht so ist) würde es nicht so handeln und dem anderen Dinge wegnehmen, verletzen etc.
    Nichts anderes wollte ich damit ausdrücken :)

  6. 28.

    Wir waren bzw. sind immer noch drei Geschwister und sind alle drei interschiedlich, na und!
    Und es gibt immer noch einen heimlichen Wettbewerb und Streitereien zwischen uns, na und!
    Und wir sehen und sprechen uns manchmal monatelang nicht, na und!
    Wie heißt es so schön: „Man muss sich nicht oft sehen, Hauptsache man verliert sich nicht!“
    Blut ist dicker als Wasser …

  7. 27.

    Die Empathie hat mit Mitgefühl und Verständnis für Emotionen zu tun, und nicht mit Besitz von Spielsachen etc., damit sind die Kleinen im Vorschulalter logischerweise noch überfordert.

  8. 26.

    Ich weiß ja jetzt nicht ob meine Kinder (und Kinder die wir durch die Kita kennengelernt haben bzw auch innerhalb der Familie die Nichten,Neffen etc) alle Assis waren aber als empathisch habe ich sie eine gewisse Zeit nie wahrgenommen. Da wurde ohne Rücksicht auf Verluste der Bagger beim Spielen geklaut, geschubbst etc. Die Emphatie haben sie durch Familie, Erzieher etc gelernt. Also offen und ehrlich waren die Kleinen aber Emphatie ist meiner Meinung nach nicht angeboren.

  9. 25.

    Nachwort zu meinen Kommentar!
    Um so mehr Kinder umso mehr verschiedene Charakterarten. Eltern haben nicht Anspruch darauf, dass sie ihren Charakter gleichmäßig auf ihre vielen Kinder vererben können. Sie können Mädchen als Prinzessin verwöhnen, als starken Jungen der nicht weinen soll erziehen. Beim Verhalten als erwachsene Geschwister, kommen sie oft an ein Limit das gegensätzlich sein kann. Nicola Schmidt kann ihre zwei Kinder "Geschwister als Team" sehen und dabei Eltern und Personal schulen. Hätte sie vier/fünf Kinder zuhause, da wird der Überblick alle vereint zu erziehen schwieriger. Nicht alle Eltern können jeden Kind gerecht werden. Welche Geschwister gingen früher zur Paartherapie? Entweder wurden sie als Erwachsene ein Team oder sie machten sich zu Außenseiter ihrer Familie. Gefordert ein Familien-Team zu werden, bedeutet oft mit klammern zu leben, sie haben nicht gelernt mal ein NEIN auszusprechen. Ich rede nicht von Helikopter - Kinder, der Reichtum hält sie!

  10. 24.

    Mit Kleinkinern hat man sich die Empathie pur in das eigene "Haus" geholt, später, je nach dem verliert sich diese Gabe, mehr oder weniger.
    Fazit, Kleinkinder sind unvoreingenommen und außerordentlich emphatisch!.

  11. 23.

    Wie sagte Karl Lagerfeld einst so schön: Eine Familie sei eine Wahl, keine Verpflichtung.

    Recht hatte der Karl.

  12. 22.

    „Erziehung bedeutet, sie gut vorzubereiten auf ihr Leben.“
    Diesen Satz kann ich nur unterstreichen. Kinder sind bei aller Ähnlichkeit keine Kopien ihrer Eltern oder anderer Verwandten. Sie müssen so vorbereitet werden, dass sie ihr eigenes Leben leben können. Deshalb kann meist nicht für alle Geschwister das Gleiche gelten. Es muss eben auch in der Erziehung entsprechend der Persönlichkeit des Kindes differenziert werden.

  13. 21.

    Wenn innerhalb der Familie dies und das schief gelaufen ist (Lieblingskind, Überforderung der Eltern und / oder Kinder...) dann hat das Konsequenzen. Für alle Familienmitglieder. Auch für Geschwister. Auch, wenn Kinder längst erwachsen sind.
    Manchmal hilft es die "Dosis Familie" zu reduzieren. Denn, mit Gottes Hilfe kann man zwar sich selbst verändern, andere Menschen, auch Geschwister, kann man nicht ändern... Abstand kann helfen...

  14. 20.

    Insbesondere, wenn die Kinder klein sind, hat man im Prinzip Schimpansen im Haus, die mit Empathie noch nicht viel am Hut haben.

    Ach herrjeh, da sind Schimpansen-Forscher aber zu ganz anderen Ergebnissen gekommen. Aber das sind halt nur Fachleute.

  15. 19.

    Nein, keine Sorge, es gibt keine Kindheitstrigger. Was immer das sein soll.
    Allerdings triggert mich sehr stark, dass sich so viele Nichtfachleute hinsetzen und glauben, Bücher zu Themen schreiben zu müssen, zu denen sie aufgrund ihrer nicht passenden Ausbildung gar nicht das Hintergrundwissen haben.

  16. 18.

    Im Text steht "Wenn man für sich entscheidet, nicht mehr auf einen Trigger oder ein Muster anzuspringen, läuft auch die etwaige Aggression des anderen ins Leere."
    Da steht nichts von Provokationen. Provokationen können eine spezielle Art von Trigger oder Muster sein, aber es gäbe natürlich auch andere Sachen, die das sein können, wie zb unangenehme Tatsachen. Insbesondere ist die Streitkultur in den jeweiligen Familien sehr unterschiedlich. Es ist auch so, dass da steht, dass das eine dezidierte Entscheidung sein soll jemanden "ins Leere laufen zu lassen". Warum kann man nicht einfach z.B. sagen: Du ich mag jetzt nichts mehr sagen, mir ist das jetzt zu anstrengend oder ähnliches, als da einfach zu schweigen? Das sollte eigentlich nur in Ausnahmefällen passieren, da es ziemlich passiv aggressiv ist. Andererseits ist das auch nur ein knappes Interview und man sollte nicht jedes Wort auf die Waagschale werfen, daher habe ich das als Frage in den Raum gestellt. Aber ich fands auffällig.

  17. 17.

    Welche Laus ist Ihnen denn heute über die Leber gelaufen? Experte ist jeder, der sich eingehend mit einem Thema befasst hat. Das dürfen Sie bei Wissenschaftsjournalisten regelmäßig voraussetzen.

    Ein altes Sprichwort sagt: „Familie kann man sich nicht aussuchen.“ Die Wohngemeinschaften, in der Familien meist leben, sind von den Kindern nicht freiwillig gewählt, ebenso wie Geschwister, Halbgeschwister oder Stiefgeschwister.

    Allerdings trifft meiner Ansicht nach nur auf Stiefgeschwister zu, dass sie zufällig ausgewählten Kindern gleichen. Wir kommen ja nicht als leeres Blatt zur Welt, sondern sind mit den Genen unserer Vorfahren belastet, die nicht nur unser Äußeres, sondern z.B. auch gesundheitliche Dispositionen oder Charakterzüge beeinflussen. Geschwister tragen auch immer einen Teil der Familiengeschichte in sich. Ich selbst habe übrigens auch lange geglaubt, ein Kind sei das Produkt von Umwelt und Erziehung. Aber mit dem ersten Kind habe ich diesen Irrtum korrigiert.

  18. 16.

    Kein Kind das auf die Welt kommt ist geklont, auch wenn ihnen durch die Gentechnik, evtl. Talente der Erzeuger einiges mit auf den Weg gibt. Ohne Beeinflussung kommt es erstmal auf die Welt. Ein Kind braucht die Lernerziehung respektvoll, empathisch miteinander zu andere Kinder umzugehen. Es ist ein Wesen, das allerdings auch lernen muss sich zu verteidigen. Geschwister, Kinder auf dem Spielplatz die streiten, dass stärkt ihr Selbstbewusstsein fürs spätere Leben. Schließlich ist auch ein Kind ein Individuum mit eigenen Ansichten und Bedürfnissen, die allerdings unter Kontrolle bei der Erziehung sein sollte. Nicht nur erwachsene Geschwister können sich nervig, schlecht verhalten. Teilweise sind es Eltern die ihnen ein schlechtes Vorbild geboten haben. Manche Eltern sind überfordert, das spüren Kinder besonders. Erziehung bedeutet, gut sie vorbereiten für ihr Leben. Kinder evtl. dressieren das sie einheitlich untereinander sich geben, dass wäre für ihre Entwicklung nicht gut.

  19. 14.

    Uns wird in der schulpflichtigen Zeit so viel eingetrichtert, Zitronensäurezyklus, Kurvendiskussion und so manches mehr. Aber wie ein Übergang vom "Schimpansenstadium" (1-3/4 J.) zum Gesellschaftswesen gelingen kann, das steht in keinem Lehrplan.

    Wie viel schöner und entspannter, hilfreicher könnte unser Miteinander sein, wenn das unsere Schul-Mittelpunkte wäre und nicht die Forderungen der Wirtschaft.

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