Kirill Petrenko
Bild: Stephan Rabold

Live zeitversetzt - Saisoneröffnung der Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko gibt seinen Einstand in Berlin

Beethovens Neunte als Aushängeschild: Der neue Chefdirigent der Berliner Philharmoniker beginnt seine erste Spielzeit mit einem symbolträchtigen Werk, das die Geschichte des Orchesters reflektiert und in die Zukunft weist.

Das Erstaunen war groß, als vor vier Jahren die Wahl der Berliner Philharmoniker auf Kirill Petrenko als neuen Chefdirigenten fiel. Er hatte das Orchester bis dahin nur bei drei Konzertprojekten geleitet. Durch seine Arbeit in Meiningen, an der Komischen Oper Berlin und an der Bayerischen Staatsoper in München besaß er jedoch ein unumstritten hohes Renommee.

Die Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern sieht er nun selbst als "Geschenk", aber auch als "Ansporn und Verpflichtung". In der Tradition des Orchesters möchte er die Linie, die von Bülow über Furtwängler bis zu Karajan führt, unter anderem durch seine Beethoven-Interpretationen fortsetzen. Die Neunte wird so zu einem Signal und Prüfstein der Ära Petrenko.

Als neue Künstlerin "in Residence" steht die Sopranistin Marlis Petersen im Mittelpunkt der Stücke aus Alban Bergs "Lulu". Mit der aufreibenden Partie der "Lulu" schaffte sie ihren internationalen Durchbruch, inzwischen singt sie sie nur noch konzertant.

Alban Berg
Symphonische Stücke aus der Oper "Lulu"

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 9 d-Moll, op. 125

Marlis Petersen, Sopran
Elisabeth Kulman, Sopran
Benjamin Bruns, Tenor
Kwangchul Yun, Bass

Berliner Philharmoniker
Rundfunkchor Berlin
Kirill Petrenko


anschließend:
Young Euro Classic (Ausschnitte)

William Walton
Johannesburg Festival Ouvertüre

Hendrik Hofmeyr
Three African Songs (UA)

George Gershwin
Symphonic Picture aus "Porgy and Bess"

Msaki, Gesang
Bundesjugendorchester
Alexander Shelley

Aufnahme vom 3. August 2019 aus dem Konzerthaus Berlin