Staatsoper Berlin: Carmen, hier: Anita Rachvelishvili in der Titelrolle; © Monika Rittershaus/Staatsoper
Monika Rittershaus/Staatsoper
Bild: Monika Rittershaus/Staatsoper

- Daniel Barenboim dirigiert Bizets "Carmen"

Vom ersten Moment an packt Bizet das Publikum mit Kastagnetten und Knalleffekten. Diesmal musste der Saal in der Berliner Staatsoper jedoch leer bleiben. Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde nur für die Übertragung gespielt und gesungen.

Die erste "Geistervorstellung" der Berliner Staatsoper Unter den Linden fand mit einer kompletten Inszenierung und vollem Orchestergraben statt. Daniel Barenboim führte das Ensemble, allen voran die georgische Sopranistin Anita Rachvelishvili, und die Staatskapelle in einen mitreißenden Strudel großer Gefühle.

Pflicht oder Leidenschaft, Liebe oder Freiheit - existenzielle Fragen werden in "Carmen" schlicht mit Gewalt gelöst. Um so berührender und betörender sind die Arien, die aus der glühenden Handlung erst eine menschliche Tragödie machen.

Staatsoper Berlin: "Carmen"-Aufführung vor leerem Zuschauerraum; © Peter Adamik
Bild: Peter Adamik

Georges Bizet: "Carmen"

Opéra comique in vier Akten

Carmen: Anita Rachvelishvili
Don José: Michael Fabiano
Escamillo: Lucio Gallo
Dancaïro: Jaka Mihelač
Remendado: Ziad Nehme
Moralès: Adam Kutny
Zuniga: Jan Martiník
Micaëla: Christiane Karg
Mercédès: Serena Sáenz
Frasquita: Alyona Abramova
Staatsopernchor Berlin
Staatskapelle Berlin
Daniel Barenboim

Aufführung vom 12. März 2020 in der Berliner Staatsoper

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