ARD Radiofestival 2021 – Lesung; © WDR/ARD
Bild: WDR/ARD

- "Die Gegenstimme" von Thomas Arzt (4/5)

Ein Roman über Mitläufertum und Widerstand. Der Theaterautor Thomas Arzt erzählt eine vielstimmige Geschichte über Österreichs "Anschluss" an Nazi-Deutschland.

April 1938. Aus Innsbruck kommt der Bleimfeldner Karl heim in sein Dorf. "Ein Studierter". Mit einer Mission. Der Ort ist beflaggt, Österreichs "Anschluss" an das nationalsozialistische Deutschland seit März gesetzlich besiegelt, nun soll die Bevölkerung ihr "Ja" abgegeben, aber Karl will widerständig sein, anders als alle anderen. Als Karl an die neuen Nazis verraten wird, ziehen die Jungs im Ort zur Hatz auf ihn aus. Ein "Heimatroman" der anderen Art in einer dem Dialekt abgeschauten Kunstsprache. Thomas Arzt erzählt eine packende Geschichte von Anpassung und aufrechtem Gang.

Thomas Arzt, geboren 1983 in Schlierbach, Oberösterreich, lebt in Wien und zählt zu den viel gespielten zeitgenössischen Dramatikern Österreichs. Neben Publikumserfolgen wie "Alpenvorland" (2013), "Johnny Breitwieser" (2014) oder "Die Österreicherinnen" (2019) wurden seine Arbeiten zu Festivals in New York, Buenos Aires und Kiew eingeladen und waren u. a. in Wien und Graz, Heidelberg und Berlin zu sehen. Kurzprosa erschien in Literaturzeitschriften sowie im Blog "Nazis & Goldmund". "Die Gegenstimme" ist sein erster Roman.

Residenz Verlag, Salzburg und Wien 2021
Lesung: Franziska Hackl, Barbara Horvath, Thiemo Strutzenberger
Regie und Redaktion: Cornelia Zetzsche
Produktion: BR 2021

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