Rolf Kühn (Klarinette); © Carsten Kampf
Bild: Carsten Kampf

- Gespräch zum Tod von Rolf Kühn

Eine Sendung von Julia Hemmerling

Als im Mai 1944 die Bomben auf Leipzig niedergingen, hatte er die ersten Beebop-Noten im Ohr. Auch sie hielten ihn am Leben. Als das Land dann in Schutt und Asche lag, hatte er als Musiker gute Jobs.

Rolf Kühn war mit seiner Klarinette verwachsen. Sein Lebensweg war nicht ohne sein Instrument zu denken. Sie führte ihn nach New York zu den ganz großen Jazzern wie Benny Goodman und Buddy de Franco. Und auch wieder zurück nach Deutschland – zurück zu seinem Bruder Joachim, der in der DDR lebte, bevor er zu Rolf flüchtete. Eines seiner letzten großen Projekte war die Komposition der Musik für eine fünfteilige ARD-Dokumentation "Kinder des Krieges".

Kurz vor seinem 93. Geburtstag ist Rolf Kühn am vergangenen Donnerstag gestorben. Aus diesem Anlass senden wir ein Gespräch, das Julia Hemmlering 2019 mit ihm führte.

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