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Feministisch, divers, weltoffen - Sternchen und Binnen-I

Auf dem Weg zur genderneutralen Sprache?

Eine Sendung mit Susanne Utsch

"Sprachliches Krebsgeschwür", "Knacklaut" beim Reden: In den 1970er Jahren gab es in Deutschland bereits Versuche, "Das Deutsche als Männersprache" (Luise F. Pusch) zu transformieren in eine Sprache, die niemanden diskriminiert.

Seit Ende 2018 gibt es im Geburtenregister ein drittes Geschlecht, und Stellenanzeigen müssen genderneutral formuliert werden. Aber: Gibt es eine genderneutrale Sprache? Wie vertragen sich Sternchen und Binnen-I mit sprachlicher Ästhetik? Hemmen sie den Sprechfluss und verfremden sie? Oder ist alles eine Frage der zu akzeptierenden Entwicklung von Sprache, die sich immer ändert?

Susanne Utsch ist im Gespräch mit der DUDEN-Chefredakteurin Kathrin Kunkel-Razum, mit Katharina Raabe, Lektorin beim Suhrkamp Verlag und Autorin, und mit Katrin Gottschalk, stellvertr. Chefredakteurin der taz und früher bei MISSY.

Mehr zum Thema
Gabriele Diewald, Anja Steinhauer
"Handbuch geschlechtergerechte Sprache: Wie Sie angemessen und verständlich gendern"
Duden Verlag, 256 Seiten, Taschenbuch, 22 Euro

Luise F. Pusch
"Das Deutsche als Männersprache"
Suhrkamp Verlag, 202 Seiten, Taschenbuch, 10 Euro

Anne Wizorek, Hannah Lühmann
"Gendern?!: Gleichberechtigung in der Sprache – ein Für und ein Wider"
Duden Verlag, 64 Seiten, Taschenbuch, 8 Euro

Duden – gendergerechter Sprachgebrauch