Verborgenes Museum in der Berlinischen Galerie: Frieda Riess, Ohne Titel (Rosamond Pinchot), 1920-1930; © Rechtsnachfolge unbekannt
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- Aus dem Verborgenen in die Sichtbarkeit

Das Verborgene Museum schließt seine Räume und übergibt die Arbeit an die Berlinische Galerie.

Lotte Jacobi, Yva: Fotografinnen, die einst bekannt waren, dann in Vergessenheit gerieten und – durch engagierte Recherche wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gehoben wurden. Die Malerin Lotte Laserstein ist ein anderes Beispiel.

Möglich gemacht haben das die Frauen vom Verein DAS VERBORGENE MUSEUM, gegründet vor 35 Jahren. Die Ausstellungsräume im Hof der Schlüterstraße 70 in Berlin Charlottenburg waren manches Mal zu klein für das Ergebnis der Recherche von Marion Beckers und Elisabeth Moortgat. Dann fanden sie Platz in der Berlinischen Galerie oder auch im Ephraim Palais. Sie präsentierten Arbeiten professioneller Künstlerinnen, die um die Wende des vorletzten Jahrhunderts geboren wurden – und überhaupt erstmals an Kunstakademien studieren durften. Die leidenschaftlich und erfolgreich künstlerisch tätig waren, bis ihre Karriere jäh unter- oder abgebrochen wurde. Durch Krieg und/oder Verfolgung. Ihre Arbeiten: zerstört oder vergessen. Das Verborgene Museum schließt seine Räume und übergibt die Arbeit an die Berlinische Galerie.

Wir blicken zurück auf das, was Marion Beckers und Elisabeth Moortgat mit ihren Unterstützerinnen geschaffen haben und fragen: Wie sichtbar sind Künstlerinnen heute in der Öffentlichkeit, sei es in Museen, Ausstellungen, oder aber in Sammlungen? Shelly Kupferberg ist dafür im Gespräch mit Marion Beckers und Elisabeth Moortgat sowie mit Yvette Deseyve. Die Bildhauerin und Kunsthistorikerin ist inzwischen Kuratorin und hatte die Ausstellung Kampf um Sichtbarkeit – Künstlerinnen der Alten Nationalgalerie vor 1919 initiiert und kuratiert.

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