Ezellspende – Mikroinjektion von Spermien in eine Eizelle © 
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- Eizellspende

Zwischen Verbot und realer Anwendung

Am Mikrofon: Shelly Kupferberg

Noch gibt es das aus dem Jahr 1990 stammende Embryonenschutzgesetz, das die Eizellspende in Deutschland verbietet. Doch rund 4000 Kinder werden inzwischen jedes Jahr in Deutschland geboren, über eine Eizellenspende im Ausland. Und Medizin-Ethiker*innen fordern schon längst die Reform des Embryonenschutzgesetzes, auch im Sinne der Gleichberechtigung. Denn warum ist die Samenspende erlaubt, die Eizellenspende aber noch immer nicht?

Die Eizellenspende ist nicht aufzuhalten, meint Dr. Laura Perler, die als teilnehmende Beobachterin in Spanien geforscht hat, denn u.a. nach Spanien reisen Paare, um ihren Kinderwunsch erfüllen zu lassen. 
Im europäischen Ausland ist diese Art der Reproduktion anonym. Das heißt, ein Kind weiß nicht, wer seine genetische Mutter ist und wird es nie erfahren.

Wo stößt das Recht auf die eigene Reproduktion an seine Grenzen? Ist die Eizellspende die technische Lösung für ein soziales Problem? Wer verdient an dieser Reproduktionsmedizin?

Sylva Giese-Kreutzer (© privat), Laura Perler (© Michaela Gericke) und Ines Sophie Pietschmann (© privat)
Bild: privat | Michaela Gericke | privat

Shelly Kupferberg im Gespräch mit Sylvia Giese-Kreutzer, Mutter durch Eizellenspende und Vorstand im Verein FE-Netz (Familien nach Eizellspende), mit der Sozialanthropologin Dr. Laura Perler und Ines Sophie Pietschmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen


Mehr zum Thema

Ausstellung | bis 29.06.2022
Babys machen? "Eizellspende" und Reproduktionspolitiken
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstr. 8, 10117 Berlin

Montag bis Samstag, 10 bis 19 Uhr
Eintritt frei

Begleitprogramm mit Workshops und gemeinsamen Begehungen.
www.gwi-boell.de/eizellspende

Familien nach Eizellspende
https://fe-netz.de