Archäogenetiker Johannes Krause, Leiter des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig © Fotostand / Meyer
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Der Wissenschafts-Talk bei rbbKultur. Mit Jörg Thadeusz. - Gefährliche Gedanken - Mit Archäogenetiker Johannes Krause

Archäogenetik beweist, dass es keine Rassen gibt und dass wir alle auch ein bisschen Neandertaler sind. Prof. Johannes Krause geht weiter, er sagt, unsere Gene programmieren uns für das Schneller, Höher, Weiter: Wir haben eine Art Selbstzerstörungsmechanismus in uns.

Als Experte für DNA-Analyse findet er den Schlüssel zu bislang unbekannten Kapiteln der Menschheitsgeschichte in altem Knochenmaterial: Der Genetiker Johannes Krause leitet das Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Er erforscht, inwieweit bereits unsere frühen Vorfahren durch Epidemien geplagt wurden oder auf welchen Wegen die ersten Europäer den Kontinent besiedelten.

Im Gespräch mit Jörg Thadeusz erzählt Johannes Krause, was vom Neandertaler in uns steckt und warum es verrückt ist, Menschen anhand von Hautfarben einzuteilen. Wird womöglich ein fatales Selbstzerstörungsprogramm in unseren Genen über unser Schicksal entscheiden? Johannes Krause ist überzeugt davon: Wir könnten problemlos 10 Milliarden Menschen ernähren, doch das Teilen liegt nicht in unserer Natur.