Peter Handke: Mein Tag im anderen Land © Suhrkamp
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"Eine Dämonengeschichte" - Peter Handke: "Mein Tag im anderen Land"

Eine Rezension von Frank Dietschreit

Sein erster Roman, "Die Hornissen", erschien 1966. Im selben Jahr wurde auch sein inzwischen legendäres Theaterstück, "Die Publikumsbeschimpfung", uraufgeführt. Seitdem hat er unzählige Stücke, Romane, Gedichte und Erzählungen veröffentlicht. Sein Buch über die "Winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien" brachte ihm den Vorwurf ein, er würde die Verbrechen im jugoslawischen Bürgerkrieg verharmlosen und einseitig Partei für Serbien ergreifen. Die Rede ist, natürlich, von Peter Handke, der es nicht versäumt, in jedes politisch-kulturelle Fettnäpfchen zu treten und einen Aufschrei der Empörung hervorrief, als ihm 2019 der Literaturnobelpreis zuerkannt wurde. Jetzt hat Handke eine Erzählung mit dem Titel "Mein Tag im anderen Land" veröffentlicht - Frank Dietschreit hat sie gelesen.