Das Ehrenmal für die Opfer des 20. Juli 1944 von Richard Scheibe wird im Hof des Bendlerblocks in Berlin aufgestellt 1953© DHM/Foto: Liselotte Orgel-Köhne
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Neue Ausstellung im Deutschen Historischen Museum - Die Liste der "Gottbegnadeten": Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik

Eine Ausstellungkritik von Silke Hennig

Zahlreiche renommierte Akteure des nationalsozialistischen Kunstbetriebs arbeiteten auch nach 1945 hauptberuflich als Kunstschaffende in der Bundesrepublik: Sie produzierten Werke für den öffentlichen Raum, erhielten wichtige Aufträge von Staat, Wirtschaft und Kirche, lehrten an Kunstakademien.

In einer breit angelegten Ausstellung untersucht das Deutsche Historische Museum die Nachkriegskarrieren renommierter Künstler der NS-Zeit. Ausgangspunkt ist dabei die von Goebbels und Hitler 1944 zusammengestellte "Gottbegnadeten-Liste". Unsere Kunstexpertin Silke Hennig hat die Ausstellung gesehen.

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DHM-Ausstellung | Podcast | Webdoku - "documenta - Politik und Kunst"

Die documenta als weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst spiegelt seit ihrem Beginn 1955 im Nachkriegs-Deutschland die Verflechtungen von Politik und Kunst. Alle vier bis fünf Jahre geht es nicht nur um Kunstwerke, sondern auch um politische Themen und gesellschaftlichen Wandel. Eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum beleuchtet die Geschichte der documenta. In unserem Podcast sprechen wir darüber, wie der Staat die Kunst immer wieder benutzt hat. Und unsere Webdoku beleuchtet Politik und Skandale der documenta.

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Podcast - Kunst und Politik – von documenta bis Restitution

Der Staat hat die Kunst immer wieder benutzt, um Politik oder Geld zu machen. Künstler, die das Image der jungen Bundesrepublik gefährdeten, wurden nicht gezeigt. In der DDR werden Sammler enteignet und Kunst in den Westen verkauft. Heute muss sich der Staat positionieren und, von der NS-Raubkunst bis zum kolonialen Humboldt Forum, Lösungen für das Unrecht der Vergangenheit finden.

Vier Folgen Kunst und Politik von Ralf Homann und Mareike Maage