Veras Wörter: Pur © rbbKultur
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Sprachglosse von Vera Block - Veras Wörter: "Pur"

Worte sind nicht Schall und Rauch, das ist gerade in den heutigen Zeiten immer wieder klar. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt und auf seine Richtigkeit hin überprüft. Das kann anstrengend sein, es kann aber auch zu neuen Erkenntnissen führen. Unsere Reporterin Vera Block liebt es, über Sinn und Unsinn von Wörtern nachzudenken. Dazu gehört auch das beinah vergessene Wort "pur".

Manchmal kann ich mich über einzelne Wörter aufregen. Und manchmal vermisse ich bestimmte Wörter regelrecht. Zum Beispiel: Pur. Vor noch gar nicht langer Zeit war das Wort allgegenwärtig: Vergnügen pur, Leben pur, Erlebnis pur, Freude pur - aber auch Trauer, Schmerz, Verzweiflung – alles war pur. Und dann auch noch der pure Geschmack der Äpfel und der pure Duft der Frühlingswiese. Wohin ist all das verschwunden?

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das Wort pur zuletzt gehört habe. Selbst Vodka trinkt keiner mehr pur, sondern nur noch mit Lemon - oder ganz aktuell: mit Kurkuma-Minze-Geschmack.

Als ich merkte, dass mir das Pure im Leben fehlt, schob ich das schnell mal auf die Pandemie. Denn unverfälschte Sinneseindrücke und Gefühle hatten durch die Lockdowns und Masken durchaus gelitten. Das bestätigt auch das Digitale Wörterbuch der Deutschen Sprache. 2021 hat es in einer Auswahl der Zeitungen die Buchstabenkombination "Pur" etwas über 250 Mal gezählt. Rund um die Jahrhundertwende waren das dreieinhalb Tausend Treffer pro Jahr. Allerdings ließ der Hype um Pur bereits Anfang der Zehnerjahre nach. Lange vor Corona also. Aber zu einer Zeit, als die Eurokrise und die Spionage-Enthüllungen von Edward Snowden als ziemlich riesige Wermutstropfen unsere vermeintlich heile Welt getrübt haben. Pur war da nur das Entsetzen.

Momentan sind wir im Gebrauch des Wortes Pur ungefähr auf dem Stand von 1987. Danach schoss die Statistik-Kurve nach oben – zeitgleich mit der Wende und der Euphorie der Wiedervereinigung.

Etwa zur gleichen Zeit bestieg übrigens damals die schwäbische Band Pur den deutschen Pop-Olymp. Momentan hört man zwar auch von ihr nicht viel. Aber das Internet verrät, dass es 2022 wieder auf Tour gehen soll. Wer weiß, vielleicht erlebt dann auch das Wort Pur bald eine Renaissance. Die Statistik-Kurve des digitalen Wörterbuchs zeigt jedenfalls eine leichte Tendenz nach oben. Oder vielleicht ist das purer Zufall.

Vera Block, rbbKultur

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