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Bild: dpa/AA/Esra Bilgin

Kunst in der Türkei - Arbeiten unter Selbstzensur

Ein Beitrag von Uwe Lueb

Kunst ist Ausdruck. Sie muss nicht gefällig sein und Applaus heischend. Im Gegenteil: Oft prangert Kunst an, überzeichnet, legt Finger in gesellschaftliche Wunden und ist spätestens dann politisch. Wie frei sich Maler und Bildhauerinnen, Fotografen und Schriftstellerinnen aber ausdrücken können – oder meinen zu können – ist von Land zu Land unterschiedlich – und wechselhaft.

In der Türkei etwa hat sich das Klima für Künstlerinnen und Künstler in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Viele spüren Druck. Dabei gibt es keine direkte staatliche Zensur. Viele üben bei ihren Arbeiten aber Selbstzensur. Die Gründe dafür liegen in der jüngsten Geschichte des Landes der vergangenen rund zehn Jahre.