Fridolin Schley: Die Verteidigung; Montage: rbbKultur
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Roman über Nürnberger Kriegsverbrecherprozess - Fridolin Schley: "Die Verteidigung"

Eine Rezension von Natascha Freundel

In seinem Roman "Die Verteidigung" rückt Fridolin Schley den vorletzten Nürnberger Kriegsverbrecherprozess ins Zentrum. Angeklagt waren Diplomaten und und hochrangige NS-Bürokraten, darunter - der heute prominenteste Angeklagte - Ernst von Weizsäcker. Dessen Sohn Richard, der spätere Bundespräsident, gehörte als junger Mann dem Verteidigerteam seines Vaters an. Ernst von Weizsäcker wurde in diesem Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Wie Fridolin Schley aus dem sogenannten 'Wilhelmstraßen-Prozess' Literatur macht, sagt uns Natascha Freundel. Sie hat das Buch gelesen.

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Es ist 80 Jahre her, dass in einer Villa am Wannsee über die "Endlösung der Judenfrage" beraten wurde. Bei der heute so genannten Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942 ging es nicht um die Idee, alle europäischen Juden zu vernichten. Die wurde längst realisiert. Es ging um die Koordinierung der Vernichtung unter Beteiligung aller Ämter und Verwaltungen der NS-Reichsregierung. 80 Jahre danach gehen wir Fragen zur Erinnerung an die Shoah und den deutschen Vernichtungskrieg nach.