Die Frage des Tages – Mohamed Amjahid © rbbKultur/C-A Langer
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Die Frage des Tages - Ist Steinmeiers Kritik an den documenta-Machern berechtigt?

Ein Gespräch mit Mohamed Amjahid

Schon im Vorfeld gab es Diskussionen um die gerade eröffnete Kasseler Kunstschau documenta fifteen. Den Machern wurde u.a. Antisemitismus vorgeworfen. Nun ist die documenta am Wochenende gestartet. Und die Diskussionen gingen weiter.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die 15. "documenta" mit deutlicher Kritik an Veranstaltern und Kuratoren eröffnet. Er sagte unter anderem, dass es im Vorfeld der documenta "manch gedankenlosen, leichtfertigen Umgang mit dem Staat Israel gegeben habe".

Doch was ist da dran? Die Frage des Tages geht also nun an Mohamed Amjahid: Ist Steinmeiers Kritik an den documenta-Machern berechtigt?

Anmerkung der Redaktion:
Zu dem Zeitpunkt, als der Beitrag des Autors gesendet wurde, war Mohamed Amjahid das inzwischen verhüllte Banner noch nicht bekannt. Amjahid hat zu seinem Kommentar wie folgt Stellung genommen: "Leute machen mich auf eine antisemitische Darstellung in Kassel aufmerksam, die zu verurteilen ist und die ich hier [auf Twitter] nicht reproduzieren werde."

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18. Juni - 25. September 2022 - documenta fifteen

Die documenta gilt als der wichtigste Gradmesser der Kunst weltweit. Erstmals seit ihren Anfängen 1955 wird die "Weltkunstausstellung" in diesem Jahr von einer Gruppe verantwortet: der Künstler:innengruppe Ruangrupa aus Indonesien. Dass sie vieles anders machen würden, zeichnete sich schon lange ab. Aber es gab auch schon lange Antisemitismus-Vorwürfe. Berichte und Interviews zur diesjährigen Kunstschau. Unsere Webdoku beleuchtet Nazi-Verstrickungen, Politik und Skandale der documenta seit 1955.

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Die Frage des Tages

rbbKultur stärkt die Meinungsvielfalt und Debattenkultur: Zehn starke Stimmen beantworten im Wechsel "Die Frage des Tages" – montags bis freitags, immer um 08.10 Uhr. Die meinungsfreudigen Persönlichkeiten sind: Ulrike Herrmann von der "taz", der Historiker Götz Aly, die Schriftstellerin Jagoda Marinić, der Filmemacher Andres Veiel, "Die Zeit"-Autorinnen Jana Simon und Susanne Mayer, Claudius Seidl von der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", der Journalist und Autor Mohamed Amjahid sowie Paulina Fröhlich vom Progressiven Zentrum Berlin.