Vom Haus am Waldsee bis zur Krummen Lanke; © Armin Stapel
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Vom Haus am Waldsee bis zur Krummen Lanke - 10.000 Schritte: Spaziergänge in Corona-Zeiten

Berlin lohnt sich immer, auch im Lockdown. In unserer Reihe "10.000 Schritte" erkunden unsere Kollegin Regine Bruckmann und ihr Begleiter Armin Stapel die Stadt. In dieser Folge lernen sie die Geschichte der Waldsiedlung Krumme Lanke kennen und entdecken rund um das Haus am Waldsee moderne Kunst.

Das Haus am Waldsee in Zehlendorf wurde in den 20er Jahren als Privatvilla erbaut. Als Ausstellungsort wurde es 1946 mit Werken von Käthe Kollwitz eröffnet. Das Museum ist zurzeit zwar geschlossen, aber in dem weitläufigen Park befindet sich ein Skulpturenpark, der auch in Corona-Zeiten geöffnet ist.

Weiter geht es zur Waldsiedlung Krumme Lanke. Sie wurde 1937 erbaut als SS-Kameradschaftssiedlung mit dem Ziel, für SS-Angehörige und ihren Familien "ausreichenden und gesunden Wohnraum" zu schaffen. Die Architektur ist konservativ, die Siedlung heute denkmalgeschützt. Viele Berliner Familien wohnen hier. Das großzügige Waldgebiet erstreckt sich bis zur Lanke.

Beim Rundgang um den Sommers wie Winters sehr beliebten krummen Sees kann man über Berliner Geschichte nachsinnen. 1944 stürzte ein britischer Bomber bei einem Luftangriff in den See und wurde erst 1970 geborgen.