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Umgang mit kolonialer Raubkunst - Beschluss zur Rückgabe der Benin-Bronzen

Ein Gespräch mit Jürgen Zimmerer, Historiker und Afrika-Experte

Die Benin-Bronzen sind das wahrscheinlich prominenteste Beispiel für Raubkunst aus der Kolonialzeit. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts von britischen Soldaten gestohlen und dann an Sammler und Museen in Europa und in den USA verkauft. In Deutschland gibt es mehr als 1.000 Objekte, die aus dem Königreich Benin stammen - die meisten davon in Berlin.

Jetzt ist in Nigeria von Vertretern des dortigen Kulturministeriums und des deutschen Auswärtigen Amts eine Absichtserklärung unterschrieben worden, die ein erster juristischer Schritt zur Rückgabe der Benin-Bronzen ist.

Was das heißt und was es für den Umgang mit kolonialer Raubkunst generell bedeutet, darüber sprechen wir mit dem Historiker und Afrika-Experten Jürgen Zimmerer von der Universität Hamburg.

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