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Das umstrittene Großgemälde des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi auf dem Friedrichsplatz | Bild: dpa/Uwe Zucchi

Plakat des Kollektivs Taring Padi - Neue Antisemitismus-Vorwürfe gegenüber der documenta

Nina Michalk berichtet

Am Wochenende ist in Kassel die documenta fifteen eröffnet worden. Seit Monaten schon müssen sich die Verantwortlichen dem Antisemitismus-Vorwurf stellen, der da heißt: Das Kuratoren-Kollektiv ruangrupa hätte Künstler eingeladen, die antisemitische Positionen vertreten würden. Ein Vorwurf, der von allen Beteiligten stets abgestritten wurde.

Und dann hat am Eröffnungswochenende das indonesische Kollektiv Taring Padi ein großes Banner auf dem Friedrichsplatz entfaltet, das eine antisemitische Bildsprache bedient – die Reaktionen sind vehement.

Aus Kassel berichtet Nina Michalk.

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18. Juni - 25. September 2022 - documenta fifteen

Die documenta gilt als der wichtigste Gradmesser der Kunst weltweit. Erstmals seit ihren Anfängen 1955 wird die "Weltkunstausstellung" in diesem Jahr von einer Gruppe verantwortet: der Künstler:innengruppe Ruangrupa aus Indonesien. Dass sie vieles anders machen würden, zeichnete sich schon lange ab. Aber es gab auch schon lange Antisemitismus-Vorwürfe. Berichte und Interviews zur diesjährigen Kunstschau. Unsere Webdoku beleuchtet Nazi-Verstrickungen, Politik und Skandale der documenta seit 1955.