Christoph Heubner, Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees; © dpa/Christoph Soeder
rbbKultur
Bild: dpa/Christoph Soeder Download (mp3, 9 MB)

Der documenta-Skandal - "Für Überlebende ist das stürmerähnlich"

Ein Gespräch mit Christoph Heubner, Exekutiv-Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees

Ein Schweinekopf mit Mossad-Kappe und Davidstern, ein Vampir mit Schläfenlocken und SS-Runen - diese deutlich antisemitischen Darstellungen auf der documenta fifteen haben für große Diskussionen gesorgt. Nun soll das Kunstwerk noch heute abgebaut werden. Eine Grenze wurde überschritten, die documenta fifteen ist beschädigt.

Wie kann es weitergehen nach einem Eklat wie diesem? Darüber sprechen wir mit Christoph Heubner, Exekutiv-Präsident des Internationalen Auschwitz Komitees.

Teilweise verhüllt ist ein großflächiges Banner, eine Figurendarstellung "People's Justice" (2002) des Kollektivs Taring Padi mit antisemitischen Figuren; © dpa/Swen Pförtner
rbbKultur

Kommentar zu Antisemitismus - Erschütternde Inkompetenz der documenta-Verantwortlichen

Die von öffentlicher Hand finanzierte documenta hat sich komplett diskreditiert. Trotz heftiger Diskussionen im Vorfeld hängen die Verantwortlichen nach der Pressekonferenz ein 20 Jahre altes Bild mit deutlichen Beispielen des Judenhasses an zentraler Stelle in Kassel auf. Reicht die Strafanzeige von Volker Beck? Nein. Hier haben auch die politisch Verantwortlichen versagt. Ein Kommentar von Maria Ossowski.

Download (mp3, 4 MB)
Verhülltes Grossgemälde "People's Justice" (2002) des indonesischen Kollektivs Taring Padi. Auf dem Banner waren mehrere antisemitische Motive zu sehen. Nach der Verhüllung des heftig kritisierten Werkes geht die Debatte um den Umgang der documenta fifteen mit den Antisemitismus-Vorwürfen weiter; © dpa/Uwe Zucchi
rbbKultur

Zerwürfnis statt Gemeinschaft - Scherbenhaufen documenta fifteen – wie konnte es dazu kommen?

Rücktrittsforderungen, Empörung, Skandal: Die documenta fifteen in Kassel wollte Gemeinschaft und Miteinander feiern und erweist sich drei Tage nach ihrer Eröffnung als Scherbenhaufen. Schon im Vorfeld gab es Antisemitismus-Vorwürfe, jetzt wurden an zentraler Stelle auf einem Bild eindeutig antisemitische Motive entdeckt. Silke Hennig zu der Frage, wie es dazu kommen konnte.

Download (mp3, 7 MB)
Der Tag; © rbbKultur
rbbKultur

18. Juni - 25. September 2022 - documenta fifteen

Die documenta gilt neben der Biennale in Venedig als weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst. Die 15. documenta wollte Gemeinschaft und Miteinander feiern und bekam einen großen Eklat, nachdem auf einem zentralen Bild eindeutig antisemitische Motive entdeckt wurden. Bilder, Meinungen und Berichte sowie ein Podcast darüber, wie der Staat die Kunst immer wieder benutzt hat. Unsere Webdoku beleuchtet Nazi-Verstrickungen, Politik und Skandale der documenta seit 1955.