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Bild: Nina Pieroth

Antisemitismus im Kulturbetrieb - Warum tut sich die Kulturwelt so schwer?

Ein Gespräch mit der Autorin und Dramaturgin Stella Leder

Gibt es ein Antisemitismus-Problem in der Kulturszene? Die Reaktionen auf die Terror-Attacke der Hamas haben diese Debatte neu entfacht. Zu beobachten sind Sympathiebekundungen für die Hamas von Künstler:innen und Kuratoren, auch hier in Berlin. Und ein sehr lautes Schweigen zu den Gräuel-Taten - gerade im Vergleich zur Reaktion auf den Ukraine-Krieg. Es gibt aber auch Stimmen, die behauptem, Antisemitismus werde als Totschlag-Argument benutzt, um kritische Stimmen zu zensieren.

Was ist da los? Warum tut sich der Kulturbetrieb so schwer in dieser Sache? Wir sprechen darüber mit der Autorin und Dramaturgin Stella Leder. Sie leitet das "Institut für Neue Soziale Plastik", ein Zusammenschluss von Regisseur*innen, Autor*innen und Künstler*innen, die sich mit Antisemitismus und jüdischen Themen beschäftigen und dazu Workshops in Kultureinrichtungen geben.