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Brandenburgische Gespräche im Staatstheater Cottbus - Gleichheit

Die Debatte mit Natascha Freundel, Katja Lange-Müller und Terézia Mora

Gleichheit – das ist heute noch immer eine Forderung moderner Gesellschaften. Zugleich scheint die Diskussion darum, was Gleichheit ist, immer umstrittener: Gleichheit ist nicht dasselbe wie Gleichwertigkeit und nicht wie Gerechtigkeit. Die Frage nach Gleichheit beinhaltet schnell auch Ansprüche nach Macht, dem Ausgleich von Benachteiligungen und danach, welcher Kategorie der Vorzug gegeben werden soll: der Quantität oder der Qualität.

Ist Gleichheit eine Utopie? Oder eine Dystopie? Was wäre gerecht? Und wie geht man dann mit etwas um, das sich nicht in den Griff kriegen lässt? In ihren Werken nutzen die Schriftstellerinnen Katja Lange-Müller und Terézia Mora oftmals den Humor, helfen ihren Figuren durch Komik und Witz aus Notlagen. Beide unterhalten sich mit Natascha Freundel über Gleichheit und Ungleichheit und darüber, wie man unlösbaren Problemen begegnet und schöpfen dabei aus ihrem Reservoir.

Worüber wir nachdenken sollten, wenn wir irgendwann mal ans Ende dieser Pandemie gelangt sind: über die Ohnmacht, die wir empfunden haben, und über den Verlust von Freiheit. Werden wir durch diese Ohnmachtserfahrungen reifer, klüger, sozialer, oder werden sie an uns vorüberziehen wie ein langer böser Alptraum?

Katja Lange-Müller

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Terézia Mora
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Katja Lange-Müller ist Schriftstellerin. Sie verfasst hauptsächlich Erzählungen und Romane wie zuletzt 2016 »Die Drehtür«, veröffentlichte aber zuletzt auch Ihre Vorlesungen, die im Rahmen ihrer Dozentur der Frankfurter Poetik-Vorlesungen entstanden sind. Darin geht sie dem »Problem als Katalysator« (so der Buchtitel) nach und berichtet neben Studien zu Motiven anderer Schriftsteller darüber, warum Komik eine Waffe der Schwachen ist. Zuletzt wurde sie 2017 mit dem Günter-Grass-Preis geehrt. Katja Lange-Müller ist Tochter der Volkskammerabgeordneten Inge Lange.

Terézia Mora ist Schriftstellerin. Aus einer deutschsprachigen Familie in Ungarn stammend, wuchs sie zweisprachig auf, schreibt aber auf Deutsch. In den vergangenen zehn Jahren veröffentlichte sie u. a. eine Romantrilogie, in der sie ihren Helden von Ungarn aus (»Der einzige Mann auf dem Kontinent«) über den Balkan quer durch Osteuropa und (in »Auf dem Seil«) auf die größte Insel des deutschen Sehnsuchtslands Italien schickt, um ihn zuletzt doch in Berlin landen zu lassen. Für diese drei Romane erhielt sie u. a. den Deutschen Buchpreis; 2018 erhielt Terézia Mora den Georg Büchner-Preis.

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Debatte mit Natascha Freundel & Gästen - Der Zweite Gedanke

Hier geht es um alles, was unser Miteinander betrifft: Bildung, Demokratie, Freiheit, Klima, Städtebau - Themen und Fragen unserer Zeit. rbbKultur-Redakteurin Natascha Freundel spricht mit zwei Gästen, die wissen, wovon sie reden. Philosophisch und persönlich. Kritisch und konstruktiv. Immer auf der Suche nach dem zweiten, neuen Gedanken.

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