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Eine Sendung mit Michaela Gericke
WUT - eines der wesentlichsten menschlichen Gefühle. Doch ihr Ausdruck zu verleihen, ist schwierig, besonders für Frauen, immer noch. Annette, 59 Jahre alt und Führungskraft, sucht im Podcast Die Alltagsfeministinnen Rat bei Johanna Fröhlich Zapata, wie sie ihrem Zorn Raum geben kann, denn es fällt ihr schwer, laut und direkt zu sagen, was sie wütend macht. Sind wütende Frauen hysterisch, sind sie Furien? Warum dürfen Männer ihrem Ärger lautstark Luft machen?
Die österreichische Philosophin, Autorin und Referentin zum Thema antimuslimischer Rassismus beschreibt in ihrem jüngsten Buch "Ein Ort namens Wut" nachvollziehbar, wie Verletzungen, Demütigungen und Entwertungen wütend machen.
Empört Euch! - riet der französische Diplomat Stéphane Hessel noch im Alter von 93 Jahren in seinem Essay, um eine gerechtere Welt zu schaffen. Und ergänzte diese Schrift um eine weitere: Engagiert Euch! Wut kann Auslöser sein, aktiv zu werden, sie kann aber auch lähmen. Und sie hinterlässt im Gehirn wie im Körper Spuren. Was Andreas Heinz bestätigt. Er ist Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Uni-Klinikum Charité in Berlin Mitte.
Michaela Gericke ist mit Dr. Amani Abuzahra und mit Prof. Andreas Heinz im Gespräch über die Frage, wie unterschiedlich Wut bewertet und wahrgenommen wird, wann sie für Vitalität steht und damit gesund ist - und wie sie konstruktiv eingesetzt werden kann.
