Ehrenamt – eine junge Frau aus Togo bekommt Unterstützung durch eine ehrenamtliche Mitarbeiterin © picture alliance/ photothek/ Ute Grabowsky
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- Mutter im Ehrenamt

Eine Sendung mit Michaela Gericke

Katrin ist vollzeitbeschäftigt, hat zwei Kinder im Alter von 2 und 7 Jahren und engagiert sich ehrenamtlich in der Gemeinde als Gleichstellungsbeauftragte. Dafür erntet sie nicht nur Bewunderung, sondern auch Kritik. "Wie kannst du nur!" Kinder und Mann brauchten doch schließlich auch ihre Zeit und Zuwendung .... Für Katrin aber steht fest, sie will ihren Kindern vorleben, was sie für gesellschaftlich relevant hält: mitzuwirken und Gemeinschaft mitzugestalten.

Wie selbstverständlich ist das Ehrenamt für Frauen mit Kindern? Fakt ist: Knapp 40 Prozent der Menschen in Deutschland leisteten 2019 freiwillige Arbeit. Tendenz steigend seit ein paar Jahrzehnten. Doch die Bereiche, in denen Männer und Frauen tätig sind, erinnern an alte Rollenbilder: Männer tummeln sich im Sport, Frauen wirken in eher sozialen Einrichtungen. Und wie sind die Vorstandsposten besetzt?

Wir sprechen heute mit drei Frauen, die davon überzeugt sind, dass ehrenamtliche Arbeit notwendig ist in unserer Gesellschaft:

Delia Keller, Henriette Meier-Ewert und Susanne Maier © Michaela Gericke
Delia Keller, Henriette Meier-Ewert und Susanne Maier | Bild: Michaela Gericke

Delia Keller, selbstständige Künstlerin und Mutter von zwei Kindern, ist im Verein fair für Kinder aktiv und hat eine Petition gestartet, weil sie weiß, wie schwer es ist, als Alleinerziehende finanziell über die Runden zu kommen.

Henriette Meier-Ewert
, Richterin am Oberlandesgesricht Brandenburg, Mutter von vier Kindern, ist seit 1998 in Brandenburg bei der Rathenower Tafel aktiv, sie ist Vorstandsvorsitzende und zudem stellvertretende Vorsitzende der Tafel Deuschland.

Susanner Maier vom Deutschen Frauenrat leitet den Bereich Armut, ist Mutter und vollzeitbeschäftigt.

12.000 Menschen haben das Schreiben an Lisa Paus und Christian Lindner unterschrieben: sie fordern das ihnen zustehende Kindergeld, das ihnen mit einem so genannten "Unterhalts-Vorschuss" fehlt, weil der Betrag schlicht abgezogen wird.

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