Christoph Wonneberger
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30 Jahre friedliche Revolution - Christoph Wonneberger

Der vergessene Held
Von Ralf Geißler

Als am 9. Oktober 1989, jenem für die Wende so wegweisenden Montagabend, 70.000 Demonstranten friedlich durch Leipzig zogen, war das auch ein Verdienst des Pfarrers Christoph Wonneberger.

Der Sohn einer alten evangelisch-lutherischen Pfarrersfamilie hatte die Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche initiiert und in illegalen Flugblättern zur Gewaltlosigkeit aufgerufen. Wonneberger berichtete der westlichen Welt per Telefonschaltung in den ARD-Tagesthemen erstmals von den Massendemonstrationen. Wenige Tage später erlitt der 45-jährige Pfarrer einen Hirninfarkt, verlor seine Sprache und geriet in Vergessenheit.

Das Feature ist eine Würdigung des politischen Geistlichen und seiner Rolle in der friedlichen Revolution.

Von Ralf Geißler
Regie: Tobias Barth
Produktion: MDR/DLRKultur 2009/2014