Apfel mit Blatt; © Anton Ignatenco
Colourbox/Anton Ignatenco
Bild: Colourbox/Anton Ignatenco Download (mp3, 26 MB)

Tag des deutschen Apfels - Die Pomologen

Geschichten von Menschen und Äpfeln

Auf 7000 vor Christus datiert der erste Fund eines Apfelholzes. Im Alten Testament steht der Apfel für Fruchtbarkeit und Frieden, aber auch für Sünde und Tod. Wissenschaftlich zu Leibe rückte man dem Apfel erst im 19. Jahrhundert: Über 4.000 Apfelsorten gab es, die Apfel-Wissenschaftler, sprich: Pomologen, in 15 Apfelklassen einzuordnen suchten. Der Zweite Weltkrieg, Marktwirtschaft sowie Planwirtschaft sorgten dafür, dass von der Sortenvielfalt im Handel nur wenige, trittfeste, aber geschmacklose Einheitsäpfel übrig blieben. 1991 wurde daher der längst eingeschlafene, 1859 gegründete „Deutsche Pomologen-Verein“ wiederbelebt. Für den guten Geschmack eines alten Apfels, für seine Schrumpelhaut und seine alten Gene.

Von Alexa Hennings
Regie: Sabine Ranzinger
Produktion: MDR 2002