Taekwondo
dpa/XinHua
Taekwondo © dpa/XinHua | Bild: dpa/XinHua Download (mp3, 49 MB)

- Taekwondo oder: Auch Affen fallen mal vom Baum

Die koreanische Kampfart Taekwondo erfordert vor allem eines: Respekt. Die Autorin lässt sich nicht abhalten von der rätselhaften Geschichte, noch von den strengen Regeln. Sie schwitzt, kämpft und gräbt nach den Wurzeln des Taekwondo. Und muss sich dabei vor allem selbst bezwingen.

Ich weiß nicht, was der Meister will, fühle mich wie eine Volksschülerin, die keine drei Buchstaben schreiben kann. Wir üben ausweichen. Wie immer. Und wie immer werde ich aggressiv. Weil ich ausweichen muss, blocken muss, verkürzen muss, und nicht schlagen darf, mich nicht wehren darf. Der Meister sagt, man müsse heilen lernen, bevor man jemanden verletzt.

"Ich bin auch ein Mensch", sagt Großmeister Yoon Sin-Kil. Er stellt sich damit gegen eine Mythologisierung der koreanischen Kampfart, die vor allem eines erfordert: Respekt. "Wir machen eine gefährliche Sportart. Ich kann dich mit einem Schlag töten", erklärt Großmeister Frank Kessler. Doch Elodie Pascal lässt sich davon nicht abschrecken. Nicht von der rätselhaften Geschichte des Taekwondo, noch von dessen kommerzorientierter Gegenwart. Für sie bedeutet Taekwondo einfach: Freude, Adrenalin und ein unablässiges Arbeiten an sich selbst.

Von Elodie Pascal
Regie: Elisabeth Putz
Produktion: rbb/NDR/WDR 2015