Die Schwestern vom "Orden der Perpetuellen Indulgenz e.V."posieren am 16.07.2016 in Berlin nach der offiziellen Eröffnung des 24. Lesbisch-Schwulen Stadtfestes; © dpa/Soeren Stache
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AIDS-Aufklärung mit den Schwestern der Perpetuellen Indulgenz - Ein Fromms nicht nur den Frommen

Um Prävention und Aufklärung zum Thema AIDS bemühen sich viele ehrenamtliche Initiativen. Eine davon, vielleicht die außergewöhnlichste, sind die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz.

Ein Mitglied der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz verfolgt am 20.06.2014 einen Jüdisch-christlichen Gottesdienstes zum Christopher Street Day in der St. Marienkirche in Berlin; © dpa/Daniel Naupold
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Die Auftritte der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz in der schwul-lesbischen Clubszene wirken komisch und provozieren. Unverkennbares Äußeres ist der selbst geschneiderte Ornat, der an katholische Nonnen erinnert, und das "white face", ihr weißgeschminktes Gesicht.

In dieser Maske des Todes und des Clowns verteilen sie Kondome und Sündenablassbriefe, sammeln Geld für AIDS-Initiativen und klären über die Risiken der Übertragung von HIV auf. Doch vor allem kritisieren sie die katholische Sexualmoral, weshalb sie seit Mitte der 1980er Jahre auf der Häretikerliste des Vatikans stehen.

Von Christian Find

Regie: der Autor
Produktion: SWR 2004