Trauer an Stolpersteinen zur Erinnerung an eine jüdische Familie © Boris Roessler
dpa
Bild: dpa Download (mp3, 49 MB)

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Die jüdische Nase

Eine Familie im Nachkriegsdeutschland


Die Kaufmannsfamilie Sch. teilt das Schicksal der meisten jüdischen Familien Deutschlands. Ein Teil kommt in den Lagern des Nationalsozialismus um, einem anderen gelingt die Flucht ins Ausland. Wenige überleben, versteckt in besetzten Gebieten oder in einem Keller mitten im Land.

Nach dem Krieg - vor allem nach der Gründung des Staates Israel - verlassen die meisten Überlebenden ihre Heimat. Georg Sch. bleibt. Er konvertiert zum Protestantismus; Sohn Gerhard heiratet eine katholische Frau; Tochter Yvonne lässt sich die Nase operieren. Die Angst, dass im Land der Täter alles wieder von vorn losgehen könnte, sitzt tief und scheint nicht unbegründet.

 

Von Rainer Schildberger

Redaktion: Dr. Dieter Jost

Produktion: rbb/DLF 2007

Mehr zum Thema

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland; © rbbKultur
rbbKultur

Im Hier und Jetzt - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Im Jahr 321 wurde in einem Edikt des römischen Kaisers Konstantin zum ersten mal die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland erwähnt. Das ist der Anlass, 2021 als Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben" zu begehen. Bundesweit finden zahlreichen Veranstaltungen statt, Höhepunkt soll im Herbst das größte Laubhüttenfest der Welt "Sukkot XXL" vom 20. bis zum 27. September sein.

ARD Audiothek – Jederzeit das Beste hören