Stefan Heym, 1998; © dpa/akg-images/Bruni Meya
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Stefan Heym zum 20. Todestag - Der ewige Dissident

Oder: die vier Leben des Stefan Heym

Als ältestem Mitglied stand es Stefan Heym im November 1994 zu, den 13. Deutschen Bundestag mit einer Rede zu eröffnen. Er hatte als Parteiloser ein Direktmandat auf der offenen Liste der PDS errungen. Geschlossen verweigerte ihm die CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Schlussapplaus. Dieses Ereignis steht exemplarisch für Stefan Heyms Biografie. Egal ob in der Weimarer Republik, im Hitlerfaschismus, oder später in den USA, im Nachkriegsdeutschland, in der DDR und schließlich im wiedervereinigten Deutschland: Sein Leben lang gehörte er zu den Kritikern des Establishments. Das Feature lässt Weggefährt*innen, sowie Literatur- und Geschichtswissenschaftler*innen zu Wort kommen und macht Schlitzohrigkeit, Naivität und Eitelkeit kenntlich, die es Heym ermöglicht haben, aus fast allen Konflikten gestärkt hervorzugehen.

Von Matthias Eckoldt

Regie: Wolfgang Rindfleisch

Produktion: rbb 2013

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