Kriegszerstörte Häuser in der Bismarckstraße, Oktober 1946; © dpa/AKG/Hans Godefroid
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- Der Fall Kemritz

Eine deutsche Nachkriegsgeschichte über Menschenraub, Geheimdienste und Dunkelmänner

Im Oktober 1950 wird ein renommierter Rechtsanwalt und Notar verhaftet. Dr. Hans Kemritz, schwerer Freiheitsberaubung beschuldigt, soll in den Jahren 1945 und 1946 mehr als 20 Menschen dem sowjetischen Geheimdienst ausgeliefert haben: Tatort Berlin.

Doch nach sechswöchiger Untersuchungshaft ist Kemritz schon wieder auf freiem Fuß - Dank der Intervention von USMilitärbehörden. Welches Interesse hat die amerikanische Besetzungsmacht an dem ehemaligen NSDAPMitglied und Sowjetagenten Hans Kemritz?

Warum führen westdeutsche Politiker hinter den Kulissen vertrauliche Gespräche mit den Amerikanern, um den “Fall Kemritz” zu bereinigen, während sie vor einer empörten Öffentlichkeit gegen die amerikanische Einflussnahme protestieren?

Von Sylvia Conradt und Kirsten Heckmann-Janz
Regie: Joachim Sonderhoff
Produktion: WDR/ SFB 1993

Thema

Alltagsleben in den Straßen des zerstörten Berlin © picture alliance/ United Archives/ Erich Andres
picture alliance/ United Archives/ Erich Andres

Schwerpunkt - Menschenraub in Berlin

Das Verschwinden von Otto John im Jahr 1954, schlug in der BRD große Wellen. John war damals Präsident des Verfassungsschutzes. Sein Verschwinden ist aber nur eines von vielen Beispielen für Menschenraub in Berlin kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Die beiden Features "Der Fall Kemritz" und "Don Quijote im kalten Krieg" von Kirsten Heckmann-Janz und Sylvia Conradt beleuchten diesen dunklen Teil der deutsch-deutschen Geschichte.

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