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- Wenn die Mutter nicht koscher ist

Das Dilemma der Vaterjuden

Von Stefanie Oswalt

Nur wer eine jüdische Mutter hat, ist selbst auch Jude – so legt es die Halacha, das jüdische Gesetz fest. Ist nur der Vater ein Jude, müssen die Kinder, wenn sie als jüdisch anerkannt sein wollen, zum Judentum konvertieren – ein aufwendiger Prozess jahrelangen Lernens und strenger religiöser Praxis. Orthodoxe, aber auch konservative oder liberale Gemeinden folgen bis heute diesem Gesetz.

Das ist besonders bitter für Vaterjuden und Jüdinnen in Deutschland, wo in der Nazizeit schon ein Vorfahre reichte, um als Jude verfolgt zu werden und die auch heute wieder wachsenden Antisemitismus zu spüren bekommen. Was bedeutet das Judentum für sie? Wem fühlen sie sich zugehörig? Welches Selbstbild haben sie und mit welchen Fremdzuschreibungen sind sie konfrontiert?

Literaturtipp

Dmitrij Kapitelman
"Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters
"
Verlag Hanser Berlin, 2016
ISBN: 978-344-625318-6
288 Seiten, 20,00 Euro